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Dieser Artikel handelt von '''Persönlichkeiten aus der Familie [[Hagenauer]]'''.
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Dieser Artikel handelt von '''Persönlichkeiten aus der Familie Hagenauer'''.
    
== Verbindung mit der katholischen Kirche ==
 
== Verbindung mit der katholischen Kirche ==
Signifikant ist die stark ausgeprägte Beziehung zwischen den Herren von Hagenau und der römisch-katholischen Kirche. Mitglieder der Hagenauer tauchen seit dem [[10. Jahrhundert]] (nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] bereits seit dem [[8. Jahrhundert]]) in Urkunden auf, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der katholischen Kirche stehen. In den Urkunden werden sie entweder in ihrer offiziellen Funktion als Geistliche und Verteter der amtlichen Kirche genannt, oder aber als Stifter, kirchliche Vögte, kirchliche Vasallen, Kreuzritter, Besitzer kirchlicher Lehen etc.. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare) und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern und (einige sogar) als Künstler am [[Salzburger Fürstenhof]], am fürstbischöflichen Hof [[Gurk]] und am Hof des Fürstbistums [[Passau]] tätig. Ab ca. 1865 oblag den Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl kirchlicher Gebäude in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.  
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Signifikant ist die stark ausgeprägte Beziehung zwischen den Herren von Hagenau und der römisch-katholischen Kirche. Mitglieder der [[Hagenauer]] tauchen seit dem [[10. Jahrhundert]] (nach [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld|Koch-Sternfeld]] bereits seit dem [[8. Jahrhundert]]) in Urkunden auf, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der katholischen Kirche stehen. In den Urkunden werden sie entweder in ihrer offiziellen Funktion als Geistliche und Vertreter der amtlichen Kirche genannt, oder aber als Stifter, kirchliche Vögte, kirchliche Vasallen, Kreuzritter, Besitzer kirchlicher Lehen etc.. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren ([[Benediktinerkloster Wessobrunn|Wessobrunn]]) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare) und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert waren eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern und (einige sogar) als Künstler am [[Salzburger Fürstenhof]], am fürstbischöflichen Hof [[Gurk]] und am Hof des Fürstbistums [[Passau]] tätig. Ab ca. 1865 oblag den Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl kirchlicher Gebäude in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.  
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Die wechselseitige Beziehung zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer zeigte sich durch kirchliche Stiftungen (Scharnitz, Seitenstetten, Loiching etc.), durch die Verwaltung von kirchlichen Gütern (Stift Mondsee, Eichstätt, Kloster Neustift bei Brixen, Spital in Vöcklabruck, Kloster Wessobrunn, Stift St. Peter in Salzburg etc.), sowie durch die Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen (Stadtpfarrkirchenamt, Armenfonds, Marien-Bruderschaft, Bonifatius-Verein, Pius-Verein, Leo-Gesellschaft etc.) durch die Hagenauer. Andererseits erlangten die Hagenauer wiederum durch und von der Kirche Besitz und Privilegien, wie Lehensrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter, sowie den päpstlichen Adel. Von Kaisern und Päpsten wurden Familienangehörigen des Hauses Hagenauer besondere Rechte für ihr Bistum oder für ihre jeweiligen Klöster zugestanden. Ferner wurde ihnen die erbliche römische Baronie und höchste kirchliche Orden (San Pio IX, San Gregorio, Pro Ecclesia et Pontifice etc.) verliehen. Mitglieder der Hagenauer wurden auch in den päpstlichen Ritterorden des Piusordens und den Ritterorden des Gregoriusordens aufgenommen. Eine verhältnismäßig große Anzahl der Hagenauer waren Angehörige des Klerus sowie katholischer Ordensgemeinschaften (Mönche, Nonnen) und hiermit offizielle Vertreter der praktizierten katholisch geprägten Lebensart. Man findet ferner viele Familienmitglieder in katholischen Bruderschaften sowie in anderen katholischen Laien-Organisationen, denen sie oft in leitender Position vorstanden. Einige Familienmitglieder waren hingegen "Brüder" in den von Kirche und Staat zeitweise verbotenen Freimaurerlogen (oder anderer Geheimgesellschaften), wobei andere Hagenauer wiederum die Freimaurerei bekämpften.
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Die wechselseitige Beziehung zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer zeigte sich durch kirchliche Stiftungen (Scharnitz, Seitenstetten, Loiching etc.), durch die Verwaltung von kirchlichen Gütern ([[Kloster Mondsee]], Eichstätt, Kloster Neustift bei Brixen, Spital in [[Vöcklabruck]], Kloster Wessobrunn, [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] in Salzburg etc.), sowie durch die Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen (Stadtpfarrkirchenamt, Armenfonds, Marien-Bruderschaft, Bonifatius-Verein, Pius-Verein, Leo-Gesellschaft etc.) durch die Hagenauer. Andererseits erlangten die Hagenauer wiederum durch und von der Kirche Besitz und Privilegien, wie Lehensrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter, sowie den päpstlichen Adel. Von Kaisern und Päpsten wurden Familienangehörigen des Hauses Hagenauer besondere Rechte für ihr Bistum oder für ihre jeweiligen Klöster zugestanden. Ferner wurde ihnen die erbliche römische Baronie und höchste kirchliche Orden (San Pio IX, San Gregorio, Pro Ecclesia et Pontifice etc.) verliehen. Mitglieder der Hagenauer wurden auch in den päpstlichen Ritterorden des Piusordens und den Ritterorden des Gregoriusordens aufgenommen. Eine verhältnismäßig große Anzahl der Hagenauer waren Angehörige des Klerus sowie katholischer Ordensgemeinschaften (Mönche, Nonnen) und hiermit offizielle Vertreter der praktizierten katholisch geprägten Lebensart. Man findet ferner viele Familienmitglieder in katholischen Bruderschaften sowie in anderen katholischen Laien-Organisationen, denen sie oft in leitender Position vorstanden. Einige Familienmitglieder waren hingegen "Brüder" in den von Kirche und Staat zeitweise verbotenen Freimaurerlogen (oder anderer Geheimgesellschaften), wobei andere Hagenauer wiederum die Freimaurerei bekämpften.
    
== Gottschalk von Hagenau und andere Kirchenmänner ==
 
== Gottschalk von Hagenau und andere Kirchenmänner ==

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