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| − | Stein lag seit dem [[Zweiten Vertrag von Erharting]] ([[1275]]) an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg. Dabei wurde die Grenze so gezogen, dass die obere Burg auf Salzburger Territorium lag, während die untere Burg und die Höhlenburg auf herzoglich bayerischem Gebiet blieben. | + | Stein lag seit dem [[zweiten Vertrag von Erharting]] ([[1275]]) an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg. Dabei wurde die Grenze so gezogen, dass die obere Burg auf Salzburger Territorium lag, während die untere Burg und die Höhlenburg auf herzoglich bayerischem Gebiet blieben. |
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| − | Die Burg war Sitz der Hofmark Stein, ein Niedergerichtsbezirk, der urkundlich erstmals [[1558]] erscheint. Da die Landesgrenze auch das Hofmarksgebiet durchlief, lagen neben dem Hochschloss weitere 14 Anwesen in Buchberg, Höhenberg, Reit, Roitham und Zieglstadl auf salzburgischem Territorium. Es kam immer wieder zu Grenzstreitigkeiten, wie zahlreiche erhaltene Beschwerdeschreiben, Protokolle und „Widerreden“ belegen. Bayern zweifelte die mitten durch das Hofmarksgebiet laufende Landesgrenze nicht an. Doch die Pfleger des bayerischen Landgerichts Trostberg behaupteten seit dem 16. Jahrhundert die Hochgerichtsbarkeit nach dem Gewohnheitsrecht. | + | Die Burg war Sitz der Hofmark Stein, ein Niedergerichtsbezirk, der urkundlich erstmals [[1558]] erscheint. Da die Landesgrenze auch das Hofmarksgebiet durchlief, lagen neben dem Hochschloss weitere 14 Anwesen in Buchberg, Höhenberg, Reit, Roitham und Zieglstadl auf salzburgischem Territorium. Es kam immer wieder zu Grenzstreitigkeiten, wie zahlreiche erhaltene Beschwerdeschreiben, Protokolle und „Widerreden“ belegen. Bayern zweifelte die mitten durch das Hofmarksgebiet laufende Landesgrenze nicht an. Doch die Pfleger des bayerischen Landgerichts [[Trostberg]] behaupteten seit dem 16. Jahrhundert die Hochgerichtsbarkeit nach dem Gewohnheitsrecht. |
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| − | Johann Albrecht Graf von Törring verkaufte 1663 die Hofmark Stein an den Grafen Carl Fugger von Kirchberg. Danach kam die Hofmark durch Heirat in den Besitz der Freiherren von Lösch, welche die Anlage umbauten. Ab 1829 wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer. 1845 erwarben die Herzöge von Leuchtenberg den Besitz, den sie teilweise im neugotischen Stil umbauten. | + | Johann Albrecht Graf von Törring verkaufte [[1663]] die Hofmark Stein an den Grafen Carl Fugger von Kirchberg. Danach kam die Hofmark durch Heirat in den Besitz der Freiherren von Lösch, welche die Anlage umbauten. Ab 1829 wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer. 1845 erwarben die Herzöge von Leuchtenberg den Besitz, den sie teilweise im neugotischen Stil umbauten. |
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| − | Hochschloss, Felsenburg und Unterschloss gehören heute der 1489 gegründeten Schlossbrauerei Stein. Eigentümer ist seit 1934 die Familie Wiskott. Das Unterschloss beherbergt seit 1948 ein Internat. | + | Hochschloss, Felsenburg und Unterschloss gehören heute der [[1489]] gegründeten Schlossbrauerei Stein. Eigentümer ist seit [[1934]] die Familie Wiskott. Das Unterschloss beherbergt seit 1948 ein Internat. |
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| − | Mit Schloss Stein verbunden ist die bekannte Legende vom Raubritter Hainz von Stein, der Anfang des 13. Jahrhunderts auf der Burg gelebt haben soll. | + | Mit Schloss Stein verbunden ist die bekannte Legende vom Raubritter Hainz von Stein, der Anfang des [[13. Jahrhundert]]s auf der Burg gelebt haben soll. |
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| | ==Literatur== | | ==Literatur== |