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==== Brief vom 29. Juli 1877 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
 
==== Brief vom 29. Juli 1877 von Franz Spängler an Fanni Spängler ====
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsatz eingefügt; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unlserlich:<br />
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Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]]. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsatz eingefügt; [Ergänzung]; [?] = fraglich; XX = unleserlich:<br />
 
''Wien [!]<ref>Aus dem Inhalt geht hervor, dass es "Salzburg" heißen müsste.</ref>, 29 / 7 1877 // Liebe Fanny! // Heute endlich komme ich dazu Dir nicht bloß eine Correspondenzkarte, sondern einen Brief zu schreiben. // Ich si[t]ze noch immer in Salzburg, u warte u warte auf besseres Wetter; wenn es aber nicht bald besser wird so gehe ich tro[t]z schlechten Wetters wage u. gehe zuerst nach Taxenbach u St Johann um die Kitzloch klamm u. Lichtensteinklamm<ref>[[Kitzlochklamm]] und [[Liechtensteinklamm]] bei [[St. Johann im Pongau]]</ref> anzuschauen u dann erst nach Lungau [?]. Für deine mir heute zugekomm[ne] Karte meinen besten Dank; es war noch lieb von Dir, dß du auch vorsichtsweise hieher schriebst. Meine TagesEintheilung ist nun eine Reihe von Variationen des Thema[s]: "Nichtsthun." Ich werde Dir einen kurzen Abriß meines bisherigen Treibens hier geben. // Am Mittwoch kam ich nach sehr bequemer Fahrt, bei welcher ich aber ausna[h]msweise wenig schlief, hier um ½ 9 Uhr an, wo mich Louise u Otto junior am Bahnhofe erwarteten; Vorm. ging ich noch zu den Eltern u zur Großmutter, dann mit dem Vater nach St Peter, speiste bei Louise u fuhr Nachm. mit dieser u den Kindern nach Hammerau, wo Otto Si[t]zung gehabt hatte Abends kam die Mutter hier an, welche wieder recht frisch ist u. sich ganz erholt hat. Am Sonnertag [!] Vorm. war ich mit Otto jun. im städtischen Museum, speiste bei der Großmutter zu Mittag; Nachm. machte ich einige Besuche (Tante Alois, Rudolf, Josef Spängler) u einen Spaziergang Abends war ich mit der Mutter u. Otto etc [?] bei Mama Duregger Freitags Früh, als ich eben aus dem Hause / gehen wollte, kamen Carele u Anna Payer<ref>Von "Payer" ist mehrmals die Rede, vgl. die Briefe vom 2. Oktober 1871, vom 19. und 21. Juli 1872, vom 18. Februar 1875, vom 6. Juli 1878, vom 7. Februar 1883 und vom 27. Februar 1883. Diese Personen kann ich nicht näher identifizieren. "Geneanet" weist [August 2025] mehrere Payer in Salzburg nach 1800 in den Kirchenbüchern nach, vor allem in St. Andrä, Mülln und in der Dompfarre, aber keine Person will zu den vorliegenden Angaben passen.</ref> mit denen ich dann bei strömenden Regen über den [[Mönchsberg]] (Bürgermeister Loch)<ref>[[Bürgermeisterloch]]</ref> zu einem pensioni[e]rten Rechnungsrath Richter (im KapitelXXhofe) ging, der eine sehr reiche Schmetterling sammlung hat. Payer Carele ist nämlich seit einigen Jahren Schmetterling XX, u. Anna seine treue Gehilfin Mittags speiste ich bei meiner Muter Nachm. war ich bei der Großmutter, die mir allerlei zu erzählen hatte, was sie dir ja ohnehin auch erzählen wird, u. der ich verschiedene Schriften durchsah u. aussuchte.''  
 
''Wien [!]<ref>Aus dem Inhalt geht hervor, dass es "Salzburg" heißen müsste.</ref>, 29 / 7 1877 // Liebe Fanny! // Heute endlich komme ich dazu Dir nicht bloß eine Correspondenzkarte, sondern einen Brief zu schreiben. // Ich si[t]ze noch immer in Salzburg, u warte u warte auf besseres Wetter; wenn es aber nicht bald besser wird so gehe ich tro[t]z schlechten Wetters wage u. gehe zuerst nach Taxenbach u St Johann um die Kitzloch klamm u. Lichtensteinklamm<ref>[[Kitzlochklamm]] und [[Liechtensteinklamm]] bei [[St. Johann im Pongau]]</ref> anzuschauen u dann erst nach Lungau [?]. Für deine mir heute zugekomm[ne] Karte meinen besten Dank; es war noch lieb von Dir, dß du auch vorsichtsweise hieher schriebst. Meine TagesEintheilung ist nun eine Reihe von Variationen des Thema[s]: "Nichtsthun." Ich werde Dir einen kurzen Abriß meines bisherigen Treibens hier geben. // Am Mittwoch kam ich nach sehr bequemer Fahrt, bei welcher ich aber ausna[h]msweise wenig schlief, hier um ½ 9 Uhr an, wo mich Louise u Otto junior am Bahnhofe erwarteten; Vorm. ging ich noch zu den Eltern u zur Großmutter, dann mit dem Vater nach St Peter, speiste bei Louise u fuhr Nachm. mit dieser u den Kindern nach Hammerau, wo Otto Si[t]zung gehabt hatte Abends kam die Mutter hier an, welche wieder recht frisch ist u. sich ganz erholt hat. Am Sonnertag [!] Vorm. war ich mit Otto jun. im städtischen Museum, speiste bei der Großmutter zu Mittag; Nachm. machte ich einige Besuche (Tante Alois, Rudolf, Josef Spängler) u einen Spaziergang Abends war ich mit der Mutter u. Otto etc [?] bei Mama Duregger Freitags Früh, als ich eben aus dem Hause / gehen wollte, kamen Carele u Anna Payer<ref>Von "Payer" ist mehrmals die Rede, vgl. die Briefe vom 2. Oktober 1871, vom 19. und 21. Juli 1872, vom 18. Februar 1875, vom 6. Juli 1878, vom 7. Februar 1883 und vom 27. Februar 1883. Diese Personen kann ich nicht näher identifizieren. "Geneanet" weist [August 2025] mehrere Payer in Salzburg nach 1800 in den Kirchenbüchern nach, vor allem in St. Andrä, Mülln und in der Dompfarre, aber keine Person will zu den vorliegenden Angaben passen.</ref> mit denen ich dann bei strömenden Regen über den [[Mönchsberg]] (Bürgermeister Loch)<ref>[[Bürgermeisterloch]]</ref> zu einem pensioni[e]rten Rechnungsrath Richter (im KapitelXXhofe) ging, der eine sehr reiche Schmetterling sammlung hat. Payer Carele ist nämlich seit einigen Jahren Schmetterling XX, u. Anna seine treue Gehilfin Mittags speiste ich bei meiner Muter Nachm. war ich bei der Großmutter, die mir allerlei zu erzählen hatte, was sie dir ja ohnehin auch erzählen wird, u. der ich verschiedene Schriften durchsah u. aussuchte.''  
  

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