Anton Schröder
Dr. Anton Schröder (* 1781 in Vilshofen / Bayern [1]; † 13. Februar 1864 in Landau an der Isar / Bayern[2]) war von 1815 bis 1816 königlich bayerischer Landgerichtsarzt (Bezirksarzt) von Neumarkt.
Leben
1809 promovierte Joseph Anton Schröder an der Universität Landshut zum Doktor der Medizin.[3] Danach wurde er Battaillons-Chyrurg bei dem 5. leichten Infanterie-Bataillon. Im März 1816 schrieb Schröder über seine bisherige Karriere, dass "aus Vilshofen des Unterdonaukreißes geboren, die ganze moralische und literärische Bildung dem Mutterland zu verdanken hat" und dass er "in neunjähriger militairischer Dienstzeit während 4 Feldzügen Gelegenheit hatte, nicht unbekannt seine Kenntnisse zu üben".[4]
Im März 1814 wurde er zum Landgerichtsarzt I Klasse in Haag zu Stahrenberg berufen wurde.[5] Haag war zur Zeit der bayerischen Herrschaft (1810-1816) eine der beiden Parzellen des Hausruckkreises, die dem bayerischen Salzachkreis zugeschlagen wurden, und somit ein Teil des "bayerischen Salzburg". 1814 wurde das Medizinalwesen nach bayerischer Norm organisiert und eine Reihe von Landgerichtsärzten berufen.
Am 16. September 1815 wurde er auf seinen Wunsch - in der gleichen Funktion als Landgerichtsarzt - nach Neumarkt versetzt.
Am 28. März 1816 richtet er eine Bittschrift an den bayerischen König um "Zurückberufung und fernere Verwendung im Staatsdienst", wegen "herannahender politischer Gebieths-Veränderungen drängend und traurig".[6]
Er wurde nach Simbach am Inn versetzt.[7] 1817 wurde Dr. Anton Schröder die Landgerichts Arztes Stelle zu Dingolfingen, Landgerichts Landau, verliehen.[8] Dort wurde er vermutlich nach Jahrzehnten des Dienstes pensioniert und verstarb am 13. Februar 1864 - als Wittwer - an "Altersschwäche".
- ↑ Franz Xaver Freninger, Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt- Landshut- München, München 1872, 57.
- ↑ https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/passau/landau-an-der-isar/023_01/?pg=43
- ↑ Franz Xaver Freninger, Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt- Landshut- München, München 1872, 57.
- ↑ SLA Gen Kr Kom Neumarkt 37.
- ↑ Salzburger Zeitung 18. März 1814, 369-390.
- ↑ SLA Gen Kr Kom Neumarkt 37.
- ↑ Salzburger Zeitung 1. Juli 1816, 555.
- ↑ Churbaierische Intelligenzblätter 6. Dezember 1817, 1009.