Dienten am Hochkönig
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Zell am See (ZE) |
| Fläche: | 49,74 km² |
| Geografische Koordinaten: | Koordinaten: 47° 22' N, 13° 0' O |
| Höhe: | 1071 m ü. A. |
| Einwohner: | 805 (31. Dez. 2005) |
| Postleitzahl(en): | 5652 |
| Vorwahl: | 0 64 61 |
| Gemeindekennziffer: | 50 603 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 4 Katastralgemeinden |
| Gemeindeamt: | 5652 Dienten am Hochkönig Dorf 22 |
| Offizielle Website: | www.dienten.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Jakob Bürgler (SPÖ) |
| Gemeinderat: | 9 Mitglieder: 6 SPÖ 6 ÖVP |
Dienten am Hochkönig ist eine Ortsgemeinde im Pinzgau. Die am Fuße des Hochkönigs gelegene Gemeinde hat knapp 800 Einwohner und verfügt heute im Sommer wie im Winter über einen regen Fremdenverkehr.
Gliederung
Dienten am Hochkönig besteht aus den Katastralgemeinden Dienten, Dientenbach und Schwarzenbach.
Weiters wird die Gemeinde in folgende Ortsteile unterteilt:
- Berg Dienten 96
- Bodenberg 3
- Dorf Dienten 158
- Schattberg Dienten 135
- Schwarzenbach 61
- Sonnberg Dienten 347
Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.
Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist: „In geteiltem Schild oben in Schwarz ein wachsender rotbewehrter goldener Löwe, in seiner Rechten einen, oben links mit einer schräglinken Pfeilspitze besetzten, silbernen Ring haltend; unten von Rot und Silber geschacht.“
Geschichte
Der Ort wurde erstmals 963 genannt. Der Name Dienten entwickelte sich aus dem offenbar keltischen "Tuenta" und leitet sich vom "Rivulus torrens Tuontina", dem Fluß der die alte Grenzlinie zwischen dem Pinzgau und dem Pongau markiert, ab. Bis ins 16. Jahrhundert findet sich noch die Namensform "Tuenten". Die Besiedlung des obersten Diententales erfolgte vermutlich ab dem 8. Jahrhundert. Die ersten Aufzeichnungen über den Bergbau stammen aus der Zeit um 1200. Im 16. Jahrhundert wurde das Eisen aus Dienten aufgrund der großen Nachfrage nach Innsbruck, Vorarlberg und Berchtesgaden geliefert. Die 1732 erfolgte Ausweisung der Lutherischen durch Erzbischof Leopold Freiherr von Firmian zwang auch viele Dientner Familien ihre Heimat zu verlassen. Viele dieser Exulanten siedelten sich im damals deutschen Ostpreußen an.
Nachdem der Eisenerzabbau bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert immer unrentabler wurde, folgte 1964 die endgültige Einstellung des Bergbaus in Dienten. Die Bevölkerung war bis in der Folge auf die kargen Erträge aus der alpinen Landwirtschaft angewiesen. Einen Aufschwung erlebte Dienten erst wieder mit dem Einsetzen des Tourismus.
Sehenswürdigkeiten
- Berghofmuseum und Schaumühle
- Bergkirche
Quellen
- Website der Gemeinde Dienten
- Österreichische Ortsdatenbank
- Statistik Austria