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Die Diktatoren [[Adolf Hitler]] und Benito Mussolini schlossen [[1939]] das sogenannte Hitler-Mussolini-Abkommen: Dieses zwang die Südtiroler, sich zu entscheiden, ob sie in ihrer Heimat bleiben (und sich damit einer verschärften Italianisierung, womöglich sogar einer Umsiedlung nach Sizilien, aussetzen) oder ob sie für die Umsiedlung in das Deutsche Reich (dem Österreich durch den [[Anschluss]] von [[1938]] eingegliedert war) optieren wollten.
 
Die Diktatoren [[Adolf Hitler]] und Benito Mussolini schlossen [[1939]] das sogenannte Hitler-Mussolini-Abkommen: Dieses zwang die Südtiroler, sich zu entscheiden, ob sie in ihrer Heimat bleiben (und sich damit einer verschärften Italianisierung, womöglich sogar einer Umsiedlung nach Sizilien, aussetzen) oder ob sie für die Umsiedlung in das Deutsche Reich (dem Österreich durch den [[Anschluss]] von [[1938]] eingegliedert war) optieren wollten.
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86,6 Prozent (das waren 166.488 Südtiroler) entschieden sich für die „Option“, aber nur etwa 75.000 übersiedelten tatsächlich. Der Großteil von diesen landete in Österreich und insbesondere in [[Nordtirol|Nord-]] und [[Osttirol]], aber zB auch in Salzburg. Für die Umsiedler wurden eilends in den größeren Gemeinden und Städten des heutigen Österreich eigene [[Südtiroler-Siedlung]]en errichtet.<ref name="LM">Lackenberger/Mader aaO S. 10.</ref>
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86,6 Prozent (das waren 166&nbsp;488 Südtiroler) entschieden sich für die „Option“, aber nur etwa 75&nbsp;000 übersiedelten tatsächlich. Der Großteil von diesen landete in Österreich und insbesondere in [[Nordtirol|Nord-]] und [[Osttirol]], aber z.B. auch in Salzburg. Für die Umsiedler wurden eilends in den größeren Gemeinden und Städten des heutigen Österreich eigene [[Südtiroler-Siedlung]]en errichtet.<ref name="LM">Lackenberger/Mader aaO S. 10.</ref>
    
Die Gruppe der Fersentaler und der Luserner wurde mangels vorhandener Siedlungsgebiete erst [[1942]] umgesiedelt. Nach einem mehrmonatigen Lageraufenthalt in [[Hallein]] gelangten sie auf die versprochenen Höfe im Budweiser Becken in Süd[[Tschechien#Böhmen|böhmen]]. Von dort mussten sie [[1945]] wieder fliehen.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 13.</ref>
 
Die Gruppe der Fersentaler und der Luserner wurde mangels vorhandener Siedlungsgebiete erst [[1942]] umgesiedelt. Nach einem mehrmonatigen Lageraufenthalt in [[Hallein]] gelangten sie auf die versprochenen Höfe im Budweiser Becken in Süd[[Tschechien#Böhmen|böhmen]]. Von dort mussten sie [[1945]] wieder fliehen.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 13.</ref>
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Von den ausgewanderten Optanten wurden die wehrfähigen Männer gleich zum Militär eingezogen; 8000 fielen als deutsche Soldaten im Krieg, etliche Tausend kehrten ab [[1943]] und in der [[Nachkriegszeit]] nach Südtirol zurück, rund 50&nbsp;000 blieben in der zur neuen Heimat gewordenen Fremde.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 15, 17, 19.</ref>
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Von den ausgewanderten Optanten wurden die wehrfähigen Männer gleich zum Militär eingezogen; 8&nbsp;000 fielen als deutsche Soldaten im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]], etliche Tausend kehrten ab [[1943]] und in der [[Nachkriegszeit]] nach Südtirol zurück, rund 50&nbsp;000 blieben in der zur neuen Heimat gewordenen Fremde.<ref>Lackenberger/Mader aaO S. 15, 17, 19.</ref>
    
Das Verhältnis der Zuwanderer zur eingesessenen Bevölkerung war nicht friktionsfrei. Zur Baulandbeschaffung für die Siedlungen wurden viele Grundstücke enteignet, was sich wiederum auf die Stimmung gegenüber den neuen Bewohnern negativ auswirkte.<ref name="LM"/>
 
Das Verhältnis der Zuwanderer zur eingesessenen Bevölkerung war nicht friktionsfrei. Zur Baulandbeschaffung für die Siedlungen wurden viele Grundstücke enteignet, was sich wiederum auf die Stimmung gegenüber den neuen Bewohnern negativ auswirkte.<ref name="LM"/>
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== Tradition der Südtiroler in Salzburg==
 
== Tradition der Südtiroler in Salzburg==
   
Im Land Salzburg hält der am [[14. Februar]] [[1946]] gegründete [[Verband der Südtiroler in Salzburg]] die Traditionen der Südtiroler Zuwanderer hoch. Zweigstellen bestehen in der Stadt Salzburg, in Hallein und in Bischofshofen.<ref>[http://www.verband-der-suedtiroler.at/index.php/verbaende/landesverband-salzburg Homepage des Verbands der Südtiroler]</ref>
 
Im Land Salzburg hält der am [[14. Februar]] [[1946]] gegründete [[Verband der Südtiroler in Salzburg]] die Traditionen der Südtiroler Zuwanderer hoch. Zweigstellen bestehen in der Stadt Salzburg, in Hallein und in Bischofshofen.<ref>[http://www.verband-der-suedtiroler.at/index.php/verbaende/landesverband-salzburg Homepage des Verbands der Südtiroler]</ref>
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Mehr als hundert Mitglieder hat der Verein im Pongau. In Bischofshofen besteht auch eine Trachtengruppe, die häufig bei Festen in Bischofshofen und Umgebung ausrückt. Zentraler Bestandteil der Tradition ist das Herz-Jesu-Fest (dritter Freitag nach Pfingsten), das abwechselnd von einer der drei Gruppen ausgerichtet wird.<ref>''Südtiroler feierten.'' [[Pongauer Nachrichten]], [http://www.sbg.wk.or.at/handel/et06/po-28-06-07.pdf Ausgabe vom 28. Juni 2007,] S.&nbsp;20.</ref>
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Mehr als hundert Mitglieder hat der Verein im [[Pongau]]. In [[Bischofshofen]] besteht auch eine Trachtengruppe, die häufig bei Festen in Bischofshofen und Umgebung ausrückt. Zentraler Bestandteil der Tradition ist das Herz-Jesu-Fest (dritter Freitag nach Pfingsten), das abwechselnd von einer der drei Gruppen ausgerichtet wird.<ref>''Südtiroler feierten.'' [[Pongauer Nachrichten]], [http://www.sbg.wk.or.at/handel/et06/po-28-06-07.pdf Ausgabe vom 28. Juni 2007,] S.&nbsp;20.</ref>
    
==Quellen==
 
==Quellen==

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