Karl Steinocher (Widerstandskämpfer)

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Karl Steinocher (sen.) (* 10. Juni 1894); in Krumau, Böhmen (Österreich-Ungarn, hernach Tschechoslowakei, † 16. Mai 1945); auf der Festung Hohenasperg bei Ludwigsburg) , war ein Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus. Zunächst verlief sein Leben eher bürgerlich. Steinocher gehörte dem altkatholischen Glauben an, war verheiratet und hatte drei Kinder darunter Karl Steinocher jun. Steinocher der ältere arbeitete als Eisenbahner im Fahrdienst, Schaffner und Zugführer.


Politischer Werdegang

Steinocher war Mitglieder der SPÖ, des Republikanischen Schutzbundes, sowie der Freien Gewerkschaft, wo er als Vertrauensmann der Eisenbahner galt und, ab Februar 1934 Mitglied der illegalen Revoultionären Sozialisten Österreichs (RSÖ). 1941 trat Steinöocher KPÖ-Gruppe Reichsbahn bei.

Verhaftung und Tod

Infolgedessen wurde er am 26. Februar 1942 verhaftet, nachdem, die Gestapo zuvor die RSÖ und KPÖ zerschlagen hatte. Am 27. November 1942 wurde Steinocher vom Oberlandesgericht in Wien zu sieben Jahren Zuchhaus verurteilt. Jedoch trat er diese Strafe nie an. Steinocher kam am 15. August desselben Jahres (noch vor der Verhaftung) ins Zuchthaus Landsberg am Lecht, später in die Zuchthäuser Straubing und Amberg, sowie die Festung Hohenasperg bei Ludwigsburg. Dort verstarb Steinocher, nur wenige Tage nach Kriegsende, am 16. Mai 1945 an den Haftfolgen an Lungentuberkulose.

Stolperstein

In der Bucklreuthstraße Nr. 13 befindet sich ein Stolperstein für Karl Steinocher sen.

Stolperstein für Karl Steinocher sen. in der Bucklreuthstraße Nr. 13


Quelle

Artikel über Karl Steinocher sen. auf der Seite des Personenkommitees Stolpersteine