Salzburger Landesrelief Hellbrunn
Das Salzburger Landesrelief Hellbrunn war ein Werk des Salzburger Bildhauers Josef Pörnbacher.
Allgemeines
Es entstand ab 1906 in der Nähe von Hellbrunn bei Salzburg im Maßstab 1 : 3 000 und stellte das Land Salzburg und angrenzende Teile Kärntens dar.
Bis zum Jahr 1910 sollte dann das Objekt bereits eine Fläche von 3 000 Quadratmetern bedeckt haben. Es wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von einer Tribüne aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe. Es handelt sich um das größte je hergestellte Relief.
Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Während des Ersten Weltkriegs nutzte überdies ein Regiment aus Prag das Relief zu feldmäßigen Übungen. Aber trotz Restaurierungen konnten nur mehr 1 500 Quadratmeter gerettet werden, der Rest war zerstört.
Die Einnahmen deckten bei Weitem nicht die Kosten der Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Die Erwerberin, eine gewisse Frau Zell, musste ihrerseits im Jahr 1922 Liegenschaft und Relief wiederum an die Gräfin Schenk-Castell verkaufen. Gräfin Schenk-Castell emigrierte 1938 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Das Haus beim Relief übernahmen Offiziere der Deutschen Wehrmacht. Sie sprengten das Relief 1942; der damit verfolgte Zweck soll die Verhinderung von Spionage gewesen sein.
Weblinks
Siehe auch
Quellen
- www.landesmuseum.at www.landesmuseum.at/pdf Seite 83
- Toni Mair, Riesenreliefs als Prestigeobjekte. In: Toni Mair, Susanne Grieder: Das Landschaftsrelief. Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk. 2006 hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden, und Schweizerisches Alpines Museum, Bern. S. 56 ff. (57)