Lebensraum Tageshospiz Kleingmain: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. August 2020, 16:46 Uhr
Das Lebensraum Tageshospiz Kleingmain wird von der Hospiz-Bewegung Salzburg Verein für Lebensbegleitung und Sterbebeistand in Salzburg-Kleingmain (Morzg) betrieben.
Die Hospizbewegung
Gegründet wurde die Hospiz-Bewegung 1962 von der Engländerin Cicely Saunders als begleitende Hilfe für Sterbende und deren Angehörige. „Du bist wichtig, einfach weil du du bist; du bist bis zum letzten Augenblick deines Lebens wichtig. Wir werden alles tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern vor allem leben kannst bis zuletzt“ war ihr Leitgedanke.
In Österreich besteht die Bewegung seit März 1992. Im Jahr 2002 wurde das Tageshospiz Kleingmainerhof als erstes österreichisches Tageshospiz auf Anregung von Fr. Dechant, der Gattin des damaligen Salzburger Bürgermeisters, eröffnet. An vier Tagen der Woche, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, stehen medizinische und begleitende Betreuung durch ehrenamtliche ausgebildete Betreuer Betroffenen kostenfrei zur Verfügung. Lediglich für die Mahlzeiten wird ein Unkostenbeitrag von sieben Euro pro Person und Tag erhoben.
Die Einrichtung finanziert sich über Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, sowie Erlöse aus Benefizveranstaltungen. Diese machen zusammen mehr als die Hälfte der Einnahmen aus. Mit etwa einem Fünftel des Jahresbudgets wird sie durch die Caritas der Erzdiözese Salzburg in Form einer Personalsubvention unterstützt. Ein weiteres Fünftel für die Dienste der mobile Hospizbegleitung und des Tageshospizes kommt von den Subventionsgebern Stadt und Land Salzburg, der SAGES und den Gemeinden. Die Sozialversicherungsträger tragen einen Teil der ärztlichen Leistung im Tageshospiz durch einen Zuschuss pro Patiententag.
Das Lebensraum Tageshospiz Kleingmain
Das Lebensraum Tageshospiz Kleingmain wurde im Jahr 2000 im Kleingmainerhof in der Morzger Straße Nr. 27 eröffnet. Aufgrund der steigenden Nachfrage wurde jahrelang nach einer Erweiterungsmöglichkeit gesucht. Im Sommer 2012 fand man diese in Form eines Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Stallgebäude der Familie Radauer nur zwei Kreuzungen weiter in der Buchholzhofstraße Nr. 3. Um das Projekt umzusetzen, hat Eigentümer Peter Radauer, dessen Großmutter einst selbst eine der ersten Hospizpatientinnen war, der GSWB ein Baurecht eingeräumt. Auf drei Ebenen sollen hier ab Oktober 2013 insgesamt 850 statt wie bisher rund 200 Quadratmeter Nutzfläche für zehn Tages-Betreuungsplätze zur Verfügung stehen.
Damit wird das Lebensraum Tageshospiz Kleingmain auch an fünf statt wie bisher nur an vier Tagen pro Woche offen halten können. Der Umbau wird rund zwei Millionen Euro kosten. Die Subvention des Landes Salzburg wurde von 70.000 Euro auf 210.000 Euro verdreifacht. Mit einer Bausteinaktion werden die noch fehlenden Mittel gesucht, die für das derzeit zu 77 Prozent ausfinanzierte Projekt notwendig sind.
Am früheren Standort, dem Kleingmainerhof, eröffnete im Oktober 2014 die Lebenshilfe Salzburg eine Tagesbetreuungswerkstätte der Lebenshilfe Morzg für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Weblink
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 21. August 2012