Hieronymus Cristani von Rall

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Hieronymus Nikolaus Anton Cristani von Rall, auch C(h)ristani de Rallo oder di Rallo († 1751[1]), war von 1731 bis 1747, unter den Fürsterzbischöfen Leopold Anton Freiherr von Firmian und Jakob Ernst Graf Liechtenstein, Salzburger Hofkanzler.

Leben und Wirken

Er stammte aus dem niederen Tridentiner Adel und war, bevor Firmian ihn im März 1731 in seine Regierung berief, Ortsrichter in Firmians welschtiroler Heimat gewesen.

Sein Name ist vor allem mit der großen Protestantenvertreibung von 1731/32 verbunden, für deren listige Vorbereitung und rücksichtslose Durchführung er verantwortlich war.

Er war aber in den Jahren seiner Amtsführung überhaupt der maßgebende Staatsmann des Fürsterzbistums.

Cristani wurde im Jahr 1732 in die Salzburger Landstände aufgenommen.

Er erwarb 1741 das Gut bzw. Schloss Herrnau und ließ es in den Jahren 1741 bis 1744 in seine heutige Gestalt bringen.

Nach dem Tod Fürsterzbischof Jakob Ernsts wurde er vom (bis zum Amtsantritt des nächsten Erzbischofs) die Zwischenherrschaft ausübenden Domkapitel entmachtet.

Nachkommen

Zu seinen Kindern zählen

  • Johann Nepomuk Claudius Cristani von Rall (1729 –1796), österreichischer Feldmarschall,
wahrscheinlich auch
  • Nicolò Cristani di Rallo (1731-1776), k.k. Kreishauptmann von Rovereto, Mozart-Schüler, und
  • Leopoldine Freifrau von Moll, geborene Freiin Christani von Rall.

Wohl eine Enkelin war Katharina Gräfin Quabeck geb. Christani von Rall, die Schloss Herrnau 1805 verkaufte.

Literatur

Einzelnachweise