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Die Gruppe der Fersentaler und der Luserner wurde mangels vorhandener Siedlungsgebiete erst [[1942]] umgesiedelt. Nach einem mehrmonatigen Lageraufenthalt in [[Hallein]] gelangten sie auf die versprochenen Höfe im Budweiser Becken in Süd[[Tschechien#Böhmen|böhmen]]. Von dort mussten sie [[1945]] wieder fliehen.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 13.</ref>
 
Die Gruppe der Fersentaler und der Luserner wurde mangels vorhandener Siedlungsgebiete erst [[1942]] umgesiedelt. Nach einem mehrmonatigen Lageraufenthalt in [[Hallein]] gelangten sie auf die versprochenen Höfe im Budweiser Becken in Süd[[Tschechien#Böhmen|böhmen]]. Von dort mussten sie [[1945]] wieder fliehen.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 13.</ref>
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Von den ausgewanderten Optanten wurden die wehrfähigen Männer gleich zum Militär eingezogen; 8000 fielen als deutsche Soldaten im Krieg, etliche Tausend kehrten ab 1943 und in der [[Nachkriegszeit]] nach Südtirol zurück, rund 50.000 blieben in der zur neuen Heimat gewordenen Fremde.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 15, 17, 19.</ref>
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Von den ausgewanderten Optanten wurden die wehrfähigen Männer gleich zum Militär eingezogen; 8000 fielen als deutsche Soldaten im Krieg, etliche Tausend kehrten ab [[1943]] und in der [[Nachkriegszeit]] nach Südtirol zurück, rund 50&nbsp;000 blieben in der zur neuen Heimat gewordenen Fremde.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 15, 17, 19.</ref>
    
Das Verhältnis der Zuwanderer zur eingesessenen Bevölkerung war nicht friktionsfrei. Zur Baulandbeschaffung für die Siedlungen wurden viele Grundstücke enteignet, was sich wiederum auf die Stimmung gegenüber den neuen Bewohnern negativ auswirkte.<ref name="LM"/>
 
Das Verhältnis der Zuwanderer zur eingesessenen Bevölkerung war nicht friktionsfrei. Zur Baulandbeschaffung für die Siedlungen wurden viele Grundstücke enteignet, was sich wiederum auf die Stimmung gegenüber den neuen Bewohnern negativ auswirkte.<ref name="LM"/>
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Bei Kriegsende saßen die Südtiroler Auswanderer zwischen allen Stühlen: Italien verwehrte ihnen die Rückkehr, da sie ja keine italienischen Staatsbürger mehr waren. Die Reichsbürgerschaft gab es nicht mehr. Die wiedererstandene Republik Österreich kehrte zu ihrem Staatsbürgerschaftsrecht von 1938 zurück, nach dem die Südtiroler Ausländer waren. Somit waren die Auswanderer staatenlos und nirgends willkommen. Als Übergangslösung wurden sie in Lagern untergebracht. Erst mit der Zeit löste sich das Problem, indem Italien eine größere Anzahl von Rückkehrwilligen wieder aufnahm, andere Auswanderer den Verbleib in Österreich vorzogen und der österreichische Staat in den Jahren 1950 und 1954 die Hürden für den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft beseitigte.
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Bei Kriegsende saßen die Südtiroler Auswanderer zwischen allen Stühlen: [[Italien]] verwehrte ihnen die Rückkehr, da sie ja keine italienischen Staatsbürger mehr waren. Die Reichsbürgerschaft gab es nicht mehr. Die wiedererstandene Republik Österreich kehrte zu ihrem Staatsbürgerschaftsrecht von 1938 zurück, nach dem die Südtiroler Ausländer waren. Somit waren die Auswanderer staatenlos und nirgends willkommen. Als Übergangslösung wurden sie teilweise in Lagern untergebracht. Erst mit der Zeit löste sich das Problem, indem Italien eine größere Anzahl von Rückkehrwilligen wieder aufnahm, andere Auswanderer den Verbleib in Österreich vorzogen und der österreichische Staat in den Jahren 1950 und 1954 die Hürden für den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft beseitigte.
    
== Tradition der Südtiroler in Salzburg==
 
== Tradition der Südtiroler in Salzburg==
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[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Südtirol]]

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