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''Den Herrn Prälaten habe ich noch nicht gesprochen. Das dir das viele Abstossen nichts getahn, ist ein großes Glück. auch ein Beweiß das es festen Sitz genohmen hat. Lida Plachetka ist eine ganz glückliche Braut. Im November ist die Vermählung. Auch Frau Auer soll verlobt sein mit dem jungen Weber. Ob wahr oder nicht kann ich nicht behaupten. Otto und Louise grüßen Euch recht herzlich Otto wird schon alles besorgen. Otto kann noch nicht herein Ziehen weil wir noch keine Wasser zum putzen haben das neue ist nicht fertig und das alte kömmt nicht mehr. Lebt recht wohl mit aller liebe Eure Euch herzlich liebende Mutter Spángler von allen Bekanten herzliche Grüße.''
 
''Den Herrn Prälaten habe ich noch nicht gesprochen. Das dir das viele Abstossen nichts getahn, ist ein großes Glück. auch ein Beweiß das es festen Sitz genohmen hat. Lida Plachetka ist eine ganz glückliche Braut. Im November ist die Vermählung. Auch Frau Auer soll verlobt sein mit dem jungen Weber. Ob wahr oder nicht kann ich nicht behaupten. Otto und Louise grüßen Euch recht herzlich Otto wird schon alles besorgen. Otto kann noch nicht herein Ziehen weil wir noch keine Wasser zum putzen haben das neue ist nicht fertig und das alte kömmt nicht mehr. Lebt recht wohl mit aller liebe Eure Euch herzlich liebende Mutter Spángler von allen Bekanten herzliche Grüße.''
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==== Brief vom 26. September 1875 von der Mutter [[Antonia Spängler]], an die Familie [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien ====
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Ein Bogen, Prägestempel "A S" mit Kranz und Verzierung; / = Seitenwechsel (Leseabsatz eingefügt):<br />
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''Salzburg den 26/9 [18]75 Meine lieben Theuren! Ich bringe Euch durch Otto, meinen herzlichsten Gruß. Wie ich von Leopold Spángler hörte so befindet Ihr Ech beide recht wohl, Fany soll schon zimlich dick werden. Ich bitte dich liebe Fany ziehe ja doch ein leichtes Mieder an, dammit die Außdehnung nicht zu groß wird, den dieses geht in der Mutter auß, weil die Kinder dan oft so groß werden, das beyde darunter leiden, Mutter und Kind. Gestern war die Begräbniß von der alten Großmutter<ref>Theresia Schlegel, geb. Heigel (Heygel) (* 1783; † 23. September 1875 in der [[Stadt Salzburg]]), verheiratet mit dem militär. Oberarzt Franz Schlegel (* 1769; † ca. 1845 in Leitmeritz [Litoměřice], Böhmen, Tschechien). Wann sich nach Salzburg kommt, ist unbekannt; sie lebt zuletzt beim Sohn und der zweiten Schwiegertochter Katharina am Kranzlmarkt Nr. 6; begraben auf St. Sebastian (in der Arrigler-Gruft); vgl. Dompfarre Salzburg Sterbebuch VII, fol. 87 (Auskunft Walter Schlegel, Salzburg, 2022). Franz Schlegel ist der Vater von [[Richard Franz Schlegel]].</ref> , deine Großmutter, und ich, sind mitsammen gegangen. Der Großmutter geht es halt so pasabel, sie hat trotz alles halten, und auch der Beobachtung / was der doktor verschreibt doch oft das Herzklopfen. aber sie hoft von der kühleren Witterung einen beßren Erfolg''
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''Ich bin Gottlob gesund bey Duregger geht es wie immer alle sind nnn [?] [von] Hof herein was ich sehr froh bin. Die Pepi'' [Hausangestellte, Anm.] ''bey Otto heurathet am Dinstag den 28 in der Früh um ½ 6 Uhr von Hauß weg. Es ist ein großes Glück für sie. Aber Louise hat noch niemand. Vieleicht übernimt wenigstens für diesen Augenblück die Marie die Kinder und Louise nimmt dan eine neue Stubenmagd. Lebt wohl ich muß schließen da Otto fort geht es küßt Euch inig Eure treue Mutter Spángler.'' [gefaltet; Seite 4 in der mittleren Faltung:] ''An meine lieben in Wien''
 
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