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''Morgen geht Otto in die Hamerau'' [Hammerau; [[Stahlwerk Annahütte]], Anm.] ''auf 2 Tag sie nehmen eine Schätzung vor. Denke dir heute haben wir den 28 t[en] und ich komme erst dazu weiter zu schreiben. Otto ist mittlerweil schon wider zurück. die Ebeln war nun schon in Folge einer sehr schweren Entbindung dem Tode sehr nahe geweßen, es geht aber seit gestern Gottlob man hoft nun sie wird geneßen, es hatte nemlich sie und das Kind im Mutterleib die Wassersucht das Kind war daher 2 mal so groß als ein anderes es wäre also nicht möglich geweßen ein solches Kind zur Welt zu bringen es mußte daher das Kind angebort werden und im den Schultern und Leib aufgeritz werden damit das Wasser wegfließen konnte, und endlich kamm es natürlich Tod zur Welt das eine Frau dabey viel leidet ist sehr begreiflich. /''
 
''Morgen geht Otto in die Hamerau'' [Hammerau; [[Stahlwerk Annahütte]], Anm.] ''auf 2 Tag sie nehmen eine Schätzung vor. Denke dir heute haben wir den 28 t[en] und ich komme erst dazu weiter zu schreiben. Otto ist mittlerweil schon wider zurück. die Ebeln war nun schon in Folge einer sehr schweren Entbindung dem Tode sehr nahe geweßen, es geht aber seit gestern Gottlob man hoft nun sie wird geneßen, es hatte nemlich sie und das Kind im Mutterleib die Wassersucht das Kind war daher 2 mal so groß als ein anderes es wäre also nicht möglich geweßen ein solches Kind zur Welt zu bringen es mußte daher das Kind angebort werden und im den Schultern und Leib aufgeritz werden damit das Wasser wegfließen konnte, und endlich kamm es natürlich Tod zur Welt das eine Frau dabey viel leidet ist sehr begreiflich. /''
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''Der Doktor Kuhn sagte es ist ihm dieser Fall erst zum 2 te[n] mal vorgekommen, ihre Mutter wachte Täglich von 12 Uhr Nachts bis Früh, und der Ebeln blieb bis 12 auf. Hier haben wir jetzt wunderschöne Tage, aber es ist die Luft besonders im Schatten doch Rauh. Die Großmutter'' ([[Franziska Kobler]], Anm.) ''freut sich schon recht auf Euch wen Ihr es genau schreibt wan Ihr kömmt, so gehe ich Euch auf die Bahn entgegen. Otto und Paula freuen sich auch schon auf Onkl Franz und Tante Fany. Lebt recht wohl seid recht herzlich geküßt von Euerer Euch herzlich küßenden Mutter Spángler.''
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''Der Doktor Kuhn sagte es ist ihm dieser Fall erst zum 2 te[n] mal vorgekommen, ihre Mutter wachte Täglich von 12 Uhr Nachts bis Früh, und der Ebeln blieb bis 12 auf. Hier haben wir jetzt wunderschöne Tage, aber es ist die Luft besonders im Schatten doch Rauh. Die Großmutter'' [[[Franziska Kobler]], Anm.] ''freut sich schon recht auf Euch wen Ihr es genau schreibt wan Ihr kömmt, so gehe ich Euch auf die Bahn entgegen. Otto und Paula freuen sich auch schon auf Onkl Franz und Tante Fany. Lebt recht wohl seid recht herzlich geküßt von Euerer Euch herzlich küßenden Mutter Spángler.''
    
''An die Bekannten alles Schöne besonders an die Langer<ref>Familie der Frau von Julius Spängler (* 1837; † 1903), verheiratet mit Bertha "Betti" Langer; früher in Linz, jetzt in Wien. Julius ist ein Cousin von Franz Spängler und Studienkamerad aus Graz.</ref> das Kindlein wird schon recht lieb seyn. An C[K]athi viel schönes sie möge ja gut sper[r]en wen sie allein ist, dammit ihr nichts geschieht.''
 
''An die Bekannten alles Schöne besonders an die Langer<ref>Familie der Frau von Julius Spängler (* 1837; † 1903), verheiratet mit Bertha "Betti" Langer; früher in Linz, jetzt in Wien. Julius ist ein Cousin von Franz Spängler und Studienkamerad aus Graz.</ref> das Kindlein wird schon recht lieb seyn. An C[K]athi viel schönes sie möge ja gut sper[r]en wen sie allein ist, dammit ihr nichts geschieht.''

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