Rosa Engländer
Rosa Engländer (* 6. März 1896 in Salzburg, gestorben 1941 im Ghetto Lodz oder einem Vernichtungslager, Polen) war ein jüdisches Opfer des Nationalsozialismus aus Salzburg.
Rosa Engländer war das dritte Kind des jüdischen Ehepaars Gisela (geborene Pollak) und Theodor Engländer. 1920 wurde die Ehe geschieden und der Vater zog nach Prag. Die Mutter lebte mit den drei minderjährigen Kindern Henriette (Henny), Felix und Rosa weiterhin im Haus Griesgasse 17.
1920 starb ihr Bruder Felix. Ihre ältere Schwester, ebenfalls Modistin wie ihre Mutter, heiratete 1920 Max Moses Neuwirth aus der Kaufmannsfamilie Ornstein, deren Geschäft sich in der Getreidegasse befand. Sie hatten eine Tochter, Gisela.
Ebenso wie ihre Schwester Henriette war Rosa Modistin. Beide lebten bis 1938 in Salzburg. Henriette und ihre Tochter Gisela wurden am 12. März 1941 von Wien nach Polen deportiert und dort entweder in einem Ghetto oder in Treblinka ermordet. Im Jahr 1938 flüchtete Rosa nach Prag, vermutlich zu ihrem dort lebenden Vater. Am 3. November 1941 wurde sie von Prag nach Polen deportiert und dort entweder im Ghetto Lodz oder in einem Vernichtungslager ermordet.
Worterklärung
- Modisten fertigten Kopfbedeckungen insbesondere für Damen.
Quelle
- Stolpersteine in Salzburg
- wikipedia.org