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''Die Großmutter ist gottlob recht wohl und scheint auch ganz sich zu finden in das allein sein sie hat immer zimmlich zu thun es scheint daß sie schon recht bald wider eine Wohnungspartei'' [Mieter, Anm.] ''bekömmt wo es auch immer etwas herzurichten giebt. Ihr könt Euch denken wie leid mir um den lieben kleinen Moritz<ref>Moritz "Moriz" Spängler, * 12. Dezember 1872. Vgl. den Brief vom 22. März 1873; er ist am 22. April 1873 gestorben.</ref> war und ist. Pepi und ich waren die ganze Nacht bey ihm, und thaten / was wir konten zu seiner Erleichterung, aber es war keine Rettung mehr, er starb ganz ruhig er hörte nur auf zu leben auch Louise'' [das Kind, Anm.] ''hat wohl noch die [!] Husten aber nicht mehr so heftig, man muß sie sehr viel auf dem Arm tragen, weil sie nicht gehen will, sie ist oft recht matt. Die Frau von Krohn weiß ich recht gut, Franz war ja schon früher hingegangen zu denen Spielen – die werden nun ein Ende haben Franz sagte auch schon dammals er fürchte es wird einmal streitigkeiten abgeben, es wird für die 2 Enkelinen gewiß nicht mehr so gut sein. das die kleine bey F v Langer so gedeut'' [gedeiht, Anm.] ''freut mich sehr, sie hatte schon sehr viele Sorgen auß zu stehen, gut ist es das sie schon 2 Zähne hat, so wird sie die weitern Zähne auch leichter bekommen. Der Frau von Tuscheck bitte ich meinen herzlichsten Glückwunsch zu entrichten, zu den neuen Ankömling, möge sie ein recht früsches gesundes Kindlein bekommen. ''
 
''Die Großmutter ist gottlob recht wohl und scheint auch ganz sich zu finden in das allein sein sie hat immer zimmlich zu thun es scheint daß sie schon recht bald wider eine Wohnungspartei'' [Mieter, Anm.] ''bekömmt wo es auch immer etwas herzurichten giebt. Ihr könt Euch denken wie leid mir um den lieben kleinen Moritz<ref>Moritz "Moriz" Spängler, * 12. Dezember 1872. Vgl. den Brief vom 22. März 1873; er ist am 22. April 1873 gestorben.</ref> war und ist. Pepi und ich waren die ganze Nacht bey ihm, und thaten / was wir konten zu seiner Erleichterung, aber es war keine Rettung mehr, er starb ganz ruhig er hörte nur auf zu leben auch Louise'' [das Kind, Anm.] ''hat wohl noch die [!] Husten aber nicht mehr so heftig, man muß sie sehr viel auf dem Arm tragen, weil sie nicht gehen will, sie ist oft recht matt. Die Frau von Krohn weiß ich recht gut, Franz war ja schon früher hingegangen zu denen Spielen – die werden nun ein Ende haben Franz sagte auch schon dammals er fürchte es wird einmal streitigkeiten abgeben, es wird für die 2 Enkelinen gewiß nicht mehr so gut sein. das die kleine bey F v Langer so gedeut'' [gedeiht, Anm.] ''freut mich sehr, sie hatte schon sehr viele Sorgen auß zu stehen, gut ist es das sie schon 2 Zähne hat, so wird sie die weitern Zähne auch leichter bekommen. Der Frau von Tuscheck bitte ich meinen herzlichsten Glückwunsch zu entrichten, zu den neuen Ankömling, möge sie ein recht früsches gesundes Kindlein bekommen. ''
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''Die Zeller<ref>Marie [[Bolland]] (* 1812; † 19. Juli 1873), verheiratet mit [[Franz Zeller]]</ref> ist auch dermalen zimlich schwach, sie liegt wider einige Tage es war jetzt die Pfaundler 14 Tage auf Besuch hier sie wohnte aber bey [[Alois Johann Duregger|Duregger]] und ging nun Täglich von und Nachmittag auf Besuch hin. Heute den 7 t[en] geht sie wider fort.'' [kleiner Absatz] ''Bey Schmelzing<ref>vgl. Brief vom 6. März 1873 und folgende Briefe; er stirbt am 8. Juni, vgl. Brief vom 9. Juni 1973</ref> geht es leider dem Ende zu ich glaube nicht das er noch 14 Tage leben wird, am Sontag war ich 3 mal dort so schlecht war er'' [darüber:] ''u[nd] sie haben mich beyde gebethen sie nicht zu verlassen, den andern Tag war es etwas beßer gestern schon wider schlechter, heute weiß ich noch nichts, er hat die Breitsche Nierenkrankheit<ref>Brightsche Krankheit, Morbus Brightii</ref> , und wenn diese nicht in den ersten 3 Wochen gehoben wird so ist keine Retung mehr, er ist nun 3 volle Monathe krank. Den armmen ist so we[h]ich, das er oft weint. Er läßt dich herzlich grüßen, daß gesicht ist wie ein Todenkopf auch die Hände sind ganz abg zähet, du kanst dir den Schmerz der Frau denken. Lebt recht wohl an allen Bekanten viele herzliche grüße Euch von Herzen küßend verbleibe ich Eure treue Mutter Spángler.''
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''Die Zeller<ref>Marie [[Bolland]] (* 1812; † 19. Juli 1873), verheiratet mit [[Franz Zeller (Kaufmann)|Franz Zeller]]</ref> ist auch dermalen zimlich schwach, sie liegt wider einige Tage es war jetzt die Pfaundler 14 Tage auf Besuch hier sie wohnte aber bey [[Alois Johann Duregger|Duregger]] und ging nun Täglich von und Nachmittag auf Besuch hin. Heute den 7 t[en] geht sie wider fort.'' [kleiner Absatz] ''Bey Schmelzing<ref>vgl. Brief vom 6. März 1873 und folgende Briefe; er stirbt am 8. Juni, vgl. Brief vom 9. Juni 1973</ref> geht es leider dem Ende zu ich glaube nicht das er noch 14 Tage leben wird, am Sontag war ich 3 mal dort so schlecht war er'' [darüber:] ''u[nd] sie haben mich beyde gebethen sie nicht zu verlassen, den andern Tag war es etwas beßer gestern schon wider schlechter, heute weiß ich noch nichts, er hat die Breitsche Nierenkrankheit<ref>Brightsche Krankheit, Morbus Brightii</ref> , und wenn diese nicht in den ersten 3 Wochen gehoben wird so ist keine Retung mehr, er ist nun 3 volle Monathe krank. Den armmen ist so we[h]ich, das er oft weint. Er läßt dich herzlich grüßen, daß gesicht ist wie ein Todenkopf auch die Hände sind ganz abg zähet, du kanst dir den Schmerz der Frau denken. Lebt recht wohl an allen Bekanten viele herzliche grüße Euch von Herzen küßend verbleibe ich Eure treue Mutter Spángler.''
 
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