Thorer Kapelle Saalfelden: Unterschied zwischen den Versionen
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Die ''Angesessenen'' mussten zwischen dem 6. Mai und dem 6. August 1732 in sechzehn Wanderzügen das Land verlassen. Ende 1732 standen 1776 Bauernhöfe leer. | |||
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Version vom 22. Dezember 2016, 10:42 Uhr
Die Thorer Kapelle befindet sich in Saalfelden am Steinernen Meer und verweist auf ein bedeutendes historisches Ereignis der Salzburger Landesgeschichte.
Hintergrund
Sie steht in der Nähe des Ritzensees und wurde 1732 von der damaligen Haslingbäuerin zur Erinnerung an ihren Mann errichtet. Dieser musste zusammen mit mehr als 20 000 Salzburgern, mehrheitlich aus den Bezirken Pongau und Pinzgau, auf Grund des sogenannten Emigrationspatentes vom 31. Oktober 1731, 1732 das Land verlassen. Diese Landesverweisung betraf jene Gläubigen, die sich damals zum Protestantismus bekannten und keinerlei Bereitschaft zeigten, zum katholischen Glaubensbekenntnis zurück zu kehren.
Die Angesessenen mussten zwischen dem 6. Mai und dem 6. August 1732 in sechzehn Wanderzügen das Land verlassen. Ende 1732 standen 1776 Bauernhöfe leer.
Quelle
- Informationstafeln bei der Kapelle