Johanna Gräfin Lodron
Johanna Gräfin Lodron, geb. Freiin von Wolkenstein-Rodeneck, war von 1638 bis 1657 Äbtissin des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg.
Leben
Sie war die Schwester des Salzburger Domherrn Veit von Wolkenstein-Rodeneck.
Am 14. Juni 1620 heiratete sie den 71-jährigen verwitweten Vater des Fürsterzbischofs Paris Graf Lodron, den Grafen Nikolaus Lodron. Es wird angenommen, dass die Ehe mit Graf Nikolaus Lodron, der sich aus von Nogaredo, Trentino, nach Salzburg begeben hatte, um seinen Sohn nach dessen Wahl zum Fürsterzbischof ein wohl letztes Mal zu sehen, von dem um den Fortbestand seiner Familie besorgten Fürsterzbischof vermittelt wurde.
Das Paar verbrachte den Sommer in Salzburg. In das heimatliche Nogaredo heimgekehrt, erkrankte Graf Nikolaus schwer und starb in seiner Residenz. Johanna blieb noch das ganze Jahr 1622 in Nogaredo. 1623 zog sie sich auf Vorschlag ihres Schwiegersohnes in das Stift Nonnberg zurück.
Von 1638 bis 1657 war sie Äbtissin von Stift Nonnberg.