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Ab Anfang 1942 finden sich im [[Pinzgau]] die ersten Hinweise auf Fluchten von ausländischen Arbeitern.  Ende Dezember 1942 flüchteten aus einem Lager in [[Kaprun]] fünf Ostarbeiter. Im Juni 1944 wurden in [[Krimml]] sechs Italiener, die von ihrem Arbeitsplatz geflohen waren, verhaftet. In [[Taxenbach]] wurden in einem einzigen Jahr gar 77 Personen – wohl meist wegen Arbeitsvertragsbrüchen - gefangen genommen und in das Polizeigefängnis nach Salzburg eingeliefert.  Das sind nur einige von vielen vergleichbaren Vorfällen, die allein aus drei Gemeinden im Pinzgau bekannt sind. Ähnlich wird es sich in den anderen Bezirken des Landes zugetragen haben. Aus dem damaligen Landkreis [[Hallein]] ist beispielsweise bekannt, dass im Jänner 1942 polnische Landarbeiter geflüchtet waren.
 
Ab Anfang 1942 finden sich im [[Pinzgau]] die ersten Hinweise auf Fluchten von ausländischen Arbeitern.  Ende Dezember 1942 flüchteten aus einem Lager in [[Kaprun]] fünf Ostarbeiter. Im Juni 1944 wurden in [[Krimml]] sechs Italiener, die von ihrem Arbeitsplatz geflohen waren, verhaftet. In [[Taxenbach]] wurden in einem einzigen Jahr gar 77 Personen – wohl meist wegen Arbeitsvertragsbrüchen - gefangen genommen und in das Polizeigefängnis nach Salzburg eingeliefert.  Das sind nur einige von vielen vergleichbaren Vorfällen, die allein aus drei Gemeinden im Pinzgau bekannt sind. Ähnlich wird es sich in den anderen Bezirken des Landes zugetragen haben. Aus dem damaligen Landkreis [[Hallein]] ist beispielsweise bekannt, dass im Jänner 1942 polnische Landarbeiter geflüchtet waren.
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Gemeinsam war den meisten der damals Geflohenen, dass sie bereits kurze Zeit nach ihrer Flucht entdeckt und diversen Strafmaßnahmen zugeführt wurden. Diese reichten von Gestapo-Haft, über die Einweisung in eine Haftanstalt wie München-Stadelheim, in ein  Arbeitserziehungslager oder in ein Konzentrationslager, was zuweilen  das Todesurteil bedeutete. Gemeinsam war ihnen auch, dass ihr Flucht-Schicksal nach Ende des [[Zweiter WeltkriegZweiten Weltkrieges]] meist verdrängt wurde und damit in Vergessenheit geriet oder erst nach langer Zeit und oft nur durch einen Zufall geklärt werden konnte. Ein Buch über die Fluchten, die sich in der NS-Zeit auf Salzburger Boden ereignet haben, muss erst noch geschrieben werden.
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Gemeinsam war den meisten der damals Geflohenen, dass sie bereits kurze Zeit nach ihrer Flucht entdeckt und diversen Strafmaßnahmen zugeführt wurden. Diese reichten von Gestapo-Haft, über die Einweisung in eine Haftanstalt wie München-Stadelheim, in ein  Arbeitserziehungslager oder in ein Konzentrationslager, was zuweilen  das Todesurteil bedeutete. Gemeinsam war ihnen auch, dass ihr Flucht-Schicksal nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] meist verdrängt wurde und damit in Vergessenheit geriet oder erst nach langer Zeit und oft nur durch einen Zufall geklärt werden konnte. Ein Buch über die Fluchten, die sich in der NS-Zeit auf Salzburger Boden ereignet haben, muss erst noch geschrieben werden.
    
==Drei exemplarische Flucht-Schicksale, die sich in Salzburg zugetragen haben==
 
==Drei exemplarische Flucht-Schicksale, die sich in Salzburg zugetragen haben==
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