| − | Ein weiterer Briefkomplex stammt aus der Familie von [Nr. 18] Dr. jur. Franz Spängler, der Fanni Schlegel heiratet. Er ist in der Stadt Salzburg geboren, wird nach dem Studium in Graz und Wien Richter an verschiedenen Orten in und bei Wien, zuletzt in Krems an der Donau. Er wechselt unzählige Briefe mit seiner Verlobten und späteren Frau, manchmal mehrmals in der Woche. Mit der Mutter Antonia Spängler (* [[1803]]; † [[1882]]), geborene [[Lürzer von Zehendthal]], gibt es ebenfalls einen intensiven Briefwechsel, auch mit Zusätzen des Bruders [[Otto Spängler]] (* [[1841]]; † [[1919]]), [[Salzburger Sparkasse AG|Sparkassen]]-Direktor in der Stadt Salzburg und verheiratet mit Aloisia Duregger, der Tochter von [[Alois Johann Duregger]]. Die Familie Duregger, Antonia Spängler und Otto Spängler wohnen in den Stockwerken übereinander im Dureggerhaus ([[Antretterhaus]]) am [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] 4, nicht weit von der "Höllbräu", wo die Großmutter Fanny Kobler lebt. | + | Ein weiterer Briefkomplex stammt aus der Familie von [Nr. 18] Dr. jur. Franz Spängler, [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]], der Fanni Schlegel heiratet. Er ist in der Stadt Salzburg geboren, wird nach dem Studium in Graz und Wien Richter an verschiedenen Orten in und bei Wien, zuletzt in Krems an der Donau. Er wechselt unzählige Briefe mit seiner Verlobten und späteren Frau, manchmal mehrmals in der Woche. Mit der Mutter Antonia Spängler (* [[1803]]; † [[1882]]), geborene [[Lürzer von Zehendthal]], gibt es ebenfalls einen intensiven Briefwechsel, auch mit Zusätzen des Bruders [[Otto Spängler]] (* [[1841]]; † [[1919]]), [[Salzburger Sparkasse AG|Sparkassen]]-Direktor in der Stadt Salzburg und verheiratet mit Aloisia Duregger, der Tochter von [[Alois Johann Duregger]]. Die Familie Duregger, Antonia Spängler und Otto Spängler wohnen in den Stockwerken übereinander im Dureggerhaus ([[Antretterhaus]]) am [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] 4, nicht weit von der "Höllbräu", wo die Großmutter Fanny Kobler lebt. |
| | Der spätere Landgerichtsdirektor Spängler schreibt an [Nr. 19] Fanni Schlegel ([[1871]]) bzw. an seine Frau Fanni Spängler zwischen [[1882]] [und davor] bis [[1890]] häufig Karten und Briefe. Sie antwortet bzw. schreibt ihm, z. B. aus den Sommerferien mit den Kindern in Salzburg, in langen Briefen, die vieles widerspiegeln: Sorgen mit den Kindern, Nähe und (gesellschaftlich anerzogene) Ferne zum Ehegatten, aber auch höchst moderne Gleichberechtigung in der Entscheidung über Dinge des Alltags. Vieles ist Zeitkolorit, aber auch Individuelles, z. B. sind ihre Briefe nicht ohne Ironie, die er offenbar weniger versteht. Hier beziehen sich die Briefe vielfach lückenlos aufeinander. Viel ist von "Ordnung" die Rede, was auf Sicherheit und Übersichtlichkeit im täglichen Leben zielt. "Ordnung" sind die Regelung der Hochzeit, das Herrichten der Aussteuer, das Einrichten der Wohnung, aber auch zur Ruhe kommen nach außergewöhnlichen Ereignissen. Häufig wird die Gesundheit angesprochen, und getragen ist der sehr intensive Briefwechsel von einer starken Gott-Ergebenheit und einer Alltagsfrömmigkeit, die wohl nicht nur verbal ist (häufig liest man: "..., so Gott will,..."). | | Der spätere Landgerichtsdirektor Spängler schreibt an [Nr. 19] Fanni Schlegel ([[1871]]) bzw. an seine Frau Fanni Spängler zwischen [[1882]] [und davor] bis [[1890]] häufig Karten und Briefe. Sie antwortet bzw. schreibt ihm, z. B. aus den Sommerferien mit den Kindern in Salzburg, in langen Briefen, die vieles widerspiegeln: Sorgen mit den Kindern, Nähe und (gesellschaftlich anerzogene) Ferne zum Ehegatten, aber auch höchst moderne Gleichberechtigung in der Entscheidung über Dinge des Alltags. Vieles ist Zeitkolorit, aber auch Individuelles, z. B. sind ihre Briefe nicht ohne Ironie, die er offenbar weniger versteht. Hier beziehen sich die Briefe vielfach lückenlos aufeinander. Viel ist von "Ordnung" die Rede, was auf Sicherheit und Übersichtlichkeit im täglichen Leben zielt. "Ordnung" sind die Regelung der Hochzeit, das Herrichten der Aussteuer, das Einrichten der Wohnung, aber auch zur Ruhe kommen nach außergewöhnlichen Ereignissen. Häufig wird die Gesundheit angesprochen, und getragen ist der sehr intensive Briefwechsel von einer starken Gott-Ergebenheit und einer Alltagsfrömmigkeit, die wohl nicht nur verbal ist (häufig liest man: "..., so Gott will,..."). |