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==== Brief vom 18. Jänner 1875 von der Mutter [[Antonia Spängler]], an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien ====
 
==== Brief vom 18. Jänner 1875 von der Mutter [[Antonia Spängler]], an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien ====
 
Ein Bogen, Prägestempel "A S" mit Kranz und Verzierung; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt):<br />
 
Ein Bogen, Prägestempel "A S" mit Kranz und Verzierung; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt):<br />
''Salzburg den 18/1 [18]75 Meine inigstgeliebten Theuren! Recht herzlichen dank für das Gebethbuch, welches, glaube ich der Inhalt deines Gebethbuch ist, welches du einmal als Preis bekommen hast, es ist sehr hübsch zum lesen, nur ist es in diesen großen Druck sehr groß zum mitnehmen in die Kirche, breiter noch als der Hauber<ref>Vgl. Johann Michael / Michael Hauber, ''Vollständiges Christkatholisches Gebethbuch'' / ''Gebetbuch'', Graz 1830; verschiedene Auflagen und andere Verlagsorte bis Augsburg 1864.</ref>. Wie werdet Ihr staunen das der Otto der überbringer dieses Briefes ist. Das es Euch recht ist das ich um diese Zeit komme bin ich froh – den sonst hätte es leicht sein könen das ich wider gar nicht dazu gekommen wäre hinunter'' [nach Wien, Anm.] ''zu reisen. Die Großmutter läßt Euch herzlich grüßen und wen Euch vieleicht zu lange kein Brief von ihr kömt sie hat so viel immer zu thun / Geld geschäfte und dergleichen das sie nie dazu gekommen ist Euch zu schreiben, so bald sie zeit hat, wird sie sogleich schreiben. Bey Lürzer Otto haben sie am 30 Dezemmber ein Kindlein bekommen wo sie eine recht große Freude hatten und leider ist es am 14 t[en] Tag wider gestorben, es war ein großer Jammer, die Frau ist gottlob gesund. Von der Egstenen Emmile sind in sehr kurzer Zeit 2 Knaben an Scharlach gestorben. die alte Gräfin Esterhaß ist auch heute hier gestorben.<ref>Vgl. Kasimir Graf [[Esterházy zu Galántha]] (* 1805; † 1870 in der Stadt Salzburg; verheiratet mit Henriette Baronin de Montval (* 1804; † am 17. Jänner 1875 in der Stadt Salzburg).</ref>
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''Salzburg den 18/1 [18]75 Meine inigstgeliebten Theuren! Recht herzlichen dank für das Gebethbuch, welches, glaube ich der Inhalt deines Gebethbuch ist, welches du einmal als Preis bekommen hast, es ist sehr hübsch zum lesen, nur ist es in diesen großen Druck sehr groß zum mitnehmen in die Kirche, breiter noch als der Hauber<ref>Vgl. Johann Michael / Michael Hauber, ''Vollständiges Christkatholisches Gebethbuch'' / ''Gebetbuch'', Graz 1830; verschiedene Auflagen und andere Verlagsorte bis Augsburg 1864.</ref>. Wie werdet Ihr staunen das der Otto der überbringer dieses Briefes ist. Das es Euch recht ist das ich um diese Zeit komme bin ich froh – den sonst hätte es leicht sein könen das ich wider gar nicht dazu gekommen wäre hinunter'' [nach Wien, Anm.] ''zu reisen. Die Großmutter läßt Euch herzlich grüßen und wen Euch vieleicht zu lange kein Brief von ihr kömt sie hat so viel immer zu thun / Geld geschäfte und dergleichen das sie nie dazu gekommen ist Euch zu schreiben, so bald sie zeit hat, wird sie sogleich schreiben. Bey Lürzer Otto haben sie am 30 Dezemmber ein Kindlein bekommen wo sie eine recht große Freude hatten und leider ist es am 14 t[en] Tag wider gestorben, es war ein großer Jammer, die Frau ist gottlob gesund. Von der Egstenen Emmile sind in sehr kurzer Zeit 2 Knaben an Scharlach gestorben. die alte Gräfin Esterhaß ist auch heute hier gestorben.<ref>Vgl. Kasimir Graf [[Esterházy von Galántha]] (* 1805; † 1870 in der Stadt Salzburg; verheiratet mit Henriette Baronin de Montval (* 1804; † am 17. Jänner 1875 in der Stadt Salzburg).</ref>
    
''Das Euch die Wohnung in Wien taugt freut mich, o ich denke ich werde mich recht gut in Wien finden. Die Zeit rückt mit rißenschritten heuer habe ich auch noch manches zu besorgen. Ich denke ich werde / doch mehr Winterkleidung mit nehmen, den ich habe gerne warm. Ich freue mich schon recht sehr auf Euch. Lebt rech[t] wohl ich muß schließen damit ich den Brief Otto noch mit geben kann. Mit iniger Liebe Eure Euch treuliebende Mutter Spángler.''
 
''Das Euch die Wohnung in Wien taugt freut mich, o ich denke ich werde mich recht gut in Wien finden. Die Zeit rückt mit rißenschritten heuer habe ich auch noch manches zu besorgen. Ich denke ich werde / doch mehr Winterkleidung mit nehmen, den ich habe gerne warm. Ich freue mich schon recht sehr auf Euch. Lebt rech[t] wohl ich muß schließen damit ich den Brief Otto noch mit geben kann. Mit iniger Liebe Eure Euch treuliebende Mutter Spángler.''