Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 521: Zeile 521:  
Brief von Fanni Schlegel (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18):<br />
 
Brief von Fanni Schlegel (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18):<br />
   −
''Herrn Doctor Franz Spängler kk. Gerichtsadjunkt in Mödling bei Wien. [LXXXI erh. 22/3 beantw 23/3]: Salzburg 20. März 1872. ¾ 8 Abends. – Mein lieber Franz! Ich danke dir für deine lieben Briefe dießmal gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Dingen zu verzeichnen, die alle auf das eine, wichtige Ziel hindeuten. Erstens haben Großmutter und ich noch am Sonntag die Eheringe bestellt. Mit dem Gravi[e]ren wird noch gewartet, bis wir mit voller Sicherheit den Tag unserer Vereinigung sagen können. Denn ich traue mir [mich] wirklich noch nicht, den 8ten April als ganz bestimmt zu betrachten. Ich hoffe aber zu Gott, daß nichts dazwischen kommen wird.''
+
''Herrn Doctor Franz Spängler kk. Gerichtsadjunkt in Mödling bei Wien. [LXXXI erh. 22/3 beantw 23/3]: Salzburg 20. März 1872. ¾ 8 Abends. – Mein lieber Franz! Ich danke dir für deine lieben Briefe dießmal gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Dingen zu verzeichnen, die alle auf das eine, wichtige Ziel hindeuten. Erstens haben Großmutter und ich noch am Sonntag die Eheringe bestellt. Mit dem Gravi[e]ren wird noch gewartet, bis wir mit voller Sicherheit den Tag unserer Vereinigung sagen können. Denn ich traue mir'' [mich, Anm.] ''wirklich noch nicht, den 8ten April als ganz bestimmt zu betrachten. Ich hoffe aber zu Gott, daß nichts dazwischen kommen wird.''
    
''Am Montag waren Großmutter und ich beim Pfarrer, ich legte ihm unsere Taufscheine und die Volljährigkeits-Erklärung vor und er versprach die Verkündigung am Ostersonntag, Ostermontag und w[W]eißen Sonntag vorzunehmen. Er trug mir nur auf, dir zu sagen, du möchtest den Hrn: Pfarrer in Mödling fragen, ob er von Seite[n] der Dompfarre einen Bericht über unser Verkünden erwartet, in welchem Falle der Domherr Eihinger ihm denselben übermitteln würde, oder ob er diese Form für unnotwendig erachtet. – Ferners hat sich Großmutter mit Hrn: Seefeldner besprochen bezüglich der Versorgung[s]kasse, und die Statuten ihm vorgelegt. Dr: Seefeldner'' [Name jetzt lateinisch geschrieben, Anm.] ''ist nicht für den Verein eingenom[m]en, er sagt er hat ein Beispiel erlebt, wo wegen größerer Sterblichkeit die anfangs versprochene Jahresrente per 600 fl:<ref>[[Gulden]]</ref> auf 400 fl: herabgese[t]zt und schließlich auch noch von diesen 400 fl. [!] abgezogen wurde. So meint also Großmutter du solltest in dieser Richtung nichts unternehmen, sondern wir sollten lieber suchen, selbst etwas zu ersparen. Soll ich dir das Büchlein mit den Statuten schicken oder sollen wir dasselbe aufheben bis du kommst?  
 
''Am Montag waren Großmutter und ich beim Pfarrer, ich legte ihm unsere Taufscheine und die Volljährigkeits-Erklärung vor und er versprach die Verkündigung am Ostersonntag, Ostermontag und w[W]eißen Sonntag vorzunehmen. Er trug mir nur auf, dir zu sagen, du möchtest den Hrn: Pfarrer in Mödling fragen, ob er von Seite[n] der Dompfarre einen Bericht über unser Verkünden erwartet, in welchem Falle der Domherr Eihinger ihm denselben übermitteln würde, oder ob er diese Form für unnotwendig erachtet. – Ferners hat sich Großmutter mit Hrn: Seefeldner besprochen bezüglich der Versorgung[s]kasse, und die Statuten ihm vorgelegt. Dr: Seefeldner'' [Name jetzt lateinisch geschrieben, Anm.] ''ist nicht für den Verein eingenom[m]en, er sagt er hat ein Beispiel erlebt, wo wegen größerer Sterblichkeit die anfangs versprochene Jahresrente per 600 fl:<ref>[[Gulden]]</ref> auf 400 fl: herabgese[t]zt und schließlich auch noch von diesen 400 fl. [!] abgezogen wurde. So meint also Großmutter du solltest in dieser Richtung nichts unternehmen, sondern wir sollten lieber suchen, selbst etwas zu ersparen. Soll ich dir das Büchlein mit den Statuten schicken oder sollen wir dasselbe aufheben bis du kommst?  
Zeile 531: Zeile 531:  
"Volljährigkeitserklärung": Fanni Schlegel ist am 1. Juni 1848 in Salzburg geboren, ist also fast 24 Jahre alt. Mit der Erklärung [siehe frühere Briefe] ist sie aber auch finanziell eigenverantwortlich (juristische Mündigkeitserklärung).
 
"Volljährigkeitserklärung": Fanni Schlegel ist am 1. Juni 1848 in Salzburg geboren, ist also fast 24 Jahre alt. Mit der Erklärung [siehe frühere Briefe] ist sie aber auch finanziell eigenverantwortlich (juristische Mündigkeitserklärung).
 
<hr>
 
<hr>
 +
 
==== Brief vom 24. und 25. März 1872 von Fanni Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler in Mödling ====
 
==== Brief vom 24. und 25. März 1872 von Fanni Schlegel an Franz II. Xaver Gregor Spängler in Mödling ====
 
Brief von Fanni Schlegel (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18):<br />
 
Brief von Fanni Schlegel (Nr. 19) an Franz Spängler (Nr. 18):<br />

Navigationsmenü