Stadtkino Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Linkfix)
K (ergänzt)
Zeile 2: Zeile 2:
 
{{Googlemapsort|Kuffergasse_2+5400+Hallein}}
 
{{Googlemapsort|Kuffergasse_2+5400+Hallein}}
 
[[Datei:Halleiner Stadtkino, Ansicht von der Pernerinsel.jpg|thumb|Halleiner Stadtkino, Ansicht von der Pernerinsel]]
 
[[Datei:Halleiner Stadtkino, Ansicht von der Pernerinsel.jpg|thumb|Halleiner Stadtkino, Ansicht von der Pernerinsel]]
 +
[[Datei:Stadtkino Hallein 04.jpg|thumb|Stadtkino Hallein, Innenansicht]]
 
Das '''Stadtkino Hallein''' ist gleichzeitig auch das '''Stadttheater Hallein''' und befindet sich am linken Ufer der [[Salzach]] im Bereich der [[Halleiner Altstadt]], der Bezirkshauptstadt des [[Tennengau]]s.
 
Das '''Stadtkino Hallein''' ist gleichzeitig auch das '''Stadttheater Hallein''' und befindet sich am linken Ufer der [[Salzach]] im Bereich der [[Halleiner Altstadt]], der Bezirkshauptstadt des [[Tennengau]]s.
 +
 +
== Geschichte ==
 +
Während dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zeigte das Theater Kino Hallein „''Die neuesten Aufnahmen von verschiedenen Kriegsschauplätzen''“.
 +
 +
[[1919]] suchte in der [[Stadt Salzburg]] bereits Kino-betreibende [[Bernhard Girstenbrey]] bei der [[Stadtgemeinde Hallein]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der  Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
 +
 +
In der Gemeinderatssitzung am [[16. November]] 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19191119&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2</ref>
  
 
== 2011 ==
 
== 2011 ==
Zeile 13: Zeile 21:
  
 
== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==
<gallery>
+
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" widths="400">
 
Datei:Stadtkino Hallein.jpg|Stadtkino Hallein
 
Datei:Stadtkino Hallein.jpg|Stadtkino Hallein
 
Datei:Stadtkino Hallein 02.jpg|Stadtkino Hallein bei Nacht
 
Datei:Stadtkino Hallein 02.jpg|Stadtkino Hallein bei Nacht
 
Datei:Stadtkino Hallein 03.jpg|Stadtkino Hallein, Innenansicht
 
Datei:Stadtkino Hallein 03.jpg|Stadtkino Hallein, Innenansicht
Datei:Stadtkino Hallein 04.jpg|Stadtkino Hallein, Innenansicht
 
 
</gallery>
 
</gallery>
  
== Quelle ==
+
== Quellen ==
 
* [http://regionaut.meinbezirk.at/puch-bei-hallein/politik/kino-hallein-wer-ist-farbenblind-d236556.html/action/recommend/1/ regionaut.meinbezirk.at]
 
* [http://regionaut.meinbezirk.at/puch-bei-hallein/politik/kino-hallein-wer-ist-farbenblind-d236556.html/action/recommend/1/ regionaut.meinbezirk.at]
 +
* [http://www.museumsverein.at/cms/fileadmin/Salzburg_Museum/Museumsverein/Museumsblaetter/2010/smbl_2010_6.pdf    www.museumsverein.at Museumsblätter 2012]
 +
* Salzburgwiki-Artikel [[Krieg Trauma Kunst]]
 +
 +
== Fußnoten ==
 +
<references/>
  
[[Kategorie:Freizeit|Hallein, Stadtkino]]
+
[[Kategorie:Freizeit]]
[[Kategorie:Kino|Hallein, Stadtkino]]
+
[[Kategorie:Kino]]
[[Kategorie:Tennengau|Hallein, Stadtkino]]
+
[[Kategorie:Tennengau]]
 
[[Kategorie:Hallein]]
 
[[Kategorie:Hallein]]

Version vom 7. Februar 2018, 20:35 Uhr

Datei:Stadtkino Hallein 01.jpg
Stadtkino Hallein bei Nacht
Karte
Halleiner Stadtkino, Ansicht von der Pernerinsel
Datei:Stadtkino Hallein 04.jpg
Stadtkino Hallein, Innenansicht

Das Stadtkino Hallein ist gleichzeitig auch das Stadttheater Hallein und befindet sich am linken Ufer der Salzach im Bereich der Halleiner Altstadt, der Bezirkshauptstadt des Tennengaus.

Geschichte

Während dem Ersten Weltkrieg zeigte das Theater Kino Hallein „Die neuesten Aufnahmen von verschiedenen Kriegsschauplätzen“.

1919 suchte in der Stadt Salzburg bereits Kino-betreibende Bernhard Girstenbrey bei der Stadtgemeinde Hallein um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen Oedl-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch Gustav Welfert ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.[1] Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 Kronen an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurück verwiesen.[2]

In der Gemeinderatssitzung am 16. November 1919 wurde dann aber doch einstimmig beschlossen, Girstenbrey die Bewilligung zur Errichtung eines (zweiten) Kinos in Hallein zu erteilen. Der Gemeinderat war zur Ansicht gekommen, dass es nur vorteilhaft sein kann, wenn ein zweites Kino eingerichtet werde.[3]

2011

Im Jahresabschluss 2011 ist ein Verlust von 76.832,66 Euro ausgewiesen. Die Stadtgemeinde Hallein hatte mit 164.403,04 Euro das Kino im Jahr 2011 subventioniert. Das Land Salzburg unterstützte es 14.600 Euro an Förderungen.

Anschrift

Kuffergasse 2
5400 Hallein
Telefon: (0 62 45) 8 06 14

Bildergalerie

Quellen

Fußnoten

  1. Quelle ANNO, Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. November 1919, Seite 2