Bronzezeit
Die Epoche der Bronzezeit (1900 - 1250 v. Chr.) bescherte Salzburg als Zentrum des Kupferbergbaus in den Ostalpen eine erste wirtschaftliche Blüte: In Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig und in den benachbarten Bergbaugebieten im Bereich Bischofshofen - Götschenberg wurden bis ca. 700 v. Chr. mehr als 20.000 Tonnen Kupfer gefördert.
Auf dem Schlossberg von Taxenbach ist eine Niederlassung dieser Menschen gewesen. Beim Forsthaus wurden zwei bronzene Armreifen, in Högmoos Tongeschirr aus der Bronzezeit gefunden[1].
Funde
Im Herbst 2009 machten Archäologen einen Sensationsfund. Bei Grabungen am Mitterberg entdeckte man am Troiboden in 1.700 m ü. A. eine alte Holzkiste. Diese etwa einen mal einen Meter große Kiste ist ein Werkskasten, der auf das 10. bis 15. Jahrhundert vor Christus datiert wird. Der Torfboden konservierte nicht nur das Holz, sondern auch die darin befindliche Mechanik.
Kasten und Wasser bildeten für die Bergleute der Bronzezeit ein Spezialgerät. Damit konnten verschieden schwere Sedimentgesteine gesiebt werden - Erze konnte somit gewonnen werden.
Man nimmt an, dass zur Bronzezeit mehrere Hundert Bergarbeiter am Troiboden werkten. Es war ja das größte Kupfererzbergwerk Mitteleuropas gewesen!
Weiterführend
Für Informationen zum Thema Bronzezeit, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.
Quellen und Fußnoten
- Salzburger Nachrichten, 6. Oktober 2009
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