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''Salzburg den 10/4 [18]80 // Meine inigstgeliebten Theuren! // Was werdet Ihr Euch dencken das ich Euren Hochzeitstag vorbey gehen ließ ohne Euch meine Lieben meine herzlichen Glückswünsche dazubringen, aber für mich ist jetzt bald etwas genug um alles andere zu vergeßen. Ottoischen<ref>[[Otto Spängler]]</ref> waren in München, da war ich viel Oben<ref>im [[Antretterhaus]] am [[Mozartplatz]] 4</ref>, oder die Kinder herunten, die Rosa hatte starke Diaree da dachte ich auch imer wie ihr helfen, darüber hatte ich alles andere auß den Kopf verloren. Das ist hant'' [halt] ''wen / man so vergeßen'' [-lich] ''wird, verzeiht es mir, es war jetzt eine so bewegte Zeit, was für eine alte Person zu viel ist, auch hatte ich längere Zeit Diare[e], was mich auch angegrief[f]en hat, mündlich werde ich Euch alles erzählen wen ihr kömmt worauf ich mich schon unendlich freue Ich wünsche nachträglich zu beiden Festen alles Gute, der liebe Gott schencke Euch alles, was Euch beglücken kann, vor allen die Gesundheit und Zufriedenheit. Sehen hoffe ich werden wir uns so gott will jeden Fall, den wen Fany die Großmutter nicht meint, – so meint die Mutter Schleg[e]l die Fany mit den Kindern, Franz ist jeden = /'' [Seite 4 weiter:] = ''Fall bey mir, worauf ich mich schon recht sehr freue. Wie staune ich das die Toni schon allein lauft, das wird ihr, und Euch gut bekommen.''
 
''Salzburg den 10/4 [18]80 // Meine inigstgeliebten Theuren! // Was werdet Ihr Euch dencken das ich Euren Hochzeitstag vorbey gehen ließ ohne Euch meine Lieben meine herzlichen Glückswünsche dazubringen, aber für mich ist jetzt bald etwas genug um alles andere zu vergeßen. Ottoischen<ref>[[Otto Spängler]]</ref> waren in München, da war ich viel Oben<ref>im [[Antretterhaus]] am [[Mozartplatz]] 4</ref>, oder die Kinder herunten, die Rosa hatte starke Diaree da dachte ich auch imer wie ihr helfen, darüber hatte ich alles andere auß den Kopf verloren. Das ist hant'' [halt] ''wen / man so vergeßen'' [-lich] ''wird, verzeiht es mir, es war jetzt eine so bewegte Zeit, was für eine alte Person zu viel ist, auch hatte ich längere Zeit Diare[e], was mich auch angegrief[f]en hat, mündlich werde ich Euch alles erzählen wen ihr kömmt worauf ich mich schon unendlich freue Ich wünsche nachträglich zu beiden Festen alles Gute, der liebe Gott schencke Euch alles, was Euch beglücken kann, vor allen die Gesundheit und Zufriedenheit. Sehen hoffe ich werden wir uns so gott will jeden Fall, den wen Fany die Großmutter nicht meint, – so meint die Mutter Schleg[e]l die Fany mit den Kindern, Franz ist jeden = /'' [Seite 4 weiter:] = ''Fall bey mir, worauf ich mich schon recht sehr freue. Wie staune ich das die Toni schon allein lauft, das wird ihr, und Euch gut bekommen.''
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''Da fählt'' [fällt] ''schon recht viele eit weg, wie wird sie auch schon sein, so ist auch an Wasch weniger. Zähne wird sie gewiß au[c]h schon mehrere haben, unser Rudolf hat 4 Zähne fängt nun auch an aufzustehen wen er sich wo anhalten kann, sitzt nun gut aber mit Kriechen geht nicht viel vorwarts er kommt noch nicht weit, er hat es noch nicht recht loos, sonst ist er recht lieb, und lustig, die Berta spricht alles, aber oft ein ganz gebrochenes Teutsch, man muß viel lachen, mit ihrer Sprache.<ref>Franziska</ref> Kinder von [[Otto Spängler]]: Bertha * 29. Mai 1877, 1905 verheiratet Stierle; Rudolf * 3. Juni 1879, 1916 verheiratet von Schleiss/ '' = [drei Striche] ''Mit lauter Eile weil ich den Brief noch heute fortbringen wollte, habe ich das Papier verkehrt genohmen ärgerlich. Die Posacher Marie ist Braut und ganz glücklich. Die Alois Spángler ist Heute nach Wien. Ich gab ihr viele Grüße an Euch mit Die Großmutter von der Mina wird Euch schon erzählen von den Oporatzion der Ida, Gottlob das alles so glücklich vorüberging. Aber nun liegt er schon 3 Wochen an der Gicht in selben Institut wo Ida ist er kann sich fast gar nicht rihren, so schmerzen hat er. Die werden wohl noch einige Wochen oben bleiben müßen dan kömt Ida nach Salzburg und er geht nach Baden. Lebt alle recht von ganzen Herzen wohl, ich bethe gewiß viel für Euch mit aller Liebe Eure treue Mutter Spáng[ler]'' [erste Seite unten, auf dem Kopf:] ''Den Kindern herzliche küße so wie an Rosa.'' [zweite Seite unten, auf dem Kopf:] ''Von allen Bekanten viele Grüße Duregger Otto Louise Fräulein Rosalie''
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''Da fählt'' [fällt] ''schon recht viele eit weg, wie wird sie auch schon sein, so ist auch an Wasch weniger. Zähne wird sie gewiß au[c]h schon mehrere haben, unser Rudolf hat 4 Zähne fängt nun auch an aufzustehen wen er sich wo anhalten kann, sitzt nun gut aber mit Kriechen geht nicht viel vorwarts er kommt noch nicht weit, er hat es noch nicht recht loos, sonst ist er recht lieb, und lustig, die Berta spricht alles, aber oft ein ganz gebrochenes Teutsch, man muß viel lachen, mit ihrer Sprache.<ref>Kinder von [[Otto Spängler]]: Bertha * 29. Mai 1877, 1905 verheiratet Stierle; Rudolf * 3. Juni 1879, 1916 verheiratet von Schleiss</ref>/ '' = [drei Striche] ''Mit lauter Eile weil ich den Brief noch heute fortbringen wollte, habe ich das Papier verkehrt genohmen ärgerlich. Die Posacher Marie ist Braut und ganz glücklich. Die Alois Spángler ist Heute nach Wien. Ich gab ihr viele Grüße an Euch mit Die Großmutter von der Mina wird Euch schon erzählen von den Oporatzion der Ida, Gottlob das alles so glücklich vorüberging. Aber nun liegt er schon 3 Wochen an der Gicht in selben Institut wo Ida ist er kann sich fast gar nicht rihren, so schmerzen hat er. Die werden wohl noch einige Wochen oben bleiben müßen dan kömt Ida nach Salzburg und er geht nach Baden. Lebt alle recht von ganzen Herzen wohl, ich bethe gewiß viel für Euch mit aller Liebe Eure treue Mutter Spáng[ler]'' [erste Seite unten, auf dem Kopf:] ''Den Kindern herzliche küße so wie an Rosa.'' [zweite Seite unten, auf dem Kopf:] ''Von allen Bekanten viele Grüße Duregger Otto Louise Fräulein Rosalie''
 
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