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==Fluchtgründe==
 
==Fluchtgründe==
Fluchtgrund war bei Wehrmachtsangehörigen der Unwille , weiterhin für dieses Unrechtsregime zu töten. Bei ausländischen Arbeitern und Kriegsgefangenen waren es meist die Arbeits- und Lebensverhältnisse, die nicht selten von Ausbeutung, menschenunwürdiger Behandlung und schlechter Versorgung geprägt waren. Auslöser für die Umsetzung bereits bestehender Fluchtpläne war wohl eine Gelegenheit, die genutzt wurde. Anlass für eine spontane Flucht konnte ebenfalls eine plötzlich auftretende Gelegenheit oder ein Konflikt mit dem Dienstgeber oder einem Lager-Aufsichtsorgan sein.
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Fluchtgrund war bei Wehrmachtsangehörigen der Unwille, weiterhin für dieses Unrechtsregime zu töten. Bei ausländischen Arbeitern und Kriegsgefangenen waren es meist die Arbeits- und Lebensverhältnisse, die nicht selten von Ausbeutung, menschenunwürdiger Behandlung und schlechter Versorgung geprägt waren. Auslöser für die Umsetzung bereits bestehender Fluchtpläne war wohl eine Gelegenheit, die genutzt wurde. Anlass für eine spontane Flucht konnte ebenfalls eine plötzlich auftretende Gelegenheit oder ein Konflikt mit dem Dienstgeber oder einem Lager-Aufsichtsorgan sein.
 
   
 
   
 
Bei aufrechten Dienstverhältnissen erfolgte durch eine Flucht ein sogenannter Arbeitsvertragsbruch, ein in der NS-Zeit geschaffenes Delikt, das dazu diente, Disziplinierungsmaßnahmen gegenüber Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen zu rechtfertigen. Grundsätzlich auch für freiwillig zustande gekommene Dienstverhältnisse von Inländern geltend, wurde dieser „Rechtsbruch“ vor allem bei zwangsverpflichteten ausländischen Arbeitskräften geahndet, was in den Zuständigkeitsbereich der Geheimen Staatspolizei ([[Gestapo]]) fiel und meist schwerwiegende Folgen nach sich zog.  
 
Bei aufrechten Dienstverhältnissen erfolgte durch eine Flucht ein sogenannter Arbeitsvertragsbruch, ein in der NS-Zeit geschaffenes Delikt, das dazu diente, Disziplinierungsmaßnahmen gegenüber Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen zu rechtfertigen. Grundsätzlich auch für freiwillig zustande gekommene Dienstverhältnisse von Inländern geltend, wurde dieser „Rechtsbruch“ vor allem bei zwangsverpflichteten ausländischen Arbeitskräften geahndet, was in den Zuständigkeitsbereich der Geheimen Staatspolizei ([[Gestapo]]) fiel und meist schwerwiegende Folgen nach sich zog.  
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Gemeinsam war den meisten der damals Geflohenen, dass sie bereits kurze Zeit nach ihrer Flucht entdeckt und diversen Strafmaßnahmen zugeführt wurden. Diese reichten von Gestapo-Haft, über die Einweisung in eine Haftanstalt wie München-Stadelheim, in ein  Arbeitserziehungslager oder in ein Konzentrationslager, was zuweilen  das Todesurteil bedeutete. Gemeinsam war ihnen auch, dass ihr Flucht-Schicksal nach Ende des [[Zweiter WeltkriegZweiten Weltkrieges]] meist verdrängt wurde und damit in Vergessenheit geriet oder erst nach langer Zeit und oft nur durch einen Zufall geklärt werden konnte. Ein Buch über die Fluchten, die sich in der NS-Zeit auf Salzburger Boden ereignet haben, muss erst noch geschrieben werden.
 
Gemeinsam war den meisten der damals Geflohenen, dass sie bereits kurze Zeit nach ihrer Flucht entdeckt und diversen Strafmaßnahmen zugeführt wurden. Diese reichten von Gestapo-Haft, über die Einweisung in eine Haftanstalt wie München-Stadelheim, in ein  Arbeitserziehungslager oder in ein Konzentrationslager, was zuweilen  das Todesurteil bedeutete. Gemeinsam war ihnen auch, dass ihr Flucht-Schicksal nach Ende des [[Zweiter WeltkriegZweiten Weltkrieges]] meist verdrängt wurde und damit in Vergessenheit geriet oder erst nach langer Zeit und oft nur durch einen Zufall geklärt werden konnte. Ein Buch über die Fluchten, die sich in der NS-Zeit auf Salzburger Boden ereignet haben, muss erst noch geschrieben werden.
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==Drei exemplarische Flucht-Schicksale, die sich in Salzburg zugetragen haben==
 
==Drei exemplarische Flucht-Schicksale, die sich in Salzburg zugetragen haben==
 
* Die Flucht russischer Offiziere aus dem Lager Zeferet in Kaprun ([[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]] )  
 
* Die Flucht russischer Offiziere aus dem Lager Zeferet in Kaprun ([[NS-Zwangsarbeit am Beispiel Tauernkraftwerke Kaprun]] )  
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