Badergässchen
Das Badergässchen ist eine kleine Gasse in der Altstadt von Salzburg zwischen der Griesgasse und der Getreidegasse.
In dieser Gasse befand sich das so genannte Seelen- oder Armenbad, das Bad des Bürgerspitals. Städtische Bäder, vorwiegend Schwitzbäder, waren meist Stiftungen wohlhabender Salzburger Bürger. Es gab sieben solcher Bäder im Stadtgebiet.
Drei Mal im Jahr konnten sich dort arme Leute unentgeltlich die Haare und den Bart schneiden lassen, darüber hinaus wurde dort geschröpft und zur Ader gelassen. Die Männer, die diese Arbeiten ausführten, nannte man Bader. Auch "chirurgische" Eingriffe wurden von Bader vorgenommen (das Zähneziehen fiel unter ihre Aufgaben). Aus diesem Grund soll sich auch Paracelsus öfter im Bad aufgehalten haben.
Quelle
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974