Prangerschützen Elsbethen

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Auftritt beim Bauernherbstfestival in der Red Bull Arena

Die Prangerschützen Elsbethen sind ein Schützenverein aus Elsbethen.

Geschichte

Das Gründungsjahr der Schützen lässt sich nicht genau eruieren, doch kann man eine erste indirekte Erwähnung über das „prunkvolle“ Feiern von kirchlichen Festen in Elsbethen in einer Beschreibung der Stadtpfarre Hallein zum hl. Anton (1690 bis 1750) finden.

Im 18. Jahrhundert lassen sich fixe Belege für die Existenz des Vereines finden. So wurde im Jahr 1733 beim bürgerlichen Riemenmeister Johann Georg Pürgl in Salzburg ein „lederner, starker Pulversack zur sicheren Aufbewahrung des Schießpulvers“ angeschafft. In einem Jahr zwischen 1806 und 1808 erhielten die damaligen Schützen „Elsbethen-Stanzinghof“ von Kaiser Franz I. eine Fahne, die noch heute im Besitz der Schützen ist.

Mit dem Beginn des 2. Weltkriegs wurde der Verein aufgelöst. Der Verein wurde 1946 von Franz Haslauer wiedergegründet, der 42 Jahre lang das Amt des Hauptmannes bekleidete.

Von 21. bis 23. August 1998 feierten die Prangerschützen Elsbethen ihr 275-jähriges Bestehen. Heute hat der Verein 63 aktive Mitglieder darunter zwei Marketenderinnen, seit 2006 ist Franz Brandauer jun. Schützenhauptmann.

Uniform

1962 wurde von Franz Haslauer auch die einheitliche Uniformierung der Schützen eingeführt, da diese davor individuell gekleidet waren.

  • schwarzer Filzhut mit grüner Hutschnur und schwarzem Hahnfederbusch der von einer goldenen Messinggranate gehalten wird
  • weißes Hemd, schwarze, mit Blumen bestickte Samtweste und eine weinrote Krawatte mit gekreuztem Prangerstutzenmotiv
  • grüner Lodenrock mit Hirschhornknöpfen, Eichenlaub als Kragenzier
  • schwarze Lodenhose mit grünem Zierstreifen
  • schwarze Haferlschuhe mit Schnallen
  • Die Uniformen der Hauptmänner werden mit goldenem Eichenlaub und goldenen Applikationen hervorgehoben.

Prangerschützen

Seit wann das „Prangerschießen“ zur Ausschmückung von Fronleichnamsprozessionen in Gebrauch kam, lässt sich nicht genau datieren,nahm jedoch sicher im Barock in der Zeit der prunkliebenden Fürsterzbischöfe Salzburgs seinen Anfang. Die Prangerschützen sollte neben der visuellen Sichtbarmachung der Macht der Kirche auch ein akustisches Zeichen setzen.

„Prangerschützen“ hatten seit jeher eine ausschmückende Rolle bei Festen inne. Anders als z. B. die Tiroler Schützen haben sie sich nicht aus der Landesverteidigung heraus entwickelt. Prangerstutzen konnten und wurden nie als Waffe eingesetzt werden, sondern sie sind seit jeher ein reines "Lärmbrauchtumsgerät".

Bilder

Quelle

Prangerschützen Elsbethen