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| | [[1924]] zog die Familie von Frankenmarkt nach Vöcklabruck, wo Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das [[Stiftsgymnasium Kremsmünster|Stiftsgymnasium]] in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen 1931|dritten]] [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger im Sattel eines Motorrades, zunächst auf einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto besaß, dann im Sattel einer ''Norton "International"'' 500 cm³, die den Beinamen ''The Unapproachable'' ("die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt) hatte. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. | | [[1924]] zog die Familie von Frankenmarkt nach Vöcklabruck, wo Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das [[Stiftsgymnasium Kremsmünster|Stiftsgymnasium]] in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen 1931|dritten]] [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger im Sattel eines Motorrades, zunächst auf einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto besaß, dann im Sattel einer ''Norton "International"'' 500 cm³, die den Beinamen ''The Unapproachable'' ("die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt) hatte. In den Sommerferien arbeitete er als Jugendlicher in Mechanikerwerkstätten und besuchte Motorradrennen. |
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| − | Krackowizer rückte zur [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] ein und wurde zu einem Jägerleitoffizier ausgebildet. Bei einer Stationierung auf der norddeutschen Insel Fehmann während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fiel ihm eine ältere Zeitschrift in die Hände, in der ein Rennmotorrad in Bremen zum Verkauf angeboten wurde. Er kaufte sich dieses sein erstes Rennmotorrad, eine ''Rudge Racing'' 250 cm³ mit zwei Ventilen.<ref>Dieses Motorrad hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn in England, eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads.</ref> Krackowizer nahm dann das Motorrad mit auf seine Dienststationen bis er gegen Ende des Krieges nach Breslau ([[Polen]]) versetzt wurde, wo er es, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Er selbst erlebte das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie in [[Norwegen]]. Von dort erzählte er eine Anekdote: Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! | + | Anfang Jänner [[1940]] rückte Krackowizer als 18-Jähriger zur [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] ein. Er wurde zum Luftnachrichtenfunker ausgebildet und kam zu einer Luftwaffen-Nahaufklärungsstaffel an die Westfront, wo er Anfang Mai noch am Frankreich-Feldzug teilnahm und dann den Beginn des Ostfeldzugs erlebte. Nachdem er im Frühjahr [[1942]] zur Luftwaffenkriegsschule in Halle an der Saale einen Kriegsoffizierslehrgang absolviert und eine weitere Zeit in Mitteleuropa abkommandiert war, konnte er nicht mehr zu seiner Stammeinheit an der Ostfront zurückkehren. Diese war bereits in Stalingrad eingekesselt worden. So kam er zur Luftabwehr, die im Westeuropa mit Radargeräten neu aufgestellt worden war. Dazu wurde er im Jänner 1943 in Ludwigshafen ausgebildet mit einem anschließenden Lehrgang zum Nachtjagd-Leitoffizier (ILO) in Hamburg. Von dort kam er zu seiner ersten Stationierung auf die norddeutsche Insel Fehmann. |
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| − | Nach kurzer Gefangenschaft wurde Krackowizer am [[7. September]] [[1945]] entlassen und kehrte nach Vöcklabruck heim.
| + | ==== Das erste eigene Motorrad ==== |
| | + | Bei einer Stationierung auf der Insel Fehmann fiel ihm eine ältere Zeitschrift in die Hände, in der ein Rennmotorrad in Bremen zum Verkauf angeboten wurde. Er kaufte sich dieses sein erstes Rennmotorrad, eine ''Rudge Racing'' 250 cm³ mit zwei Ventilen.<ref>Dieses Motorrad hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn in England, eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads.</ref> |
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| | + | Krackowizer nahm dann das Motorrad mit auf seine Dienststationen. Im Herbst [[1944]] war er i Breslau ([[Polen]]), wo er nun seine Rudge, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Anfang März [[1945]] wurde er nach [[Norwegen]] versetzt, wo er das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie erlebte. Von dort erzählte er eine Anekdote: Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern! |
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| | + | Am [[7. September]] [[1945]] kam Krackowizer aus der Gefangenschaft in Norwegen über Bremenhafen und ein Entlassungslager der Amerikaner in [[Pasau]] in seine Heimatsadt Vöcklabruck zurück. |
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| | == Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 == | | == Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 == |