Rekordfahrten
Immer wieder fanden rund um die Stadt Salzburg Rekordfahrten mit Automobilen und Motorrädern statt.
Strecken
Es gab zwei Strecken, die für solche Zwecke verwendet wurden:
- die Moosstraße im Stadtgebiet von Salzburg
- und der Autobahnabschnitt Walserdreieck - Ausfahrt Anif-Grödig
Porsche - Rekordversuche auf der Autobahn bei Salzburg-Anif 1958
Im Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv von Prof. Dr. Helmut Krackowizer befinden sich Original-Zeitnehmerprotokolle über einen Rekordversuch mit einem Porsche Spyder.
Die Versuche fanden am 12. November 1958 auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg zwischen Grenze Walserberg und Anif-Grödig statt. Dieser Autobahnteil war damals so gut wie unbenützt, hatte aber eine Gerade von mehreren Kilometern. Also ideal geeignet für Rekordfahrten. Soweit ich recherchieren konnte, war mein Vater stets bemüht, besondere Aktivitäten als Pressechef bei Porsche zu setzen. So auch diesen Versuch.
Das Fahrzeug wurde von Niederösterreichen Pumpen-Fabrikanten Ernst Vogel pilotiert, ein seinerzeit sehr bekannte österreichischer Rennfahrer. Leider ist nicht ganz klar, ob die gefahrenen Zeiten tatsächlich Rekorde darstellten. Auch existieren keine Fotos von dieser Veranstaltung. Aber in jedem Fall ist es interessant, einige Details davon zu kennen:
Ein Kilometet mit stehendem Start:
- Hinfahrt: 26:40 Sekunden = 136,364 km/h
- Rückfahrt: 25:62 Sekunden = 140,516 km/h
- Mittel: 26:01 Sekunden = 138,409 km/h
Ein Kilometer mit fliegendem Start:
- Hinfahrt: 16:90 Sekunden = 213,018 km/h
- Rückfahrt: 16:11 Sekunden = 223,464 km/h
- Mittel: 16:50 Sekunden = 218,182 km/h
Longines- Chronotypogines-Meßgerät
Für technisch Interessierte: Auf dem Protokoll der Zeitnehmer ist auch genau vermerkt, mit welchem Uhren der Rekordversuch gemessen wurde:
"Die Zeitmessung wurde mit dem von der FIA und der FIM zugelassenen vollautomatischen Longines- Chronotypogines-Meßgerät, Type A 17, Nr. 411 Quarz Nr. 236771 mit Infra Lichtschranken und Handstoppung durchgeführt.
Der Chronotypogines arbeitet schreibend auf 1/100 Sekunden genau. Lt. Zeugnis der Sternwarte Neuchatel Nr. 110 vom 1. Juli 1957 wurden innerhalb 24 Stunden nur Zeitabweichungen von 7/1000 Sekunden festgestellt."