Alte Ansicht: Zinnoxydfabrik von Nikolaus Gaertner in Thalgau-Unterdorf um 1900
Im Jahr 1884 hat der Thalgauer Fabrikant Nicolaus Gaertner in Thalgau-Unterdorf mit der Erzeugung von Zinnoxyd begonnen und diese Produktion hat sehr rasch eine große Ausweitung erfahren.
Während der Blütezeit des Unternehmens um etwa 1900 waren bis zu 40 Personen beschäftigt. Die Anlieferung des Rohmaterials erfolgte aus Indien und Australien per Schiff und mit der Ischlerbahn. Das Produkt Zinn wurde in viele Länder der Welt geliefert. Als Brennmaterial diente Torf aus dem nahen Wasenmoos am Thalgauberg und dieser wurde vor der Verwendung im der Fabrik benachbarten großen Wasenstadl getrocknet. Vor allem der Schlot erinnert noch heute an die Fabriksvergangenheit.
Heute ist in diesem Gebäudekomplex das medizinisch diagnostische Leistungszentrum von Red Bull untergebracht.
Bildergalerie
ehemalige Zinnoxydfabrik(mit Schlot) in Thalgau-Unterdorf, rechts davon der langgezogene ehemalige Torfstadel
ehemaliges Fabriksgebäude im 21. Jahrhundert
östliche Ansicht der Fabrik, davor der renovierte Wasenstadel
Torfabbau im Wasenmoos, Bild v. 1904
Torfstich Wasenmoos mit Mooshäusl, Foto v. 1904
Das Hochmoor an Thalgauberg, wo früher der Torf als Brennstoff für die Zinnoxydfabrik abgebaut wurde
Für die mustergültige Renovierung des Fabriksobjektes wurde der damalige Besitzer Dipl. Ing. August Heuberger Sieger des Handwerkspreises 1997.
an Stelle des einstigen 6m großen Wasserrades fertigte der Künstler W. M. Pühringer einen überdimensionierten Rostbarsch, dessen Kopf steckt im Gebäude
Rostbarschskulptur mit Hausöffnung
Infotafel am Fabriksgebäude samt Übersichtsplan der einstigen Mühlen am Brunnbach