Augustiner-Eremiten-Kloster Hallein



Das Augustiner-Eremiten-Kloster Hallein in Hallein war eine Gründung des Salzburger Fürsterzbischofs Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg.
Geschichte
Die alte Georgskirche „S. Georgen“ am Georgsberg stammte aus der Zeit nach 1200 und war später im gotischen Stil umgebaut worden. 1650 übernahmen Augustiner-Mönche das Vikariat der Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt am Dürrnberg. Einige Jahre danach begannen die Mönche, die alte Kirche abzutragen und, zusammen mit einem Klostergebäude, eine neue zu errichten, für die der Hoforgelmacher Christoph Egedacher 1683 eine Orgel schuf. Den Bau der Anlage hatte man am 7. April 1683 begonnen und wurde 1702 vollendet.[1] Der letzte Mönch starb 1815. Später ging das Kloster in den Besitz der Benediktinerabtei Michaelbeuern über.
Das Halleiner Bezirksgericht war von 1811 bis 1958 im ehemaligen Augustiner-Eremiten-Kloster untergebracht. Bis zum Brand von 1943 beherbergte es auch die Bezirkshauptmannschaft.
Am 22. März 1943 fiel die gesamte Anlage einer Brandkatastrophe zum Opfer. 1962 wurde es gänzlich abgebrochen, und das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Hallein wurden dort errichtet.
Heute erinnert nur mehr die Klosterstiege, die einst von der heutigen Augustinergasse zum Kloster geführt hat und nun beim Gymnasium endet, an das ehemalige Kloster.
Weblinks
Bilder
Augustiner-Eremiten-Kloster Hallein – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg
- Penninger, Ernst: Die Straßennamen der Stadt Hallein, Sonderdruck aus: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 110 Salzburg 1970
Einzelnachweis
- ↑ Quelle Informationstafel vor Ort