| − | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als Herzog [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. | + | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Herzog]] [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. |
| | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau, sondern auch von [[Abtenau]] aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. | | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rohdung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau, sondern auch von [[Abtenau]] aus. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. |
| | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. | | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. |
| − | [[1839]] wird berichtet, dass nicht nur das Driften von Holz nach Hallein, sondern auch der Verkauf von Weinbergschnecken, die damals noch zahlreich vorkamen, einen Erwerbszweig der Hinteresser Bevölkerung darstellte.<ref>''Die Bewohner von Hintersee sind größtenteils Holzarbeiter. Auch die Schnecken, von denen man hier oft zwei bis drei wie Äpfel übereinander an den Bäumen trifft, verschaffen den Einwohnern einen Erwerbszweig''; [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]] (Hg.): ''Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg''. Fünfter Teil: Der Salzburgkreis (S. 219–554.). Joh. Christ. Quandt, Kastner’s seel. Eidam, Linz 1839. In: ''Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis''. Historisch-geographisch-statistisch beschrieben, und als ein selbstständiges Lese-, Studier- und Nachschlage-Buch bearbeitet. Linz 1839, S. 392. Siehe: [https://books.google.de/books?id=ea8AAAAAcAAJ&pg=PA174&dq=pillwein++5.+teil&hl=de&sa=X&ved=0CEQQ6AEwBmoVChMIpZGKuf_9yAIVwn5yCh1C7wmF#v=onepage&q=pillwein%20%205.%20teil&f=false], aufgerufen am 11. November 2015.</ref> | + | [[1839]] wird berichtet, dass nicht nur das [[Holztrift|Driften von Holz]] nach Hallein, sondern auch der Verkauf von [[Weinbergschnecke|Weinbergschnecken]], die damals noch zahlreich vorkamen, einen Erwerbszweig der Hinteresser Bevölkerung darstellte.<ref>''Die Bewohner von Hintersee sind größtenteils Holzarbeiter. Auch die Schnecken, von denen man hier oft zwei bis drei wie Äpfel übereinander an den Bäumen trifft, verschaffen den Einwohnern einen Erwerbszweig''; [[Benedikt Pillwein|Pillwein, Benedikt]] (Hg.): ''Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg''. Fünfter Teil: Der Salzburgkreis (S. 219–554.). Joh. Christ. Quandt, Kastner’s seel. Eidam, Linz 1839. In: ''Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis''. Historisch-geographisch-statistisch beschrieben, und als ein selbstständiges Lese-, Studier- und Nachschlage-Buch bearbeitet. Linz 1839, S. 392. Siehe: [https://books.google.de/books?id=ea8AAAAAcAAJ&pg=PA174&dq=pillwein++5.+teil&hl=de&sa=X&ved=0CEQQ6AEwBmoVChMIpZGKuf_9yAIVwn5yCh1C7wmF#v=onepage&q=pillwein%20%205.%20teil&f=false], aufgerufen am 11. November 2015.</ref> |