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==Herzogtum - Kronland==
 
==Herzogtum - Kronland==
„'''Kronland'''“ war ab [[1849]] die Bezeichnung für jedes der historischen Königreiche und Länder (Erzherzogtum, Herzogtümer, Grafschaften usw.), die das Kaisertum Österreich bildeten und denen die für Kronländer vorgesehene verfassungsrechtliche Eigenständigkeit zuerkannt war <ref>vgl. die „[http://www.reference-global.com/doi/abs/10.1515/9783598440533.1.69 oktroyierte Märzverfassung von 1849]"</ref>. Salzburg war daher auch 1849 bis 1918 Herzogtum. Vorher war der Ausdruck „Erbländer“ („der österreichischen Monarchie“ odgl.) gebräuchlich, da die Habsburger erbliche Herrscher der Königreiche usw. (im Gegensatz, bis 1806, zur durch Wahl erlangten Kaiserwürde) waren<ref>Quelle [[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]]</ref>.
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„'''Kronland'''“ war ab [[1849]] die Bezeichnung für jedes der historischen Königreiche und Länder (Erzherzogtum, Herzogtümer, Grafschaften usw.), die das Kaisertum Österreich bildeten und denen die für Kronländer vorgesehene verfassungsrechtliche Eigenständigkeit zuerkannt war<ref>vgl. die „[http://www.reference-global.com/doi/abs/10.1515/9783598440533.1.69 oktroyierte Märzverfassung von 1849]"</ref>. Salzburg war daher auch von 1849 bis 1918 Herzogtum. Vorher war der Ausdruck „Erbländer“ („der österreichischen Monarchie“ odgl.) gebräuchlich, da die Habsburger erbliche Herrscher der Königreiche usw. (im Gegensatz, bis [[1806]], zur durch Wahl erlangten Kaiserwürde) waren<ref>Quelle [[Benutzer:Karl Irresberger|Karl Irresberger]]</ref>.
    
==Übersicht Salzburg==
 
==Übersicht Salzburg==
Salzburg, das bis [[1803]] unter der Herrschaft seiner [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] gestanden war, wurde 1803 [[Säkularisation|säkularisiert]] (also von einem geistlichen in ein weltliches Fürstentum umgewandelt) und zusammen mit den ebenfalls säkularisierten Fürstentümern [[Berchtesgadener Land|Berchtesgaden]] (vorher [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]]), Passau und Eichstätt (vorher Fürstbistümer) unter die Herrschaft des vormaligen Großherzogs von Toskana, nunmehrigen [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III. von Toskana]] gestellt. Dessen Bruder, der römisch-deutsche [[Kaiser Franz II./I.]], erhob das Fürstentum Salzburg kurz darauf zum Herzogtum.
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Salzburg, das bis [[1803]] unter der Herrschaft seiner [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischöfe]] gestanden war, wurde 1803 [[Säkularisation|säkularisiert]] (also von einem geistlichen in ein weltliches Fürstentum umgewandelt) und zusammen mit den ebenfalls säkularisierten Fürstentümern [[Berchtesgadener Land|Berchtesgaden]] (vorher [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]]), (einem Teil von) [[Passau]] und Eichstätt (vorher Fürstbistümer) unter die Herrschaft des vormaligen Großherzogs von Toskana, nunmehrigen [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürsten]] [[Ferdinand III. von Toskana]] gestellt. Dessen Bruder, der römisch-deutsche [[Kaiser Franz II./I.]], erhob das Fürstentum Salzburg kurz darauf zum Herzogtum.
    
[[1805]]/[[1806|06]] (Friede von Pressburg) kam das Herzogtum Salzburg mit dem [[Berchtesgadener Land|Fürstentum Berchtesgaden]] zum Kaisertum Österreich.  
 
[[1805]]/[[1806|06]] (Friede von Pressburg) kam das Herzogtum Salzburg mit dem [[Berchtesgadener Land|Fürstentum Berchtesgaden]] zum Kaisertum Österreich.  
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Durch den Wiener Frieden von [[1809]] kam Salzburg für ein paar Monate an Frankreich, das es [[1810]] an Bayern abtrat.  
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Durch den Wiener Frieden von [[1809]] kam Salzburg für ein paar Monate an [[Frankreich]], das es [[1810]] an [[Bayern]] abtrat.  
    
Nach dem Wiener Kongress kam Salzburg [[1816]] endgültig zu Österreich, allerdings ohne die Gebiete am linken [[Salzach]]ufer im [[Flachgau]], den [[Rupertiwinkl]], der wie auch [[Berchtesgaden]] bei Bayern blieb.  
 
Nach dem Wiener Kongress kam Salzburg [[1816]] endgültig zu Österreich, allerdings ohne die Gebiete am linken [[Salzach]]ufer im [[Flachgau]], den [[Rupertiwinkl]], der wie auch [[Berchtesgaden]] bei Bayern blieb.  
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==1803 bis 1806 (Kurfürstentum)==
 
==1803 bis 1806 (Kurfürstentum)==
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Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu Anfang des [[19. Jahrhundert]]s zu einem Spielball der europäischen Politik.  
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Nach Jahrhunderten einer geistlichen Herrschaft wurde Salzburg zu Anfang des [[19. Jahrhundert]]s zu einem Spielball der europäischen Politik.  
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Im Friedensvertrag von Lunéville (Frankreich, 1801) wurde ua. festgelegt, dass (zur Entschädigung von Fürsten, die Gebiete an Frankreich abtreten mussten) bisher unter geistlicher Herrschaft stehenden Territorien des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ unter weltliche Herrschaft gestellt werden sollten.  
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Im Friedensvertrag von Lunéville (Frankreich, 1801) wurde ua. festgelegt, dass (zur Entschädigung von Fürsten, die Gebiete an Frankreich abtreten mussten) bisher unter geistlicher Herrschaft stehenden Territorien des „[[Reich#Heiliges_R.C3.B6misches_Reich|Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation]]“ unter weltliche Herrschaft gestellt werden sollten.  
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Schön im zwischen Frankreich und Kaiser Franz II./I. geschlossenen Pariser Vertrag vom [[26. Dezember]] [[1802]] war vereinbart worden, dass Großherzog Ferdinand III. von Toskana, Bruder des Kaisers, als Entschädigung für den Verlust der Toskana auch den Großteil des Bistums Eichstätt erhalten sollte.
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Schon im zwischen Frankreich und Kaiser Franz II./I. geschlossenen Pariser Vertrag vom [[26. Dezember]] [[1802]] war vereinbart worden, dass [[Ferdinand III. von Toskana|Großherzog Ferdinand III. von Toskana]], Bruder des Kaisers, als Entschädigung für den Verlust der Toskana auch den Großteil des Bistums Eichstätt erhalten sollte.
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Die Durchführung der Verträge von Lunéville und Paris erfolgte im „Reichsdeputationshauptschluss“ von 1803. Dabei wurde das Herzogtum Salzburg – das jedoch die Exklave [[Mühldorf am Inn]] verlor – mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden Ferdinand III. von Toskana zugleich mit der Kurfürstenwürde zugesprochen.  
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Die Durchführung der Verträge von Lunéville und Paris erfolgte im „Reichsdeputationshauptschluss“ von 1803. Dabei wurde das Herzogtum Salzburg – das jedoch die Exklave [[Mühldorf am Inn]] verlor – mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden Ferdinand III. von Toskana zugleich mit der Kurfürstenwürde zugesprochen.  
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Am [[11. Februar]] [[1803]] dankte Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] als Landesfürst ab, vier Tage später trat Kurfürst Ferdinand III. von Toskana die Herrschaft in Salzburg an.
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Am [[11. Februar]] [[1803]] dankte Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] als Landesfürst ab, vier Tage später trat der nunmehrige Kurfürst Ferdinand die Herrschaft in Salzburg an.
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Im Juli 1803 erhob Kaiser Franz II. das Fürstentum Salzburg zum Herzogtum<ref>“Kurfürst“ war eine reichsrechtliche Funktion, die zu dem Herrschertitel „König“, Herzog“ usw. hinzutrat und protokollarisch zwischen König und Herzog stand; sie ersetzte die Einordnung des Territoriums als Königreich, Herzogtum, Fürstentum usw. nicht.</ref>.  
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Im Juli 1803 erhob Kaiser Franz II. das Fürstentum Salzburg zum Herzogtum<ref>„Kurfürst“ war eine reichsrechtliche Funktion, die zu dem Herrschertitel „König“, Herzog“ usw. hinzutrat und protokollarisch zwischen König und Herzog stand; sie ersetzte die Einordnung des Territoriums als Königreich, Herzogtum, Fürstentum usw. nicht.</ref>.  
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Die Regierungszeit des Kurfürsten begann viel versprechend und war z. B. mit der Errichtung einer [[Medizinische Fakultät der Universität Salzburg|medizinischen Fakultät]] in Salzburg verbunden. Doch schon nach 2½ Jahren fiel Salzburg an Österreich (als kleine Entschädigung für die Gebietsverluste, die Österreich nach der verlorenen Schlacht von Austerlitz, Mähren, heute Tschechien, hinnehmen musste). Kurfürst Ferdinand III. von Toskana wurde dafür mit dem Großherzogtum Würzburg entschädigt, das er allerdings ebenfalls nur wenige Jahre regieren durfte.  
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Die Regierungszeit des Kurfürsten begann vielversprechend und war z. B. mit der Errichtung einer [[Medizinische Fakultät der Universität Salzburg|medizinischen Fakultät]] in Salzburg verbunden. Doch schon nach 2½ Jahren fiel Salzburg an Österreich (als kleine Entschädigung für die Gebietsverluste, die Österreich nach der verlorenen Schlacht von Austerlitz<ref>„Dreikaiserschlacht“; in [[Tschechien#Mähren|Mähren]], 1805.</ref>, hinnehmen musste). Kurfürst Ferdinand wurde dafür mit dem Großherzogtum Würzburg entschädigt, das er allerdings ebenfalls nur wenige Jahre regieren durfte.  
    
==1806 bis 1809 (österreichische Herrschaft)==
 
==1806 bis 1809 (österreichische Herrschaft)==
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Kaiser Franz II./I. – zu jener Zeit erst römisch-deutscher Kaiser (Franz II. bis 1806) und dann Kaiser von Österreich (Franz I. ab 1806)) – nahm das Herzogtum Salzburg und das Fürstentum Berchtesgaden durch Patent vom [[12. Februar]] [[1806]] feierlich in Besitz.
 
Kaiser Franz II./I. – zu jener Zeit erst römisch-deutscher Kaiser (Franz II. bis 1806) und dann Kaiser von Österreich (Franz I. ab 1806)) – nahm das Herzogtum Salzburg und das Fürstentum Berchtesgaden durch Patent vom [[12. Februar]] [[1806]] feierlich in Besitz.
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Für Salzburg und Berchtesgaden wurde [[1807]] eine eigene (gemeinsame) Landesregierung (mit Sitz in Salzburg) aufgestellt und ihr ein mit den übrigen österreichischen Länderstellen gleicher Wirkungskreis eingeräumt <ref>Kaiserliches Patent vom 28. August 1807, PGS 7676).</ref>. Sie unterstand der vereinigten Hofkanzlei in Wien. Das in Justizsachen für Salzburg zuständige Appellationsgericht hatte seinen Sitz ebenfalls in Wien.
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Für Salzburg und Berchtesgaden wurde [[1807]] eine eigene (gemeinsame) Landesregierung (mit Sitz in Salzburg) aufgestellt und dieser ein mit den übrigen österreichischen Länderstellen gleicher Wirkungskreis eingeräumt<ref>Kaiserliches Patent vom 28. August 1807, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=pgs&datum=1807&page=368&size=45 PGS 7676.]</ref>. Sie unterstand der vereinigten Hofkanzlei in Wien. Das in Justizsachen für Salzburg zuständige Appellationsgericht hatte seinen Sitz ebenfalls in Wien.
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Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes.  
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Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten [[Napoleon]]s, sicherte damals den Fortbestand des Landes.  
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Zu den bemerkenswerteren Regierungsmaßnahmen dieser wiederum kurzen Epoche gehörte die Einführung eines Ehegesetzes für Salzburg und Berchtesgaden. <ref>Kaiserliches Patent vom 13. April 1808, PGS 7994)</ref>
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Zu den bemerkenswerteren Regierungsmaßnahmen dieser wiederum kurzen Epoche gehörte die Einführung eines Ehegesetzes für Salzburg und Berchtesgaden.<ref>Kaiserliches Patent vom 13. April 1808, [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=pgs&datum=1808&size=45&page=191 PGS 7994.]</ref>
    
==1809 bis 1810 (französische Herrschaft)==
 
==1809 bis 1810 (französische Herrschaft)==
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Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
 
Nach dem Scheitern des Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.
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Durch den [[1809]] geschlossenen ''Frieden von Schönbrunn'' (Wien) wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer Generallandesadministration. Frankreich trat Salzburg [[1810]] (ohne [[Matrei in Osttirol|Matrei]]) an Bayern ab.
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Durch den [[1809]] geschlossenen ''Frieden von Schönbrunn'' (Wien) wurde Salzburg für ein paar Monate französische Provinz und stand unter der Leitung einer [[General-Landesadministration]]. Frankreich trat Salzburg [[1810]] (ohne [[Matrei in Osttirol|Matrei]]) an Bayern ab.
    
==1810 bis 1816 (Zugehörigkeit zu Bayern)==
 
==1810 bis 1816 (Zugehörigkeit zu Bayern)==
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Die Machtergreifung durch den bayerischen König Max I. Joseph wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig, der spätere König [[Ludwig I. von Bayern]], residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde.  
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Die Besitzergreifung durch den bayerischen König [[Wittelsbacher|Max I. Joseph]] wurde 1810 in Salzburg freudig begrüßt. Kronprinz Ludwig, der spätere König [[Ludwig I. von Bayern]], residierte als Generalgouverneur des Inn- und [[Salzachkreis]]es im [[Schloss Mirabell]], wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde.  
    
Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und [[1810]] zur Aufhebung der [[Universität Salzburg|Universität]] führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe.  
 
Die zentralistischen Reformen des Grafen Montgelas, die auch in Salzburg rücksichtslos durchgezogen wurden und [[1810]] zur Aufhebung der [[Universität Salzburg|Universität]] führten, stießen jedoch auf wenig Gegenliebe.  
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Nach bayrischem Staatsrecht gab es kein Herzogtum Salzburg mehr, das Landesgebiet bildete einen der – nach Flüssen benannten – Kreise des Königreiches, den Salzachkreis.  
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Nach bayrischem Staatsrecht gab es kein Herzogtum Salzburg mehr, das Landesgebiet gehörte zu einem der – nach Flüssen benannten – Kreise des Königreiches, dem Salzachkreis.  
    
=====Kunstraub in Salzburg=====
 
=====Kunstraub in Salzburg=====
Nach den Franzosen und Ferdinand III. von Toskana verschleppten die Bayern und zuletzt die Wiener Zentralmacht Salzburger Wertgegenstände.  
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Nach den Franzosen und dem scheidenden Kurfürsten Ferdinand verschleppten die Bayern und zuletzt die Wiener Zentralmacht Salzburger Wertgegenstände.  
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Als sich nach dem Vertrag von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.  
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Als sich nach dem Vertrag von [[Ried im Innkreis|Ried]] ([[1813]]), in dem das bisher mit Napoleon verbündete Bayern die Seite wechselte, der Verlust Salzburgs abzeichnete, trachtete die bayrische Regierung noch rasch so viel wie möglich aus dem Land heraus zu pressen.  
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Nachdem schon Kurfürst Ferdinand III. von Toskana, die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauerei in Kaltenhausen]] und die [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersberg]], teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der Wittelsbacher übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.
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Nachdem schon Kurfürst Ferdinand, die Franzosen und die Österreicher Kunstgegenstände, Bibliotheken und Archivalien aus Salzburg verschleppt hatten, führten die Bayern weitere Bestände fort. Öffentliche Gebäude wurden verkauft und wertvolle Liegenschaften wie die [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauerei in Kaltenhausen]] und die [[Marmor]]steinbrüche am [[Untersberg]], teilweise durch vordatierte Urkunden, in den Besitz der [[Wittelsbacher]] übertragen. Die Epoche der bayerischen Herrschaft hinterließ deshalb trotz ihres hoffnungsvollen Beginns in Salzburg einen teilweise bitteren Nachgeschmack.
    
==1816 bis 1848 (Der Salzachkreis als 5. Kreis von Österreich ob der Enns) ==
 
==1816 bis 1848 (Der Salzachkreis als 5. Kreis von Österreich ob der Enns) ==
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Im Vertrag von Ried (1813) war die Grenzziehung zwischen Bayern und Österreich nur vage geregelt worden, nach massivem österreichischem Druck musste sich Bayern zum Vertrag von München ([[1816]]) bequemen.  
 
Im Vertrag von Ried (1813) war die Grenzziehung zwischen Bayern und Österreich nur vage geregelt worden, nach massivem österreichischem Druck musste sich Bayern zum Vertrag von München ([[1816]]) bequemen.  
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Am [[1. Mai]] 1816 kam Salzburg (mit einigen anderen Gebieten) daher endgültig zu Österreich. Bayern behielt das wirtschaftlich wertvolle Gebiet des [[Rupertiwinkel]]s am linken Ufer der Salzach [[Benutzer:Scriptor|Scriptor]] 19:31, 7. Jul. 2012 (CEST)und ebenfalls das nur kurz zu Salzburg gehörige [[Berchtesgadener Land]].
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Am [[1. Mai]] 1816 kam Salzburg (mit einigen anderen Gebieten) daher endgültig zu Österreich. Bayern behielt das wirtschaftlich wertvolle Gebiet des [[Rupertiwinkel]]s am linken Ufer der Salzach<!--[[Benutzer:Scriptor|Scriptor19:31, 7. Jul. 2012 (CEST)--> und ebenfalls das nur kurz zu Salzburg gehörige [[Berchtesgadener Land]].
    
Aus der Sicht der damaligen österreichischen Staatsdoktrin war dies im Wesentlichen die Wiederherstellung eines früheren (mit höherer Legitimität versehenen) Zustandes, sodass schon im Vertrag von München die Gebietsabtretung als „Rückgabe“ des 1809 abgetretenen Herzogtums Salzburg bezeichnet wurde.  
 
Aus der Sicht der damaligen österreichischen Staatsdoktrin war dies im Wesentlichen die Wiederherstellung eines früheren (mit höherer Legitimität versehenen) Zustandes, sodass schon im Vertrag von München die Gebietsabtretung als „Rückgabe“ des 1809 abgetretenen Herzogtums Salzburg bezeichnet wurde.  
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Allerdings wurden sogleich das [[Zillertal]] und das Brixental (Gericht [[Itter]] mit dem Markt Hopfgarten), die bisher zu Salzburg  gehört hatten, dem Land Tirol zugeschlagen. Damit war der Gebietsstand erreicht, der bis heute (von kleinen Grenzbereinigungen im Gefolge von Flussregulierungen udgl.) unverändert geblieben ist.
 
Allerdings wurden sogleich das [[Zillertal]] und das Brixental (Gericht [[Itter]] mit dem Markt Hopfgarten), die bisher zu Salzburg  gehört hatten, dem Land Tirol zugeschlagen. Damit war der Gebietsstand erreicht, der bis heute (von kleinen Grenzbereinigungen im Gefolge von Flussregulierungen udgl.) unverändert geblieben ist.
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Das Land wurde als fünfter Kreis von ''Österreich ob der Enns'' (Oberösterreich) und der Landesregierung in Linz unterstellt. Nur dem Namen nach führte dieser Salzachkreis auch den Titel eines Herzogtums Salzburg weiter. Alle Bitten der Bürgerschaft um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg "zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken" sei. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis.
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Das Land wurde als fünfter Kreis von ''Österreich ob der Enns'' (Oberösterreich) und der Landesregierung in Linz unterstellt. Nur dem Namen nach führte dieser Salzachkreis auch den Titel eines Herzogtums Salzburg weiter. Alle Bitten der Bürgerschaft um Gewährung einer eigenen Landesregierung, um die Residenz eines kaiserlichen Prinzen in Salzburg und um Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] verhallten ungehört, ebenso die Klagen, dass Salzburg ''"zu einem Betteldorf mit leeren Palästen herabgesunken"'' sei. Die zentralistische Verwaltung des riesigen Kaiserstaates hatte für ein kleines Gebiet wie Salzburg kein Verständnis.
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Aufgeschlossener war der Kaiser gegenüber dem Wunsch nach Wiedererrichtung der [[Salzburger Landstände]], zumal die Deutsche Bundesakte die Einführung landständischer Verfassungen in allen Bundesstaaten (der Kaiser von Österreich gehörte dem Deutschen Bund mit allen seinen vormals zum ''Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation'' zählenden Besitzungen an) vorsah. Dies wurde aber von der Landesregierung von Österreich ob der Enns hintertrieben. Die Entscheidung, ob Salzburg eigene Landstände erhalten oder ob Vertreter Salzburgs in die Landstände Österreichs ob der Enns aufgenommen – und Salzburg damit seine verfassungsrechtliche Eigenständigkeit verlieren – sollte, blieb bis 1848 in Schwebe.
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Aufgeschlossener war der Kaiser gegenüber dem Wunsch nach Wiedererrichtung der [[Salzburger Landstände]], zumal die Deutsche Bundesakte die Einführung landständischer Verfassungen in allen Bundesstaaten (der Kaiser von Österreich gehörte dem Deutschen Bund mit allen seinen vormals zum ''Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation'' zählenden Besitzungen an) vorsah. Dies wurde aber von der Landesregierung von Österreich ob der Enns hintertrieben. Die Entscheidung, ob Salzburg eigene [[Salzburger Landstände|Landstände]] erhalten oder ob Vertreter Salzburgs in die Landstände Österreichs ob der Enns aufgenommen – und Salzburg damit seine verfassungsrechtliche Eigenständigkeit verlieren – sollte, blieb bis 1848 in Schwebe.
    
===Salzburg als Betteldorf===
 
===Salzburg als Betteldorf===
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Mit dem Verlust der Residenzfunktion wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 auf weniger als 12.000 Bewohner zurück. Lustschlösser und Paläste verödeten.
 
Mit dem Verlust der Residenzfunktion wanderten die Hofbediensteten und Beamten ab, die Bevölkerung der Stadt ging von 16.000 auf weniger als 12.000 Bewohner zurück. Lustschlösser und Paläste verödeten.
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Nach Missernten in den Jahren [[1814]] bis 1816 forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. [[1818]] legte ein [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche.
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Nach Missernten in den Jahren [[1814]] bis 1816<ref>Vgl. den [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer Jahr ohne Sommer.]</ref>forderte eine große Hungersnot zahlreiche Todesopfer unter der Bevölkerung. [[1818]] legte ein [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] den Stadtteil am rechten Salzachufer samt dem Schloss Mirabell in Schutt und Asche.
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Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz ([[1816]] - [[1848]]) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. "''Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten''" schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg [[1825]].
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Die Armut der Bevölkerung nahm zu und die intensive polizeiliche Überwachung und Bespitzelung in der Zeit des Vormärz ([[1815]] - [[1848]]) unterdrückte alle politischen Regungen. Das Bürgertum zog sich ins biedermeierliche Privatleben zurück und die Bevölkerung in Stadt und Land versank in tiefe Apathie und Hoffnungslosigkeit. "''Auf den Straßen und Plätzen der Stadt, deren es viele und schöne gibt, wächst Gras, so wenig werden sie betreten''", schrieb [[Franz Schubert]] anlässlich seines Besuchs in Salzburg [[1825]].
    
===Salzburg kämpft sich zurück===
 
===Salzburg kämpft sich zurück===
Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Alois Fischer|Dr. Alois Fischer]], der später Landespräsidenten von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr [[1848]] führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – [[1860]]/[[1861|61]] eigene Landesbehörden und Landstände.
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Erst die Aktivitäten des aus Tirol stammenden Advokaten [[Alois Fischer|Dr. Alois Fischer]], der später Landespräsident von Oberösterreich wurde, und das Revolutionsjahr [[1848]] führten zu einem Umschwung. Salzburg wurde zu einem Kronland der Monarchie und erhielt – verzögert durch die Ära des Neoabsolutismus – [[1860]]/[[1861|61]] eigene Landesbehörden und Landstände.
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Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in Linz hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!
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Übergeordnete Behörden wie die Bundesbahndirektion, das Oberlandesgericht und die Post- und Telegraphendirektion für Salzburg, die ihren Sitz in [[Linz]] hatten bzw. noch haben, erinnerten lange an die Zeit als fünfter Kreis von Oberösterreich, die von den Salzburgern als tiefe Erniedrigung empfunden wurde. Der Weg nach Österreich war steinig und entbehrungsreich!
    
==1848 bis 1918 (Salzburg als selbstständiges Kronland)==
 
==1848 bis 1918 (Salzburg als selbstständiges Kronland)==
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Mit [[1. Jänner]] [[1850]] trat die neue ''Organisation der politischen Verwaltungsbehörden im Kronlande Salzburg in Kraft''. An die Spitze der neuen politische Landesbehörde berief der Kaiser als Statthalter [[Friedrich Graf Herberstein]]. Dem Statthalter waren drei Bezirkshauptmannschaften untergeordnet.
 
Mit [[1. Jänner]] [[1850]] trat die neue ''Organisation der politischen Verwaltungsbehörden im Kronlande Salzburg in Kraft''. An die Spitze der neuen politische Landesbehörde berief der Kaiser als Statthalter [[Friedrich Graf Herberstein]]. Dem Statthalter waren drei Bezirkshauptmannschaften untergeordnet.
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Eine eigentliche Landesautonomie mit einem – ständisch zusammengesetzten – Landtag, der an der monarchischen Gesetzgebung teil hatte, und einer gewählten Landesregierung entwickelte sich erst ab 1860.
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Eine eigentliche Landesautonomie mit einem – ständisch zusammengesetzten – Landtag, der an der monarchischen Gesetzgebung teil hatte, und einer gewählten Landesregierung entwickelte sich erst ab 1860.
    
===Gesellschaft und Politik===
 
===Gesellschaft und Politik===
Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck.  
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Das bürgerliche Selbstbewusstsein kam in großen Festen und in zahlreichen Vereinsgründungen, darunter der der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1880]]) zum Ausdruck.  
    
Seit [[1870]] formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des [[19. Jahrhundert]]s zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.
 
Seit [[1870]] formierten sich die politischen Parteien, unter denen die Konservativen und die Liberalen dominierten. Der Liberalismus alter Prägung wurde jedoch am Ende des [[19. Jahrhundert]]s zunehmend von einem radikalen Deutschnationalismus und Antisemitismus abgelöst.
    
===Der Wirtschaftsaufschwung der Stadt Salzburg===
 
===Der Wirtschaftsaufschwung der Stadt Salzburg===
Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als Kaiser Franz Joseph I. im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Der Eisenbahnunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der "[[Neustadt]]" am rechten Salzachufer in Angriff.  Mit der [[Elisabeth-Vorstadt]] und [[Riedenburg]] entstanden bevölkerungsstarke neue Stadtteile. Auch die damaligen Umgebungsgemeinden [[Gnigl]]-[[Itzling]] und [[Maxglan]] wuchsen sehr stark an.
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Die Eröffnung der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] im Jahr [[1860]], die Salzburg mit Wien und München verband, führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Als Kaiser [[Franz Joseph I.]] im selben Jahr Salzburg als Festung aufließ und die Bastionen, die bis dahin die Stadt wie ein Korsett eingeschnürt hatten, der Bürgerschaft schenkte, setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Der Eisenbahnunternehmer [[Karl Freiherr von Schwarz]] führte die Regulierung der Salzach durch und nahm den Bau der "[[Neustadt]]" am rechten Salzachufer in Angriff.  Mit der [[Elisabeth-Vorstadt]] und [[Riedenburg]] entstanden bevölkerungsstarke neue Stadtteile. Auch die damaligen Umgebungsgemeinden [[Gnigl]]-[[Itzling]] und [[Maxglan]] wuchsen sehr stark an.
    
==Fußnoten==
 
==Fußnoten==
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [[Geschichte des Landes, Teil 2]]
 
* [[Geschichte des Landes, Teil 2]]
* Peter Putzer: Salzburgs rechtliche Stellung im Staatsverband der Habsburgermonarchie, in: [[Heinz Dopsch]], Hans Spatzenegger (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'' [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. Band II/2, S 1023 bis 1055, insb. 1023 ff, 1030–1039  
+
* [[Peter Putzer]]: Salzburgs rechtliche Stellung im Staatsverband der Habsburgermonarchie, in: [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'' [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. Band II/2, S 1023 bis 1055, insb. 1023 ff, 1030–1039  
 
* [http://deutsche-schutzgebiete.de/kuk_salzburg.htm Deutsche Schutzgebiete ]
 
* [http://deutsche-schutzgebiete.de/kuk_salzburg.htm Deutsche Schutzgebiete ]
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==
   −
* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k95781s.zoom.f442.pagination Vertrag von Paris (über die Entschädigung Großherzog Ferdinands insbesondere mit Eichstätt) (französisch)]
+
* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k95781s.zoom.f442.pagination Vertrag von Paris (über die Entschädigung Großherzog Ferdinands insbesondere mit Eichstätt) (französisch)]
* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k95781s.zoom.f626.pagination Vertrag von Lunéville (französisch)]
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* [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k95781s.zoom.f626.pagination Vertrag von Lunéville (französisch)]
 
* [http://www.heraldica.org/topics/france/napoltexts.htm#pressburg Vertrag von Preßburg (französisch)]
 
* [http://www.heraldica.org/topics/france/napoltexts.htm#pressburg Vertrag von Preßburg (französisch)]
 
* [http://fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9_de_Vienne_(1815) Wiener Kongressakte (französisch)]
 
* [http://fr.wikisource.org/wiki/Trait%C3%A9_de_Vienne_(1815) Wiener Kongressakte (französisch)]

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