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| | Der '''gold extra Kulturverein''' ist eine Künstlergruppe, die [[1998]] in [[Salzburg]] gegründet wurde und konzeptionell in verschiedenen Medien und künstlerischen Disziplinen, vor allem Performance, Medienkunst, Bildende Kunst und Musik arbeitet.<br> | | Der '''gold extra Kulturverein''' ist eine Künstlergruppe, die [[1998]] in [[Salzburg]] gegründet wurde und konzeptionell in verschiedenen Medien und künstlerischen Disziplinen, vor allem Performance, Medienkunst, Bildende Kunst und Musik arbeitet.<br> |
| − | Sie ist aus der „theatergruppe stuz“ hervorgegangen, die 1998 den [[Ferdinand-Eberherr-Preis|Ferdinand Eberherr-Preis]], Theaterpreis des Landes Salzburg und der Salzburger Nachrichten, erhalten hat und produziert bis heute in Salzburg. | + | :Sie ist aus der „theatergruppe stuz“ hervorgegangen, die 1998 den [[Ferdinand-Eberherr-Preis|Ferdinand Eberherr-Preis]], Theaterpreis des Landes Salzburg und der Salzburger Nachrichten, erhalten hat und produziert bis heute in Salzburg. |
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| | Charakteristisch für die Arbeiten von gold extra ist die konzeptionelle Wahl des Mediums oder Genres passend zur jeweiligen Thematik bzw. künstlerischen Idee. So entstanden Arbeiten in unterschiedlichen Formen, darunter Computerspiel, Robotertheater, Commedia dell'Arte-Straßentheater, Picknicks, Club oder CD-Sampler. Ein weiteres typisches Merkmal ist die Auseinandersetzung mit der Rolle des Publikums und dessen Involvierung in die Aufführung oder Präsentation. Die Produktionen von gold extra thematisieren gesellschaftliche Prozesse, oft im Spannungsfeld von Technologie und Politik. | | Charakteristisch für die Arbeiten von gold extra ist die konzeptionelle Wahl des Mediums oder Genres passend zur jeweiligen Thematik bzw. künstlerischen Idee. So entstanden Arbeiten in unterschiedlichen Formen, darunter Computerspiel, Robotertheater, Commedia dell'Arte-Straßentheater, Picknicks, Club oder CD-Sampler. Ein weiteres typisches Merkmal ist die Auseinandersetzung mit der Rolle des Publikums und dessen Involvierung in die Aufführung oder Präsentation. Die Produktionen von gold extra thematisieren gesellschaftliche Prozesse, oft im Spannungsfeld von Technologie und Politik. |
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| | == Mitglieder == | | == Mitglieder == |
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| | Zahlreiche aktuelle und ehemalige Mitglieder von gold extra sind im Salzburger Kulturleben tätig, darunter Markus Grüner (Künstlerischer Leiter [[ARGEkultur_Salzburg|ARGEkultur]], seit 2005), Tina Kubek ([[Leselampe]], [[Das_Kino|Das Kino]] bis 2010), Elisabeth Ramp ([[Akzente_Salzburg|Akzente Salzburg]]) und Karl Zechenter (Künstlerischer Leiter ARGEkultur 1999-2005, Vorstand Dachverband Salzburger Kulturstätten bis 2008). | | Zahlreiche aktuelle und ehemalige Mitglieder von gold extra sind im Salzburger Kulturleben tätig, darunter Markus Grüner (Künstlerischer Leiter [[ARGEkultur_Salzburg|ARGEkultur]], seit 2005), Tina Kubek ([[Leselampe]], [[Das_Kino|Das Kino]] bis 2010), Elisabeth Ramp ([[Akzente_Salzburg|Akzente Salzburg]]) und Karl Zechenter (Künstlerischer Leiter ARGEkultur 1999-2005, Vorstand Dachverband Salzburger Kulturstätten bis 2008). |
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| | == Geschichte und Produktionsübersicht == | | == Geschichte und Produktionsübersicht == |
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| − | Die Künstler verstanden gold extra von Beginn an als multimediales Netzwerk und mobile Plattform für künstlerische Produktionen und setzten sich damit bewusst ab von der baulichen Institutionalisierung von Kunstrichtungen wie im Salzburger Kulturstättenplan. In diesem Sinn sind frühe Produktionen von gold extra vielfach im öffentlichen Raum und in site specific Räumen in Salzburg und mit intensiver Beteiligung von regionalen Künstlernund Aktivisten aufgeführt worden. Eine beispielhafte Produktion ist die einwöchige Ausstellung und Performance „Komm nach hause“, die 2002 die Bushaltestelle vor dem [[Salzburger_Kunstverein|Künstlerhaus Salzburg]] in den Ausstellungsraum verlegte und mit dem Austausch von Innen- und Außenraum spielte. | + | Die Künstler verstanden gold extra von Beginn an als multimediales Netzwerk und mobile Plattform für künstlerische Produktionen und setzten sich damit bewusst ab von der baulichen Institutionalisierung von Kunstrichtungen wie im Salzburger Kulturstättenplan. In diesem Sinn sind frühe Produktionen von gold extra vielfach im öffentlichen Raum und in site specific Räumen in Salzburg und mit intensiver Beteiligung von regionalen Künstlern und Aktivisten aufgeführt worden. Eine beispielhafte Produktion ist die einwöchige Ausstellung und Performance „Komm nach hause“, die 2002 die Bushaltestelle vor dem [[Salzburger_Kunstverein|Künstlerhaus Salzburg]] in den Ausstellungsraum verlegte und mit dem Austausch von Innen- und Außenraum spielte. |
| − | Ihre Projekte wurden mehrfach vom Fonds für innovative Sonderprojekte des Landes Salzburg gefördert und sie experimentierten intensiv mit audiovisuellen Technologien, wie Camera Tracking. Als erste Künstlergruppe nutzen sie die [[Kavernen_1595|Kavernen in der Gstättengasse]] und förderten mit einem DJ- und Veranstaltungsnetzwerk, sowie drei CD-Samplern die elektronische Musikszene Salzburgs.
| + | :Ihre Projekte wurden mehrfach vom Fonds für innovative Sonderprojekte des Landes Salzburg gefördert und sie experimentierten intensiv mit audiovisuellen Technologien, wie Camera Tracking. Als erste Künstlergruppe nutzen sie die [[Kavernen_1595|Kavernen in der Gstättengasse]] und förderten mit einem DJ- und Veranstaltungsnetzwerk, sowie drei CD-Samplern die elektronische Musikszene Salzburgs. |
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| | Mit der Teilnahme am EU-Projekt „trichtlinnburg“ des Salzburger Kunstvereins („Love City“, „Survival Camp“) und der Einladung zu einer Produktion für das Symposion der Osterfestspiele Salzburg („Cosi. Mixtur“) beginnt eine Reihe von Projekten im In- und Ausland mit Werken für das Salzburger Mozartjahr 2006, Kulturhauptstadtjahr Linz 09, als Vertreter Salzburgs bei „Kosmos Österreich“ in Nordrheinwestfalen und Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie, der Deutschen Bundeskulturstiftung, Goethe-Institut und European Cultural Foundation. | | Mit der Teilnahme am EU-Projekt „trichtlinnburg“ des Salzburger Kunstvereins („Love City“, „Survival Camp“) und der Einladung zu einer Produktion für das Symposion der Osterfestspiele Salzburg („Cosi. Mixtur“) beginnt eine Reihe von Projekten im In- und Ausland mit Werken für das Salzburger Mozartjahr 2006, Kulturhauptstadtjahr Linz 09, als Vertreter Salzburgs bei „Kosmos Österreich“ in Nordrheinwestfalen und Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie, der Deutschen Bundeskulturstiftung, Goethe-Institut und European Cultural Foundation. |