| | ''Meine Lieben noch einmal danke ich Euch recht herzlich für Eure freundliche Einladung Euch zu besuchen. Aber für dießmal lehne ich es für bestimmt ab den es sind viele Gründe dagegen – was würde ich mit der Pepi machen das Madchen ist viel zu jung und unerfahren um sie allein in der Wohnung zu lassen, und auch sich selbst zu überlassen, und nach Hauße könnte sie nicht, weil auch die Kathi und Toni zu Hauße sind dan will ich entschiden nicht in die Weltaußstellung<ref>"Die Weltausstellung 1873 fand vom 1. Mai bis 2. November 1873 in Wien statt. Sie war die fünfte Weltausstellung und die erste im deutschsprachigen Raum." (Wikipedia.de)</ref> gehen weil ich fürchte, es greift ein die Nerven zu sehr an, viele haben schon gesagt, es hat ihnen die Nerven so sehr angegriffen das sie völig Wien wundern [?], und das verlangen ist mein nicht. Ich lebe viellieber ruhig, ich bitte Euch recht schön nemet es mir nicht übel / aber in denen jetzigen Verhältnis bin ich am liebsten zu Hauße es ist ja auch erst ½ Jahr das ich unten war, vieleicht kömmt eine Zeit wo ich Euch nützen kann, dann komme ich gerne, und auch sind es erst 7 Woch[en] seit Ihr bey uns geweßen. Ihr werdet Besuche genug erhalten während der Weltaußstellung. Noch einmal meinen herzlichen Dank, für Eure wahrhaft freundliche Einladung.'' | | ''Meine Lieben noch einmal danke ich Euch recht herzlich für Eure freundliche Einladung Euch zu besuchen. Aber für dießmal lehne ich es für bestimmt ab den es sind viele Gründe dagegen – was würde ich mit der Pepi machen das Madchen ist viel zu jung und unerfahren um sie allein in der Wohnung zu lassen, und auch sich selbst zu überlassen, und nach Hauße könnte sie nicht, weil auch die Kathi und Toni zu Hauße sind dan will ich entschiden nicht in die Weltaußstellung<ref>"Die Weltausstellung 1873 fand vom 1. Mai bis 2. November 1873 in Wien statt. Sie war die fünfte Weltausstellung und die erste im deutschsprachigen Raum." (Wikipedia.de)</ref> gehen weil ich fürchte, es greift ein die Nerven zu sehr an, viele haben schon gesagt, es hat ihnen die Nerven so sehr angegriffen das sie völig Wien wundern [?], und das verlangen ist mein nicht. Ich lebe viellieber ruhig, ich bitte Euch recht schön nemet es mir nicht übel / aber in denen jetzigen Verhältnis bin ich am liebsten zu Hauße es ist ja auch erst ½ Jahr das ich unten war, vieleicht kömmt eine Zeit wo ich Euch nützen kann, dann komme ich gerne, und auch sind es erst 7 Woch[en] seit Ihr bey uns geweßen. Ihr werdet Besuche genug erhalten während der Weltaußstellung. Noch einmal meinen herzlichen Dank, für Eure wahrhaft freundliche Einladung.'' |
| − | ''Eben war die Großmutter'' ([[Franziska Kobler]], Anm.) ''bey mir sie ist wohl, und läßt Euch recht herzlich grüßen, sie sagt wohl auch es ist beßer das du die Marie auf genohmen hast, so darfst du dich doch nicht mehr um ein Mädchen sorgen. Otto läßt dich herzlich grüßen und dir sagen du sollst lieber deine Hamerau'' [Aktien von der [[Hammerau]]; [[Stahlwerk Annahütte]], Anm.] ''behalten den noch mehr als 200 fl [Gulden] getraue er sich nicht zu verlangen. Lebt recht wohl seid recht herzlich gegrüßt und geküßt von Euerer treuen Mutter Spángler Von Otto und allen viele herzliche grüße. '' | + | ''Eben war die Großmutter'' [[[Franziska Kobler]], Anm.] ''bey mir sie ist wohl, und läßt Euch recht herzlich grüßen, sie sagt wohl auch es ist beßer das du die Marie auf genohmen hast, so darfst du dich doch nicht mehr um ein Mädchen sorgen. Otto läßt dich herzlich grüßen und dir sagen du sollst lieber deine Hamerau'' [Aktien von der [[Hammerau]]; [[Stahlwerk Annahütte]], Anm.] ''behalten den noch mehr als 200 fl [Gulden] getraue er sich nicht zu verlangen. Lebt recht wohl seid recht herzlich gegrüßt und geküßt von Euerer treuen Mutter Spángler Von Otto und allen viele herzliche grüße. '' |