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| | Größere und kleinere (Haus-)[[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]], zumeist Ziehbrunnen verteilt über die Stadt, stellten über etliche Jahrhunderte die Wasserversorgung sicher. Die Quellen der nahen Stadtberge, das Grundwasser in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser musste für die Versorgung der Bevölkerung ausreichen. Insgesamt gab es im Spät[[mittelalter]] vierzehn Brunnen in der linken [[Altstadt]] und vier in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Altstadt am rechten Ufer]] der Salzach<ref>[[Franz Valentin Zillner]]: Geschichte der Stadt Salzburg, I. Buch, Seite 158</ref>. | | Größere und kleinere (Haus-)[[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]], zumeist Ziehbrunnen verteilt über die Stadt, stellten über etliche Jahrhunderte die Wasserversorgung sicher. Die Quellen der nahen Stadtberge, das Grundwasser in der Stadt und in Zisternen gesammeltes (Regen-)Wasser musste für die Versorgung der Bevölkerung ausreichen. Insgesamt gab es im Spät[[mittelalter]] vierzehn Brunnen in der linken [[Altstadt]] und vier in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Altstadt am rechten Ufer]] der Salzach<ref>[[Franz Valentin Zillner]]: Geschichte der Stadt Salzburg, I. Buch, Seite 158</ref>. |
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| − | : Altstadt, links der Salzach | + | : '''Altstadt, links der Salzach''' |
| | * (Zieh-)Brunnen am Markt (genannt nach 1300), ([[Alter Markt]]) → seit 1488: [[Florianibrunnen]] | | * (Zieh-)Brunnen am Markt (genannt nach 1300), ([[Alter Markt]]) → seit 1488: [[Florianibrunnen]] |
| | * Admuntbrunnen (auch Admontbrunnen, 1347 genannt) oder Spitalbrunnen (1408) ([[Bürgerspitalgasse]]) | | * Admuntbrunnen (auch Admontbrunnen, 1347 genannt) oder Spitalbrunnen (1408) ([[Bürgerspitalgasse]]) |
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| | * (Zieh-)Brunnen im Bierbräuhaus am Kai → heute: [[Amtsgebäude Kaigasse 14–16]] | | * (Zieh-)Brunnen im Bierbräuhaus am Kai → heute: [[Amtsgebäude Kaigasse 14–16]] |
| | * (Zieh-)Brunnen in der Pfeifergasse, ([[Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz]]) → heute: [[Gedenkbrunnen Kaigasse]] | | * (Zieh-)Brunnen in der Pfeifergasse, ([[Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz]]) → heute: [[Gedenkbrunnen Kaigasse]] |
| − | : Altstadt, rechts der Salzach | + | : '''Altstadt, rechts der Salzach''' |
| | * (Zieh-)Brunnen bei [[Andräkirche|Kirche St. Andreas]], | | * (Zieh-)Brunnen bei [[Andräkirche|Kirche St. Andreas]], |
| | * Glimpfenbrunnen, (Zieh-)Brunnen in der Sebastiangasse, ([[St.-Sebastians-Kirche]]) | | * Glimpfenbrunnen, (Zieh-)Brunnen in der Sebastiangasse, ([[St.-Sebastians-Kirche]]) |
| | * (Zieh-)Brunnen im Unteren Brückenviertel, ([[Steingasse]]) → heute: [[Engelwirtsbrunnen]]. | | * (Zieh-)Brunnen im Unteren Brückenviertel, ([[Steingasse]]) → heute: [[Engelwirtsbrunnen]]. |
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| − | : Festung Hohensalzburg | + | : '''Festung Hohensalzburg''' |
| | Die [[Festung Hohensalzburg]], deren Bauanfänge wohl in der zweiten Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s liegen, war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in einer oder mehreren ''Zisternen''. Diese reichten für die Versorgung der Festung stets aus. | | Die [[Festung Hohensalzburg]], deren Bauanfänge wohl in der zweiten Hälfte des [[11. Jahrhundert]]s liegen, war von Anfang an so geplant, dass sie sich autark versorgen konnte. Ein ausgeklügeltes Dach- und Dachrinnensystem sammelte das auch früher reichlich vorhandene [[Salzburger Schnürlregen|Regenwasser]] in einer oder mehreren ''Zisternen''. Diese reichten für die Versorgung der Festung stets aus. |
| | * [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] | | * [[Keutschach-Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Keutschach-Zisterne]] |
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| | === Gersbergwasserleitung === | | === Gersbergwasserleitung === |
| | [[1485]]/88 wurde die [[Gersbergwasserleitung ]] vom [[Gersberg]], einem Vorberg des [[Gaisberg]]s, bis zum [[Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2 000 [[Lärche]]<nowiki>nröhren</nowiki> leitete man das Wasser aus [[Parsch]] nördlich am [[Kapuzinerberg]] entlang in die Stadt. [[1639]] wurden in der [[Linzer Gasse]] und in Parsch Brunnstuben im Verlauf der Gersbergleitung hinzugefügt. | | [[1485]]/88 wurde die [[Gersbergwasserleitung ]] vom [[Gersberg]], einem Vorberg des [[Gaisberg]]s, bis zum [[Florianibrunnen]] am [[Alter Markt|Alten Markt]] gelegt. In über 2 000 [[Lärche]]<nowiki>nröhren</nowiki> leitete man das Wasser aus [[Parsch]] nördlich am [[Kapuzinerberg]] entlang in die Stadt. [[1639]] wurden in der [[Linzer Gasse]] und in Parsch Brunnstuben im Verlauf der Gersbergleitung hinzugefügt. |
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| | === Städtisches Brunnhaus === | | === Städtisches Brunnhaus === |
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| | [[1649]] wurde am Gaisberg eine Quelle gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]] am [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] und Gersberg. Die ''Mirabellleitung'' vom [[Neuhauser Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führte zum [[Linzertor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]]. | | [[1649]] wurde am Gaisberg eine Quelle gefasst, dessen Wasser zum städtischen Ziegelstadel geleitet wurde. Es folgten weitere Quellfassungen [[1714]] und [[1806]] am [[Kühberg (Stadt Salzburg)|Kühberg]] und Gersberg. Die ''Mirabellleitung'' vom [[Neuhauser Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führte zum [[Linzertor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]]. |
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| − | == Leitungsnetz um 1800 (Ludwig Grenier) == | + | == Leitungsnetz um und nach 1800 (Ludwig Grenier) == |
| | Als Salzburg [[1810]] Teil des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] wurde, präsentierten sich nach den Kriegswirren und der vielfachen militärischen Besetzung der Stadt Gebäude und Infrastruktur desolat und alles andere als zufrieden stellend, so auch das System der Wasserversorgung. In den Rinnen und Abflüssen häuften sich Schmutz und Unrat, Brunnrohre waren verfault und undicht. Die Stadtverwaltung besaß zumindest Aufzeichnungen zur Berechnung des Wasserzinses. Unterlagen für die ärarischen<ref>materielle und immaterielle Vermögen eines Staates oder einer Körperschaft, ein heute üblicherer Begriff hierfür ist Fiskus.</ref> Leitungen fehlten wie auch generell Wasserleitungspläne, Aufzeichnungen über Brunnen und dergleichen. | | Als Salzburg [[1810]] Teil des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] wurde, präsentierten sich nach den Kriegswirren und der vielfachen militärischen Besetzung der Stadt Gebäude und Infrastruktur desolat und alles andere als zufrieden stellend, so auch das System der Wasserversorgung. In den Rinnen und Abflüssen häuften sich Schmutz und Unrat, Brunnrohre waren verfault und undicht. Die Stadtverwaltung besaß zumindest Aufzeichnungen zur Berechnung des Wasserzinses. Unterlagen für die ärarischen<ref>materielle und immaterielle Vermögen eines Staates oder einer Körperschaft, ein heute üblicherer Begriff hierfür ist Fiskus.</ref> Leitungen fehlten wie auch generell Wasserleitungspläne, Aufzeichnungen über Brunnen und dergleichen. |
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| | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> | | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> |
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| − | == Wasserversorgung durch Städtisches Wasserwerk und die Salzburg AG == | + | === Wasserversorgung durch Städtisches Wasserwerk und die Salzburg AG === |
| | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' | | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' |
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| | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. | | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. |
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| − | == Wasserspeicher im späten 19. und 20. Jahrhundert == | + | == Wasserspeicher und Versorgung im späten 19. und 20. Jahrhundert == |
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| | === Kapuzinerberg Kavernen === | | === Kapuzinerberg Kavernen === |
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| | :''Hauptartikel: [[Amalie-Redlich-Turm]]'' | | :''Hauptartikel: [[Amalie-Redlich-Turm]]'' |
| | Der Wasserturm auf dem Mönchsberg wurde [[1891]]–[[1892]] vom Architekten [[Karl Demel]] im Auftrag des Bankiers [[Karl Leitner]], der das [[Schloss Mönchstein]] erworben hatte, erbaut. Er beherbergt einen kleinen Wasserbehälter, das aus der gleichzeitig neu errichteten Gerbergwasserleitung gespeist wurde. Die Quelle auf dem Gersberg liegt wesentlich höher als jene in Fürstenbrunn, deren Druck nicht ausgereicht hat, um das Wasser in die Häuser am Mönchsberg hinaufzudrücken. | | Der Wasserturm auf dem Mönchsberg wurde [[1891]]–[[1892]] vom Architekten [[Karl Demel]] im Auftrag des Bankiers [[Karl Leitner]], der das [[Schloss Mönchstein]] erworben hatte, erbaut. Er beherbergt einen kleinen Wasserbehälter, das aus der gleichzeitig neu errichteten Gerbergwasserleitung gespeist wurde. Die Quelle auf dem Gersberg liegt wesentlich höher als jene in Fürstenbrunn, deren Druck nicht ausgereicht hat, um das Wasser in die Häuser am Mönchsberg hinaufzudrücken. |
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| | === Wasserknappheit und Wasseruhren === | | === Wasserknappheit und Wasseruhren === |
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| | [[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. Die generelle Wasserknappheit wird erst [[1928]] durch die Errichtung des Grundwasserwerks in Glanegg beseitigt. | | [[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. Die generelle Wasserknappheit wird erst [[1928]] durch die Errichtung des Grundwasserwerks in Glanegg beseitigt. |
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| − | =====Versorgung in Notzeiten: Tankwagen und Desinfizierung mit Chlor ==
| + | ===Versorgung in Notzeiten: Tankwagen und Desinfizierung mit Chlor === |
| | Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] wurden in der Altstadt auch große Teile des Wasserversorgungsnetzes zerstört und es wurde auch der kleine Hochbehälter am Mönchsberg getroffen. Die Bereiche [[Griesgasse]] und [[Getreidegasse]] standen lange Zeit im Wasser und die Schadstellen konnten aus Materialmangel nicht ausgebessert werden. Bis Kriegsende war eine Versorgung durch Tankwagen notwendig. Eine weitere Kriegsfolge war, dass zur Aufrechterhaltung der Wasserhygiene und als Prävention gegen Infektionskrankheiten auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung das Wasser ab [[1945]] mit Chlor desinfiziert wurde. Ein unangenehmer Geruch und Geschmack waren die unvermeidliche Folge und die Beschwerden darüber häuften sich im Lauf der Jahre. Die besatzungsseits Chlor-Dosis war allerdings weit übertrieben, sie wurde sofort nach dem Abzug der Besatzung stark herabgesetzt.= | | Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] wurden in der Altstadt auch große Teile des Wasserversorgungsnetzes zerstört und es wurde auch der kleine Hochbehälter am Mönchsberg getroffen. Die Bereiche [[Griesgasse]] und [[Getreidegasse]] standen lange Zeit im Wasser und die Schadstellen konnten aus Materialmangel nicht ausgebessert werden. Bis Kriegsende war eine Versorgung durch Tankwagen notwendig. Eine weitere Kriegsfolge war, dass zur Aufrechterhaltung der Wasserhygiene und als Prävention gegen Infektionskrankheiten auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung das Wasser ab [[1945]] mit Chlor desinfiziert wurde. Ein unangenehmer Geruch und Geschmack waren die unvermeidliche Folge und die Beschwerden darüber häuften sich im Lauf der Jahre. Die besatzungsseits Chlor-Dosis war allerdings weit übertrieben, sie wurde sofort nach dem Abzug der Besatzung stark herabgesetzt.= |
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| | === Ozonanlage zur Desinfizierung === | | === Ozonanlage zur Desinfizierung === |
| − | [[1961]] wurde vorübergehend eine Ozonanlage in Betrieb genommen und dadurch endete die seit 1945 übliche Chlorierung. | + | [[1961]] wurde vorübergehend eine Ozonanlage in Betrieb genommen und dadurch endete die seit 1945 vorgenommene Chlorierung. |
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| | === Abschied von der Fürstenquelle === | | === Abschied von der Fürstenquelle === |
| − | Nach 1990 wurde die direkte Zuleitung aus der Fürstenquelle aus hygienischen Gründen beendet. Das gesamte Wasser der Fürstenquelle wurde stattdessen im Bereich des Grundwasserwerks St. Leonhard im Boden versickert, dadurch natürlich im Untergrund gereinigt und nach etwa 60 Tagen im Brunnfeld wieder gewonnen. Durch diese Optimierungsmaßnahme entfällt die Desinfizierung des Quellwasser durch eine Ozonanlage, es können Kosten eingespart werden, die Ozonanlage war damals nicht mehr zeitgemäß, die Geruchsbelästigung durch das sehr schädliche Gas auf dem Mönchsberg zwar zum Teil erheblich. Die Desinfektion wird heute zeitgemäß vorgenommen. | + | Nach 1990 wurde die direkte Zuleitung aus der Fürstenquelle aus hygienischen Gründen beendet. Das gesamte Wasser der Fürstenquelle wurde stattdessen im Bereich des Grundwasserwerks St. Leonhard im Boden versickert, dadurch natürlich im Untergrund gereinigt und nach etwa 60 Tagen im Brunnfeld wieder gewonnen. Durch diese Optimierungsmaßnahme entfällt die Desinfizierung des Quellwasser durch eine Ozonanlage, es können Kosten eingespart werden, die Ozonanlage war damals nicht mehr zeitgemäß, die Geruchsbelästigung durch das sehr schädliche Gas auf dem Mönchsberg zwar zum Teil erheblich. Die Desinfektion wird heute mit zeitgemäßen Mitteln vorgenommen. |
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| | === Grundwasserwerk Glanegg === | | === Grundwasserwerk Glanegg === |
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| | Die Hochbehälter im Mönchs- und im [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. | | Die Hochbehälter im Mönchs- und im [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. |
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| | === Wasserverband Salzburger Becken und Wasserschiene === | | === Wasserverband Salzburger Becken und Wasserschiene === |
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| | Das Wassermuseum zeigt die Entwicklung der Wasserversorgung der Stadt Salzburg von damals bis heute, präsentiert ihre Technik und erklärt anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken, Plänen und Skizzen viele Details von historischen und aktuellen Bauwerken, Projekten, Leitungen, Brunnen, Hydranten, ... und informiert über ihre Funktionsweise und Wartung. | | Das Wassermuseum zeigt die Entwicklung der Wasserversorgung der Stadt Salzburg von damals bis heute, präsentiert ihre Technik und erklärt anhand von ausgewählten Ausstellungsstücken, Plänen und Skizzen viele Details von historischen und aktuellen Bauwerken, Projekten, Leitungen, Brunnen, Hydranten, ... und informiert über ihre Funktionsweise und Wartung. |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |