| | Die nach dem [[Bauernkrieg]] eingeführte Brandsteuer belastete vor allem die Kleingewerken, die nun gezwungen waren, ihren Grubenbesitz zu verkaufen. In den meisten Fällen waren die Käufer die Weitmoser und die Zott. Somit war die zunehmende Konzentration des Bergbaues in den Händen weniger Großgewerken zumindest auch eine Folge des Bauernkrieges. Die großen Gewerken erhielten auch aufgrund ihres Kontaktes zum Landesherrn Begünstigungen, die den Kleinunternehmern verwehrt blieben. Nur Großgewerken bekamen beispielsweise wieder Wälder verliehen, wodurch der Betrieb ihrer Schmelzhütten gesichert war, während die Kleinen aufgeben mussten. | | Die nach dem [[Bauernkrieg]] eingeführte Brandsteuer belastete vor allem die Kleingewerken, die nun gezwungen waren, ihren Grubenbesitz zu verkaufen. In den meisten Fällen waren die Käufer die Weitmoser und die Zott. Somit war die zunehmende Konzentration des Bergbaues in den Händen weniger Großgewerken zumindest auch eine Folge des Bauernkrieges. Die großen Gewerken erhielten auch aufgrund ihres Kontaktes zum Landesherrn Begünstigungen, die den Kleinunternehmern verwehrt blieben. Nur Großgewerken bekamen beispielsweise wieder Wälder verliehen, wodurch der Betrieb ihrer Schmelzhütten gesichert war, während die Kleinen aufgeben mussten. |
| − | „[[1553]] gab Herzog Ernst das einträglich Kohlegeschäft aus der Hand. Da sich die Kohlenerzeugung gut eingespielt habe und künftig von den Gewerken selbst mit guter Ordnung wohl erhalten werden mag, schloss er mit den Gewerken Christoff Weitmoser, Martin Strasser und Josef Zott samt deren Mitgewerken einen Vertrag, mit welchem er namentlich bestimmte Wälder im Pinzgau sowie alle seine Lender Anlagen übergab: ein großes gemauertes Haus, die Holzlände als Gesamtanlage, die Kohlenmeiler und Kohlenparme, die mittels eine Mühlrades mechanisch betriebene Säge, eine Mühle und ein Bäckerei, Getreidespeicher und Stallungen. …Die drei Großgewerken fühlten sich nun als die eigentlichen Herren in Lend und traten vor allem in der Waldfrage groß auf.“ | + | „[[1553]] gab Herzog Ernst das einträgliche Kohlegeschäft aus der Hand. Da sich die Kohlenerzeugung gut eingespielt habe und künftig von den Gewerken selbst mit guter Ordnung wohl erhalten werden mag, schloss er mit den Gewerken Christoff Weitmoser, Martin Strasser und Josef Zott samt deren Mitgewerken einen Vertrag, mit welchem er namentlich bestimmte Wälder im Pinzgau sowie alle seine Lender Anlagen übergab: ein großes gemauertes Haus, die Holzlände als Gesamtanlage, die Kohlenmeiler und Kohlenparme, die mittels eine Mühlrades mechanisch betriebene Säge, eine Mühle und ein Bäckerei, Getreidespeicher und Stallungen. …Die drei Großgewerken fühlten sich nun als die eigentlichen Herren in Lend und traten vor allem in der Waldfrage groß auf.“ |