Meteor am Himmel über Salzburg
Ein Meteor am Himmel über Salzburg war in der Nacht vom 13. auf 14. Februar 2013 zu sehen.
Allgemeines
Ein sehr heller Meteor zog seine Bahn und verglühte in der Erdatmosphäre. Mehr als zehn übereinstimmende Hinweise auf Meteorsichtungen gingen bei der Sternwarte Voggenberg ein.
Die Schilderungen sind übereinstimmend. Sie stammen aus Elsbethen und der Stadt Salzburg. Rund zehn Beobachter wandten sich an die Sternwarte Voggenberg in Bergheim. Ein Herr aus Salzburg-Morzg berichtete von einem "sehr seltsamen Phänomen" gegen 22 Uhr: "Und ich bin weder Hobbyastronom noch betrunken." Das konnte Helmut Windhager, Leiter der Arbeitsgruppe Astronomie im Haus der Natur, bestätigen. "Es gibt in Salzburg eine Menge übereinstimmender Sichtungen in der Nacht auf Donnerstag. Das dürfte ein sehr heller Meteor und damit ein Vorbote auf den Asteroiden in der Nacht auf Samstag gewesen sein. Wir beobachten seit Jahrzehnten Meteoriten. Wenn einer kommt, kommen oft auch mehrere. Die fliegen im Rudel herum." Auch für die Sternwarte war der lang angekündigte Asteroid mit dem klingenden Namen "2012 DA14" in der Nacht auf Samstag eine große Sensation.
Asteroid am 15. Februar 2013
In Salzburg konnte man den 50 bis 70 Meter großen Asteroiden am Freitag, den 15. Februar 2013, gegen 22:30 Uhr sehen, als er durch den Großen Wagen huschte – sofern der Himmel nicht wolkenverhangen war. Das war sogar mit einem Feldstecher mit zehnfacher Vergrößerung möglich. "Das ist einmalig, dass ein Asteroid nur 28 000 Kilometer an der Erde vorbeifliegt. Zum Vergleich: Der Mond ist 384 000 Kilometer weit weg", sagt Helmut Windhager staunend. "Wäre der Asteroid in Salzburg aufgeschlagen, wäre im Umkreis von 20 bis 25 Kilometern nichts mehr gestanden", sagt Windhager.
Die Entdeckung des Asteroiden
Das kleine Team von acht Mitarbeitern – darunter einige Amateurastronomen – des spanischen Observatoriums OAM auf Mallorca hatte den Asteroiden schon vor einem Jahr entdeckt. Damals war er mehr als vier Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Seit Beginn der regelmäßigen Beobachtungen des Himmels nach möglicherweise bedrohlichen Asteroiden in den 1990er-Jahren haben Wissenschaftler nie ein Objekt dieser Größe gesehen, das der Erde so nahe gekommen ist. Astronomen gehen davon aus, dass das Objekt aus Silikatgestein besteht, und schätzen seine Masse auf rund 130 000 Tonnen.
Quelle
- "Salzburger Nachrichten", 16. Februar 2013