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<br />''Lieber Franz! Du hast mir erlaubt die Akten betreffend der Verlassenschaftshandlung nach dem Tode meiner Mutter dir schicken zu dürfen, um das Nothwendige befragen zu können. Ich verstehe von dem ganzen Verlauf der Dinge gar nichts, ich weiß noch heute nicht, warum ich ans Gericht in Leitmeritz 40 fl<ref>im Brief vom 1. März 1877 dagegen 4 Gulden</ref> schicken mußte, u. wie u. wann ich zu diesem Geld wieder kommen werde etc. etc. Notar Kofler hat 2 Jahre gebraucht, um das zu erreichen, was ich dir hiemit sende. Nun ist diese langsame Procedur hauptsächlich deshalb sehr unangenehm, weil ich von den Kindern meines verstorbenen Bruders alle Augenblick um die Erbschaft geplagt werde. Sey also so gut, lieber Franz, u. thue das Nothwendige. – Daß die Großmutter gut angekommen ist, wißt Ihr aus der Correspondenzkarte der Kathi'' [Richard Schlegels zweite Frau Katharina Arrigler, Anm.]'', sie ist sehr zufrieden u. schwärmt in der Erinnerung an ihren Aufenthalt bei Euch, ist ganz verliebt in Eure Dirndel, beschreibt mir dasselbe als außerordentlich schön u. intelligent, nurr darf ich nichts nach dem Mastschweinerl fragen'' [so nennen die Eltern selbst ihre Tochter] ''. Bei uns ist alles so ziemlich im gleichen Gange, nur bin ich gegenwärtig von meinem Emphysem'' [Lungenbläschenblähung, Anm.] ''mehr geplagt, und durch den schnellen Uibergang zum Winter bedingt sind. Seit 24t. September muß bei mir geheizt werden. – Sey nicht böse, lieber Franz, daß ich deine ohnehin so knap zugemessene freie Zeit mit meiner Angelegenheit verkürze. – Bleibet gesund, zufrieden seyd Ihr ja. Alle grüßen Euch auf das herzlichste durch Euren alten Vater Richard. Salzburg am 11t. Oktbr [1]877.''
 
<br />''Lieber Franz! Du hast mir erlaubt die Akten betreffend der Verlassenschaftshandlung nach dem Tode meiner Mutter dir schicken zu dürfen, um das Nothwendige befragen zu können. Ich verstehe von dem ganzen Verlauf der Dinge gar nichts, ich weiß noch heute nicht, warum ich ans Gericht in Leitmeritz 40 fl<ref>im Brief vom 1. März 1877 dagegen 4 Gulden</ref> schicken mußte, u. wie u. wann ich zu diesem Geld wieder kommen werde etc. etc. Notar Kofler hat 2 Jahre gebraucht, um das zu erreichen, was ich dir hiemit sende. Nun ist diese langsame Procedur hauptsächlich deshalb sehr unangenehm, weil ich von den Kindern meines verstorbenen Bruders alle Augenblick um die Erbschaft geplagt werde. Sey also so gut, lieber Franz, u. thue das Nothwendige. – Daß die Großmutter gut angekommen ist, wißt Ihr aus der Correspondenzkarte der Kathi'' [Richard Schlegels zweite Frau Katharina Arrigler, Anm.]'', sie ist sehr zufrieden u. schwärmt in der Erinnerung an ihren Aufenthalt bei Euch, ist ganz verliebt in Eure Dirndel, beschreibt mir dasselbe als außerordentlich schön u. intelligent, nurr darf ich nichts nach dem Mastschweinerl fragen'' [so nennen die Eltern selbst ihre Tochter] ''. Bei uns ist alles so ziemlich im gleichen Gange, nur bin ich gegenwärtig von meinem Emphysem'' [Lungenbläschenblähung, Anm.] ''mehr geplagt, und durch den schnellen Uibergang zum Winter bedingt sind. Seit 24t. September muß bei mir geheizt werden. – Sey nicht böse, lieber Franz, daß ich deine ohnehin so knap zugemessene freie Zeit mit meiner Angelegenheit verkürze. – Bleibet gesund, zufrieden seyd Ihr ja. Alle grüßen Euch auf das herzlichste durch Euren alten Vater Richard. Salzburg am 11t. Oktbr [1]877.''
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Auf der Rückseite mit Bleistift von der Hand von Franz Spängler [?]: ''Vater gest 1845 / Vinzenz Curator & Rich / Josef + Henriette u. Clara / Antonia + gest Leitmeriz 8/10 1872 / Blure [?] + Wien VIII 5/10 1854 / Therese + Wien Mazleinsd[orf] 9 Jul 1856 / Friedrich gest Olmüz 22/8 1850 BgHer Leiter [?]'' – Namen und Daten offenbar aus der Familie Schlegel, Geschwister von Richard und deren Nachkommen, deren Einzelheiten ich [O. H.] bisher (bis auf "Vater gest 1845") nicht näher deuten kann. – Dabei: Briefumschlag dito [empfangen] ''Mödling 19. 12. [18]73'' mit kurzen Notizen von Franz Spängler "5/2 1868 8/2 1868..." – Ebenfalls dabei: Briefumschlag, grob aufgerissen, an Franz Spängler, Mödling, ohne Datum, Marke abgelöst, Stempel "[Wie]n" [?] mit kirchlichem Siegel.
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Auf der Rückseite mit Bleistift von der Hand von Franz Spängler [?]: ''Vater gest 1845 / Vinzenz Curator & Rich / Josef + Henriette u. Clara / Antonia + gest Leitmeriz 8/10 1872 / Blure [?] + Wien VIII 5/10 1854 / Therese + Wien Mazleinsd[orf] 9 Jul 1856 / Friedrich gest Olmüz 22/8 1850 BgHer Leiter [?]'' – Namen und Daten offenbar aus der Familie Schlegel, Geschwister von Richard und deren Nachkommen, deren Einzelheiten ich, [[Otto Holzapfel]], bisher (bis auf "Vater gest 1845") nicht näher deuten kann. – Dabei: Briefumschlag dito [empfangen] ''Mödling 19. 12. [18]73'' mit kurzen Notizen von Franz Spängler "5/2 1868 8/2 1868..." – Ebenfalls dabei: Briefumschlag, grob aufgerissen, an Franz Spängler, Mödling, ohne Datum, Marke abgelöst, Stempel "[Wie]n" [?] mit kirchlichem Siegel.
 
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