Irrsberg (Neumarkt am Wallersee)

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Der Irrsberg von Sommerholz aus gesehen.
Irrsberg in Neumarkt am Wallersee, Südansicht. 2013
Irrsberg, Ansicht aus Sommerholz, Aufn. 2020
Irrsberg von der Südostseite mit Irrsee.
Panoramabild v. der Koglstraße in Oberhofen nach Westen bis Norden, mit Text.

Der Irrsberg ist eine 844 m ü. A. hohe Erhebung an der Grenze zwischen der Flachgauer Marktgemeinde Straßwalchen und der Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geografie

Der kleine Berg erstreckt sich in Form eines Hügelrückens in leicht südöstlicher Richtung. Der Gipfel ist nur rund 500 Meter von der Oberösterreichischen Landesgrenze entfernt, die über seine Südostschulter verläuft.

Bei Straßwalchen enden die Alpen orographisch im Norden. Es folgen im Nordwesten der Tannberg (geologisch noch ein Teil der Alpen) und der Hausruck- und Kobernaußerwald-Zug (Alpenvorland). Um den Berg liegen als größere Ortschaften Pfongau (Neumarkt am Wallersee) und Steindorf westlich sowie Straßwalchen nordwestlich, Irrsdorf direkt am Fuß nordöstlich und Oberhofen am Irrsee östlich. Zum Kolomansberg (1 114 m ü. A.) im Süden leitet eine Einsattelung (656 m ü. A.), die nach der südlich liegenden Kirche Sommerholz Sommerholzer Sattel genannt wird, meist einfach Sommerholz als Gegend.

In der Nähe des Südabhangs steht die Hagerkapelle aus dem 18. Jahrhundert, am Fuß im Nordosten steht eine Hubertuskapelle.

Zum Gipfelbereich führen mehrere Wanderwege. Im Gipfelbereich wurden Ende 2025, Anfang 2026 sechs Hektar Fichtenwald im Auftrag des Österreichischen Bundesheeres gerodet. Das dadurch entstandene Plateau wird in den kommenden Monaten wichtige Aufgaben in der Luftraumüberwachung übernehmen. An der Großraumradarstation auf dem 4,5 Kilometer südlich gelegenen Kolomansberg in Thalgau sind Wartungsarbeiten vorgesehen. Während dieser Zeit wird auf dem Irrsberg eine mobile Radarstation aufgebaut, die deren Aufgaben übernimmt und der Luftraumüberwachung dient. Die Arbeiten werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der dort in die Jahre gekommene Fichtenbestand wird nach der Zwischennutzung des Irrsbergs wieder als Mischwald aufgeforstet.[1]

Gewässer

An seinem Südabhang entspringt der Seitzbach. Der Berg entwässert östlich über den Irrsdorfer Bach und vom Sattel über den Seitzbach sowie westlich über den Pfongauer Bach vollständig über Hainbach und Schwemmbach und schließlich über den Mattigbach in den Inn bei Braunau. Der Irrsberg gehört hydrographisch also zum Alpenvorland.

Geologie

Der Berg gehört zur Zementmergelserie (Coniacium–Campanium, mittlere Oberkreide, ca. 90–70 Mio. Jahre alt) der Flyschzone.

Der Irrsberg markiert die Stelle, an der sich der Lobus des Salzachgletschers, der das Salzburger Seengebiet geprägt hat ("Wallerseegletscher"), und der des Dachsteingletschers, der das Mondseeland ausgefurcht hat (lokal als "Mondseegletscher" oder "Irrseegletscher" bezeichnet), trafen. In der Mindel- (vor um 450 000 Jahren) und Riß-Kaltzeit (vor etwa 200 000 Jahren) waren Irrsberg wie auch Koglerberg–Schoibernberg typische Nunataks, aus der Eismasse herausragende Felsinseln. Entlang des gesamten Ostfußes auf etwa 500–650 m ü. A. verlaufen die jüngeren Riß-Randmoränen des Irrseegletschers, im Westen liegen teils Grund-, teils Randmoränen. Von den höheren Mindel-Schottern (um 700 m ü. A.) hat sich ein Rest am Sommerholzer Sattel erhalten.

Die Nordostflanke bei Taigen ist eine alte Rutschmasse.

Ereignisse

Am Freitagnachmittag, den 25. März 2022, entdeckte eine Passantin einen Waldbrand am südwestlichen Abhang des Irrsberges. Die Freiwilligen Feuerwehren Neumarkt, der Löschzug Pfongau, Köstendorf und Steindorf rückten mit 64 Mann aus. Durch einen sehr trockenen Monat März bestand im ganzen Land erhöhte Waldbrandgefahr.[2]

Veranstaltung

Die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt am Wallersee Löschzug Pfongau veranstaltet alljährlich eine Wanderung auf den Irrsberg mit einer Feldmesse und anschließender Einkehr im Zeughaus in Pfongau.

Bilder

 Irrsberg (Neumarkt am Wallersee) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 13. Jänner 2026

Quellen

Einzelnachweise

  1. sn.at, 13. Jänner 2026
  2. www.sn.at, 26. März 2022