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[[Datei:Oswald Grill 1901.JPG|thumb|Brief von Oswald Grill 1901, links Brief vom 20. Dezember 1901, Seite 1, rechts Brief vom 30. Dezember 1901, Seite 4.]]
 
[[Datei:Oswald Grill 1901.JPG|thumb|Brief von Oswald Grill 1901, links Brief vom 20. Dezember 1901, Seite 1, rechts Brief vom 30. Dezember 1901, Seite 4.]]
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Brief von Oswald Grill an Franziska [[Spängler]], die älteste Tochter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]], geboren 1877; ein kleiner Bogen; Briefumschlag "Fräulein // Franzi Spängler // Krems a. d. Donau // Alleestrasse 7. // (Nied Österreich)"; Briefmarke rote 10 Kreuzer Bayern, gestempelt "München 21 DEZ [verwischt]"; Stempel auf der Rückseite "Krems a/d Donau bestellt 23.12.01"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]:<br />
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Brief von Oswald Grill an [[Franziska "Franzi" Spängler|Franzi]], die älteste Tochter von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]], geboren 1877; ein kleiner Bogen; Briefumschlag "Fräulein // Franzi Spängler // Krems a. d. Donau // Alleestrasse 7. // (Nied Österreich)"; Briefmarke rote 10 Kreuzer Bayern, gestempelt "München 21 DEZ [verwischt]"; Stempel auf der Rückseite "Krems a/d Donau bestellt 23.12.01"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]:<br />
    
''München, 20 / XII 1901. // Liebes Fräulein Franzi! // Kann nicht umhin, Ihnen vor meiner Abreise nach Wien, die in 12 Stunden erfolgt, noch in der Eile eine paar Zeilen zu schreiben. Freilich sollte ich das eigentlich nicht thun, denn es vergrößert ja Ihre Schuld, und das ist Ihnen gewiß nur unangenehm. Aber, - was kann der Mensch für das was er thut, und wird die Schuld zu groß, dann müssen Sie sich halt pfänden lassen! Ich wollte allerdings Sie vorläufig mit meinem Geschwätz verschonen, bis Sie die nöthige Lust und Zeit / gefunden haben, mir wieder ein paar Zeilen zukommen zu lassen; schon aus dem Grunde natürlich, um Ihre ohnehin nicht vorhandene Zeit nicht noch durch das Lesen des Briefes in Anspruch zu nehmen; doch ich fahre eben auf 14 Tage – 3 Wochen nach Wien, und da wäre es mir sehr leid, wenn Sie gar vielleicht in dieser Zeit einmal auch hinunter kämen, und mich aus Unkenntnis der obigen Thatsache nicht bräuchten. Jedenfalls erwarte ich in Wien eine diesbezügliche Nachricht von Ihnen. Meine Adresse ist, falls Sie dieselbe vergessen hätten XIX. Pokornyg. 6. Sollte ich in Wien einmal Zeit / haben, was ich noch nicht weiß, denn ich werde sehr viel zu thun haben, so komme ich auf einen Tag oder Nachmittag nach Krems. Daß es mir lieb wäre, wenn ich Sie in diesem Falle zuhause wüßte, werden Sie vielleicht begreifen. // ''
 
''München, 20 / XII 1901. // Liebes Fräulein Franzi! // Kann nicht umhin, Ihnen vor meiner Abreise nach Wien, die in 12 Stunden erfolgt, noch in der Eile eine paar Zeilen zu schreiben. Freilich sollte ich das eigentlich nicht thun, denn es vergrößert ja Ihre Schuld, und das ist Ihnen gewiß nur unangenehm. Aber, - was kann der Mensch für das was er thut, und wird die Schuld zu groß, dann müssen Sie sich halt pfänden lassen! Ich wollte allerdings Sie vorläufig mit meinem Geschwätz verschonen, bis Sie die nöthige Lust und Zeit / gefunden haben, mir wieder ein paar Zeilen zukommen zu lassen; schon aus dem Grunde natürlich, um Ihre ohnehin nicht vorhandene Zeit nicht noch durch das Lesen des Briefes in Anspruch zu nehmen; doch ich fahre eben auf 14 Tage – 3 Wochen nach Wien, und da wäre es mir sehr leid, wenn Sie gar vielleicht in dieser Zeit einmal auch hinunter kämen, und mich aus Unkenntnis der obigen Thatsache nicht bräuchten. Jedenfalls erwarte ich in Wien eine diesbezügliche Nachricht von Ihnen. Meine Adresse ist, falls Sie dieselbe vergessen hätten XIX. Pokornyg. 6. Sollte ich in Wien einmal Zeit / haben, was ich noch nicht weiß, denn ich werde sehr viel zu thun haben, so komme ich auf einen Tag oder Nachmittag nach Krems. Daß es mir lieb wäre, wenn ich Sie in diesem Falle zuhause wüßte, werden Sie vielleicht begreifen. // ''

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