Salzburger Seniorenring
Der Salzburger Seniorenring ist eine FPÖ-nahe Senioreneinrichtung.
Über den Seniorenring
Die Statuten des Seniorenrings, die 2007 Gültigkeit erlangten, sahen vor, dass FPÖ-Mitglieder, die das 50. Lebensjahr erreichten, automatisch Mitglieder des Seniorenrings wurden. Das ist 2026 nicht mehr der Fall.
Der Salzburger Seniorenring hat Fördermittel in der Höhe von rund 43.000 Euro zu Unrecht bezogen. Eine Prüfung 2026 des Landes hat ergeben, dass eine höhere Mitgliederanzahl von der Obfrau des Seniorenrings angegeben wurde, als tatsächlich vorhanden war. Die ehemalige Bundesrätin und damalige Obfrau Marlies Steiner-Wieser trat im März 2026 von allen politischen Funktionen in der FPÖ zurück. 1 509 Mitglieder wurden von der Obfrau des Seniorenrings für das Jahr 2025 auf dem Förderantrag vermerkt. Tatsächlich waren es aber nur 441 Mitglieder. Die Zahlendifferenzen ziehen sich über mehrere Jahre. Die Mitgliederanzahl, die von der Obfrau des Seniorenrings an das Land gemeldet wurde, war notariell bestätigt. Als Notar agierte FPÖ-Nationalrat Volker Reifenberger, der auch Mitglied des Landesparteivorstands der FPÖ Salzburg ist. Reifenberger merkt dazu aber an, dass er als Notar nur die Echtheit der Unterschrift zu bestätigen hat. Mit dem Inhalt hat der Notar nichts zu tun. Zudem werde vom Notar bestätigt, dass der Unterzeichner einer Urkunde den Inhalt kenne und die Unterzeichnung frei von Zwang erfolge. Zudem wurde bekannt, dass bis zum Jahr 2016 Hochrisikoaktien (41.439 Euro) vom Seniorenring gehalten wurden.
Obleute
- 1971–1995: Alois Zillner
- 1995–1999: Andreas Eisl
- 2005–2016: Dr. iur. Edwin Tiefenbacher
- 2016–2026:Marlies Steiner-Wieser
Quelle
- sn.at, 15. Juli 2026