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| − | [[Benutzer:OttoChristianRupert|OttoChristianRupert]] ([[Benutzer Diskussion:OttoChristianRupert|Diskussion]]) 11:47, 17. Mai 2023 (CET)==== Brief vom 24. Jänner 1873 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz Xaver Gregor Spängler in Mödling ====
| + | ==== Brief vom 24. Jänner 1873 von der Mutter Antonia Spängler, an die Familie Franz Xaver Gregor Spängler in Mödling ==== |
| | Ein Bogen und ein eingelegtes Blatt; / = Seitenwechsel (neue Leseabsätze eingefügt); fragliche [?] und unleserliche XX Stellen<ref>Zu generellen Problemen mit der Übertragung der Briefe von Antonia Spängler siehe zum Brief vom 18. April 1870, Einzelnachweis; siehe [[Kobler-Spängler-Briefe von 1870]]; weiterhin werden "e", "n" und "r" so unterschieden, wie man das erwarten würde, grafisch sind sie identisch. Gleiches gilt für Groß- und Kleinschreibung z.B. eines "d", die kaum zu unterscheiden sind. Auch Wortabstände und Zusammenschreibungen sind oft schwer zu bewerten. Doppelbuchstaben sind häufig mit einem Überstrich gekennzeichnet und hier stillschweigend ausgeschrieben. Die Interpunktion bzw. das Fehlen derselben wurde nach der Briefschreiberin übernommen. Kleine Ergänzungen in der oft flüchtigen Schrift sind mit eckigen Klammern gekennzeichnet. Dabei liegt ein Briefumschlag: ''An meine lieben Kinder Franz und Fany Spángler [!] in Mödling.'', ohne Datum, ohne Hinweise auf Postbeförderung, rückseitig mit rotem Lacksiegel [verschlungene Buchstaben]. Aber er passt nicht zur Größe des Briefes.</ref>: | | Ein Bogen und ein eingelegtes Blatt; / = Seitenwechsel (neue Leseabsätze eingefügt); fragliche [?] und unleserliche XX Stellen<ref>Zu generellen Problemen mit der Übertragung der Briefe von Antonia Spängler siehe zum Brief vom 18. April 1870, Einzelnachweis; siehe [[Kobler-Spängler-Briefe von 1870]]; weiterhin werden "e", "n" und "r" so unterschieden, wie man das erwarten würde, grafisch sind sie identisch. Gleiches gilt für Groß- und Kleinschreibung z.B. eines "d", die kaum zu unterscheiden sind. Auch Wortabstände und Zusammenschreibungen sind oft schwer zu bewerten. Doppelbuchstaben sind häufig mit einem Überstrich gekennzeichnet und hier stillschweigend ausgeschrieben. Die Interpunktion bzw. das Fehlen derselben wurde nach der Briefschreiberin übernommen. Kleine Ergänzungen in der oft flüchtigen Schrift sind mit eckigen Klammern gekennzeichnet. Dabei liegt ein Briefumschlag: ''An meine lieben Kinder Franz und Fany Spángler [!] in Mödling.'', ohne Datum, ohne Hinweise auf Postbeförderung, rückseitig mit rotem Lacksiegel [verschlungene Buchstaben]. Aber er passt nicht zur Größe des Briefes.</ref>: |
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| | ''Salzburg den 6/3 [18]73. Meine inigst geliebten Theuren. Vor allen bringe ich der Fani meine herzlichsten gewiß aufrichtigen Glückswünsche zum Nammensfeste Der liebe Gott wolle dir alles schenken was dich beglücken kann – was dein Glück erhöht – da ich gar nicht weiß was du dermalen brauchen könntest und es so schwer ist mit schücken, so habe ich den Franz in die Kasse 2 fl [Gulden] gelegt und Franz m[ö]ge sie der Fany geben vieleicht ist beim altags Kaffee geschier etwas nach zu kauffen, wo dir dieß geld grade recht kömmt. Dan weiß ich nicht ob ich Euch gratolieren oder Contolieren soll zu der Versetzung nach Wien – grade jetzt wo die Wohnungen so schwer zu bekomen sind, und aber auch diese so theuer / ist das sich das Hin und herfahren nebst der theuren Wohnung nicht lohnen wird. Presedet [?] Baby [?] hat es den Landesgerichtsrath Schmelzing<ref>Von "Schmelzing" ist in diesen Briefen mehrfach die Rede. Hier handelt es sich um Joseph Ritter von Schmelzing (* 17. Feburar 1807 in Wernstein am Inn; † 8. Juni 1873 in der Stadt Salzburg). 1861 ist "Josef Ritter von Schmelzing Landesgerichtsrat und Gemeinderat" in Salzburg; vgl. zu [[Anton Neumüller senior]].</ref> geschrieben das du nun endlich auch nach Wien kommen wirst. Mir wäre viel lieber geweßen, es'' [wäre] ''noch bis auf den Herbst hinauß gezogen worden, aber man kann nichts machen XX'' [und?] ''muß die Sache nehmen wie sie ist. Uberleget die Sache genau, wie Ihr am leichtesten zukommt, das die Außgaben nicht die Einnahmen überschreiten – im Oktober wird es mit allen beßer werden. Ich bin fast erschrocken wie es mir der Schmelzing gesagt weil jetzt würklich die ungelegenste Zeit ist. Die Famile Mates bleibt bis über die Weltaußstellung hier. Bey Schmelzing geht es mit der Beßerung sehr langsamm, er sieht oft sehr schlecht auß. Kanst dir denken was sie oft für eine Angst / hat.'' | | ''Salzburg den 6/3 [18]73. Meine inigst geliebten Theuren. Vor allen bringe ich der Fani meine herzlichsten gewiß aufrichtigen Glückswünsche zum Nammensfeste Der liebe Gott wolle dir alles schenken was dich beglücken kann – was dein Glück erhöht – da ich gar nicht weiß was du dermalen brauchen könntest und es so schwer ist mit schücken, so habe ich den Franz in die Kasse 2 fl [Gulden] gelegt und Franz m[ö]ge sie der Fany geben vieleicht ist beim altags Kaffee geschier etwas nach zu kauffen, wo dir dieß geld grade recht kömmt. Dan weiß ich nicht ob ich Euch gratolieren oder Contolieren soll zu der Versetzung nach Wien – grade jetzt wo die Wohnungen so schwer zu bekomen sind, und aber auch diese so theuer / ist das sich das Hin und herfahren nebst der theuren Wohnung nicht lohnen wird. Presedet [?] Baby [?] hat es den Landesgerichtsrath Schmelzing<ref>Von "Schmelzing" ist in diesen Briefen mehrfach die Rede. Hier handelt es sich um Joseph Ritter von Schmelzing (* 17. Feburar 1807 in Wernstein am Inn; † 8. Juni 1873 in der Stadt Salzburg). 1861 ist "Josef Ritter von Schmelzing Landesgerichtsrat und Gemeinderat" in Salzburg; vgl. zu [[Anton Neumüller senior]].</ref> geschrieben das du nun endlich auch nach Wien kommen wirst. Mir wäre viel lieber geweßen, es'' [wäre] ''noch bis auf den Herbst hinauß gezogen worden, aber man kann nichts machen XX'' [und?] ''muß die Sache nehmen wie sie ist. Uberleget die Sache genau, wie Ihr am leichtesten zukommt, das die Außgaben nicht die Einnahmen überschreiten – im Oktober wird es mit allen beßer werden. Ich bin fast erschrocken wie es mir der Schmelzing gesagt weil jetzt würklich die ungelegenste Zeit ist. Die Famile Mates bleibt bis über die Weltaußstellung hier. Bey Schmelzing geht es mit der Beßerung sehr langsamm, er sieht oft sehr schlecht auß. Kanst dir denken was sie oft für eine Angst / hat.'' |
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| − | ''Vor 2 Tagen war die Großmutter'' [ [[Franziska Kobler]], Anm.] ''Nachmittag bey mir, was mich recht gefreut hat, sie sieht ganz gut auß. Mit denen 39 Loos'' [Aktienanteile, Anm.] ''ist es wohl schade das wir sie nicht verkauft hätten wir doch bey 600 fl bekommen so sinds 184 ungefähr, wir hätten schon lieber das größere gehabt – Die Louise war nun auf 3 tag im Bett, ist aber wider wohl. Die Koch geht zwar auß aber mit ihren Fußschlag ist es doch noch nicht gut. Die Arme weint oft vor Schmerz, und beißen. Heute war die Bamberger hier, sie ist Nachmmittag mit ihren Gemahl nach [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno|St Zeno]] gefahren um die Pepi zu besuchen. Die Bamberger sind immer sehr lieb.<ref>"Bamberger" sind auch erwähnt im folgenden Brief vom 6. Oktober 1873. In einem Brief vom 15. Juli 1876 werden ein "Vetter Bamberger" und "Rudolf und Maria" erwähnt. Unter den gesammelten Todesanzeigen zu "[[Sauter]]" ([[Kobler-Spängler-Briefe]] Hauptartikel / Mehrfach-Anmerkungen) befindet sich eine Todesanzeige von Philomena Bamberger, geborene Sauter (* 1836; † 1897).</ref> Wie wird es sein mit Euern hieher kommen, vieleicht kann Franz jetzt dann leichter für 1 Monnath einen Urlaub bekommen, wie würde uns dieses freuen. Wen dan die Wittrung gut wäre soließe sich / mancher Außflug unternehmen die Louise, sagt öfter wen doch Franz und Fany länger hier bleiben könten, daß man was rechtes machen könnte.'' | + | ''Vor 2 Tagen war die Großmutter'' [ [[Franziska Kobler]], Anm.] ''Nachmittag bey mir, was mich recht gefreut hat, sie sieht ganz gut auß. Mit denen 39 Loos'' [Aktienanteile, Anm.] ''ist es wohl schade das wir sie nicht verkauft hätten wir doch bey 600 fl bekommen so sinds 184 ungefähr, wir hätten schon lieber das größere gehabt – Die Louise war nun auf 3 tag im Bett, ist aber wider wohl. Die Koch geht zwar auß aber mit ihren Fußschlag ist es doch noch nicht gut. Die Arme weint oft vor Schmerz, und beißen. Heute war die Bamberger hier, sie ist Nachmmittag mit ihren Gemahl nach [[Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno|St Zeno]] gefahren um die Pepi zu besuchen. Die Bamberger sind immer sehr lieb.<ref>"Bamberger" sind auch erwähnt im folgenden Brief vom 6. Oktober 1873. In einem Brief vom 15. Juli 1876 werden ein "Vetter Bamberger" und "Rudolf und Maria" erwähnt. Unter den gesammelten Todesanzeigen zu "[[Sauter]]" [ [[Kobler-Spängler-Briefe]] Hauptartikel / Mehrfach-Anmerkungen] befindet sich eine Todesanzeige von Philomena Bamberger, geborene Sauter (* 1836; † 1897).</ref> Wie wird es sein mit Euern hieher kommen, vieleicht kann Franz jetzt dann leichter für 1 Monnath einen Urlaub bekommen, wie würde uns dieses freuen. Wen dan die Wittrung gut wäre soließe sich / mancher Außflug unternehmen die Louise, sagt öfter wen doch Franz und Fany länger hier bleiben könten, daß man was rechtes machen könnte.'' |
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| | ''Ich bin mit meinen Gedanken recht viel bey Euch. Wie geht es den bey Langer ist das Kindlein schon recht brav. Die Louise ist bey Otto schon sehr sehr lieb, und versteht alles sprechen thut sie recht viel einige Worte, aber sie kann sich recht gut verstandlich machen Otto ist schon ein kleiner Rachen'' [? Racker? Anm.] ''er kann schon allerlei. Auch die Paula ist gescheid, der kleine Moritz ist ein zartes – liebes Kindlein, der liebe Gott erhalte alle gesund. <ref>Die Kinder von [[Otto Spängler]] zu diesem Zeitpunkt: Otto (* 1868); Paula (* 1869); Aloisia "Louise" (* 1871); Moritz "Moriz" (* 12. Dezember 1872; † 22. April 1873). Vgl. Brief vom 6. Mai 1873.</ref> Hier sterben recht viele Kinder die Keuch-Husten geht so herum. Lebt alle recht wohl, der Fany noch 1000 Glükwünsche<ref>Sonst schreibt sie "Glückswünsche".</ref> zum Nammenstag auch von vielen Bekanten Es küßt Euch inig Eure treue Mutter Spángler.'' | | ''Ich bin mit meinen Gedanken recht viel bey Euch. Wie geht es den bey Langer ist das Kindlein schon recht brav. Die Louise ist bey Otto schon sehr sehr lieb, und versteht alles sprechen thut sie recht viel einige Worte, aber sie kann sich recht gut verstandlich machen Otto ist schon ein kleiner Rachen'' [? Racker? Anm.] ''er kann schon allerlei. Auch die Paula ist gescheid, der kleine Moritz ist ein zartes – liebes Kindlein, der liebe Gott erhalte alle gesund. <ref>Die Kinder von [[Otto Spängler]] zu diesem Zeitpunkt: Otto (* 1868); Paula (* 1869); Aloisia "Louise" (* 1871); Moritz "Moriz" (* 12. Dezember 1872; † 22. April 1873). Vgl. Brief vom 6. Mai 1873.</ref> Hier sterben recht viele Kinder die Keuch-Husten geht so herum. Lebt alle recht wohl, der Fany noch 1000 Glükwünsche<ref>Sonst schreibt sie "Glückswünsche".</ref> zum Nammenstag auch von vielen Bekanten Es küßt Euch inig Eure treue Mutter Spángler.'' |
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| − | ''Salzburg den 28/5 [18]73. Meine lieben Theuren. Die Großmutter'' ([[Franziska Kobler]]) ''war eben mit dem Brief von der Fany bey mir ich habe denselben auch gelesen Die Großmutter hat großen Zweifel ob du die Magd bekömmst wen du ihr das eintretten in deinen Diennst so weit hinauß streckest – , ich an deiner Stelle hätte vor allen mit der C[K]athi gesprochen, diese wäre ja vieleicht froh, wen sie früher nach hauße kömmt um ihre Sachen zu machen, und zieht ihr fort gehen, vieleicht auß gefälligkeit für dich, hinauß, den von Jenbach auß hörten wir schon vorn ein paar Wochen, daß die Kathi anfangs Juny nach hauße kömmt um ihre Ausstattung zu machen. Würde die C[K]athi einen Platz suchen müßen, das were freilich / ganz etwas anderes, aber in diesen Fall wen eine heurathet, da glaube ich ist ja ohnedieß von einen Aufsagen keine Rede. Wir meinen du solst mit der Kathi ordentlich außreden vieleicht könnte die Kathi bis 10 XX'' [?] ''nach hauße gehen so lange glaubt die Großmutter würde die Marie warten, aber länger kaum, die Großmutter sagt, sie weiß um keine weiter zu schauen; sie meint du solltest dieß nach schreiben'' [darüber klein:] ''wen die Cathi bis 10 gehen könnte, '' [weiter:] ''und gleich 2 fl [Gulden] Onongeld [?] beylegen, und bestimmt außmachen wann und wie sie reisen soll, und wo sie erwartet wird, den ich denke es wird sie gewiß jemand von Euch an der Bahn hollen.'' | + | ''Salzburg den 28/5 [18]73. Meine lieben Theuren. Die Großmutter'' [ [[Franziska Kobler]]] ''war eben mit dem Brief von der Fany bey mir ich habe denselben auch gelesen Die Großmutter hat großen Zweifel ob du die Magd bekömmst wen du ihr das eintretten in deinen Diennst so weit hinauß streckest – , ich an deiner Stelle hätte vor allen mit der C[K]athi gesprochen, diese wäre ja vieleicht froh, wen sie früher nach hauße kömmt um ihre Sachen zu machen, und zieht ihr fort gehen, vieleicht auß gefälligkeit für dich, hinauß, den von Jenbach auß hörten wir schon vorn ein paar Wochen, daß die Kathi anfangs Juny nach hauße kömmt um ihre Ausstattung zu machen. Würde die C[K]athi einen Platz suchen müßen, das were freilich / ganz etwas anderes, aber in diesen Fall wen eine heurathet, da glaube ich ist ja ohnedieß von einen Aufsagen keine Rede. Wir meinen du solst mit der Kathi ordentlich außreden vieleicht könnte die Kathi bis 10 XX'' [?] ''nach hauße gehen so lange glaubt die Großmutter würde die Marie warten, aber länger kaum, die Großmutter sagt, sie weiß um keine weiter zu schauen; sie meint du solltest dieß nach schreiben'' [darüber klein:] ''wen die Cathi bis 10 gehen könnte, '' [weiter:] ''und gleich 2 fl [Gulden] Onongeld [?] beylegen, und bestimmt außmachen wann und wie sie reisen soll, und wo sie erwartet wird, den ich denke es wird sie gewiß jemand von Euch an der Bahn hollen.'' |
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| | ''Liebe Fany ich danke Euch recht herzlich für die freundliche Einladung aber für diesen Augenblück gebe ich noch keine Entscheidung ab. / Zu deinen Geburtstag liebe Fany bringe ich dir, von uns allen die herzlichsten Glückswünsche der liebe Gott möge dir dein Glück immer ungetrübt erhalten behalte mich immer ein wenig lieb. Daß deine Einladung so gut außgefallen bin ich für dich sehr froh, es ist immer gut wen solche einladungen vorbey sind. Langer wünsche ich wohl recht von herzen das sie bald wieder eine ordentliche Magd bekömmt, den ganz allein würde sie sich nicht lange halten könen, es würde ihr zu stark werden, das Kindel muß allerliebst sein, entrichte von mir recht viele herzliche Grüße. Die Bänder sind heute von der Frau von Zillner gekommen ich habe sie der Louise auf den Kasten gelegt da sie nicht zu Hause war, sie wird sich schon selbst be-/danken. Lieber Franz dein Briefchen freute mich recht sehr und ich danke dir recht sehr für deine freundliche Einladung aber ich kann noch nichts bestimmen recht aufrichtig zu sagen ist alles so theuer und ich möchte mir einiges fürs Hauß kauffen als eine Matratze neuen Uberzug und einige Lb'' [Pfund, Anm.] ''Roßhaar dan die Möbel neu aufrichten lassen und so allerlei, mein Wunsch war und ist dan, im nächsten Frühjahr zu kommen jetzt wart ja Ihr erst hier, wir haben uns ja so gesprochen, ich meine schon es soll Euch so auch recht sein'' | | ''Liebe Fany ich danke Euch recht herzlich für die freundliche Einladung aber für diesen Augenblück gebe ich noch keine Entscheidung ab. / Zu deinen Geburtstag liebe Fany bringe ich dir, von uns allen die herzlichsten Glückswünsche der liebe Gott möge dir dein Glück immer ungetrübt erhalten behalte mich immer ein wenig lieb. Daß deine Einladung so gut außgefallen bin ich für dich sehr froh, es ist immer gut wen solche einladungen vorbey sind. Langer wünsche ich wohl recht von herzen das sie bald wieder eine ordentliche Magd bekömmt, den ganz allein würde sie sich nicht lange halten könen, es würde ihr zu stark werden, das Kindel muß allerliebst sein, entrichte von mir recht viele herzliche Grüße. Die Bänder sind heute von der Frau von Zillner gekommen ich habe sie der Louise auf den Kasten gelegt da sie nicht zu Hause war, sie wird sich schon selbst be-/danken. Lieber Franz dein Briefchen freute mich recht sehr und ich danke dir recht sehr für deine freundliche Einladung aber ich kann noch nichts bestimmen recht aufrichtig zu sagen ist alles so theuer und ich möchte mir einiges fürs Hauß kauffen als eine Matratze neuen Uberzug und einige Lb'' [Pfund, Anm.] ''Roßhaar dan die Möbel neu aufrichten lassen und so allerlei, mein Wunsch war und ist dan, im nächsten Frühjahr zu kommen jetzt wart ja Ihr erst hier, wir haben uns ja so gesprochen, ich meine schon es soll Euch so auch recht sein'' |