Fürstpropstei Berchtesgaden
Die Fürstpropstei Berchtesgaden war ein reichsunmittelbares[1] geistliches Fürstentum im äußersten Südosten des heutigen Bayerns (Berchtesgadener Land). Die geistliche und weltliche Macht hatten die dem Augustiner-Chorherrenstift in Berchtesgaden vorstehenden Fürstpröpste inne.
Die Salzburger Erzbischöfe versuchten von jeher Einfluss auf die Fürstpropstei zu nehmen, gab es doch in Berchtesgaden ein Salzbergwerk. Die Schellenberger Saline war bereits an Salzburg verpfändet. Berchtesgaden stand von 1393 bis 1404 unter der Verwaltung Salzburgs.
Ein späterer Versuch Salzburgs sich Berchtesgaden gänzlich einzuverleiben führte 1611 zu einem Konflikt zwischen Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und Maximilian I. von Bayern. Der Grund lag in den Erträge aus dem Salzbergwerk Hallein, und einer Verdopplung der Zölle auf Salzburger Waren, die Maximilian I. durchsetzen wollte. Daraufhin wurde Berchtesgaden kurzerhand von Wolf Dietrich in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 1611 besetzt. Dann verließ aber der Mut den Salzburger Erzbischof und er flüchtete, wurde jedoch bald gefasst, musste abdanken und blieb bis zu seinem Tode im Kerker auf Festung Hohensalzburg.
Quelle
- Wikipedia Deutschland
Fußnote
- ↑ siehe Wikipedia Deutschland