Landesapotheke am St. Johanns-Spital: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Landesapotheke am St. Johanns-Spital''' ist eine [[Apotheken in der Stadt Salzburg|Apotheke in der Stadt Salzburg]].


Die '''Landesapotheke am St. Johanns-Spital''' ist eine [[Apotheken in der Stadt Salzburg|Apotheke in der Stadt Salzburg]].
== Allgemeines ==
Sanitätsrechtlich interessant ist, dass die Landesapotheke am St. Johanns-Spital eine der wenigen "Realapotheken" iSd § 1 Apothekengesetzes ist, d.h. sie bestand als Einrichtung der Gesundheitsversorgung schon, bevor die österreichischen Gesetze (1770 Generalsanitätsnormativum; 1907 Apothekengesetz) den Betrieb von Apotheken an besondere Anforderungen und Bedingungen, insbesondere unter den Vorbehalt einer staatlichen Konzession stellten.<ref>Als "Realapotheke" gelten noch die Anstaltsapotheken der Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Linz, Graz und Wien.</ref> Zudem hat sie seit ihrer Gründung zwei sanitätsrechtlich wichtige Aufgaben, einerseits die Sicherstellung der Medikamentenversorgung für eine [[Krankenanstalt]] als sog. Anstaltsapotheke und andererseits als öffentliche Apotheke die Medikamentenversorgung im Kleinverkauf für die Bevölkerung.  
Sanitätsrechtlich interessant ist, dass die Landesapotheke am St. Johanns-Spital eine der wenigen "Realapotheken" iSd § 1 Apothekengesetzes ist, d.h. sie bestand als Einrichtung der Gesundheitsversorgung schon, bevor die österreichischen Gesetze (1770 Generalsanitätsnormativum; 1907 Apothekengesetz) den Betrieb von Apotheken an besondere Anforderungen und Bedingungen, insbesondere unter den Vorbehalt einer staatlichen Konzession stellten.<ref>Als "Realapotheke" gelten noch die Anstaltsapotheken der Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Linz, Graz und Wien.</ref> Zudem hat sie seit ihrer Gründung zwei sanitätsrechtlich wichtige Aufgaben, einerseits die Sicherstellung der Medikamentenversorgung für eine [[Krankenanstalt]] als sog. Anstaltsapotheke und andererseits als öffentliche Apotheke die Medikamentenversorgung im Kleinverkauf für die Bevölkerung.  


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===Gründung===
===Gründung===
* [[1754]] wurde am [[St. Johanns-Spital#Geschichte|St. Johanns-Spital]] eine [[Apotheke]] eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute.
* [[1754]] wurde am [[St. Johanns-Spital#Geschichte|St. Johanns-Spital]] eine [[Apotheke]] eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute.
* Die Landesapotheke ist beim Müllegger-Tor in einem historischen Gebäude untergebracht.
* Die Landesapotheke ist beim [[Müllegger Tor]] in einem historischen Gebäude untergebracht.


===Landesapotheke heute===
===Landesapotheke heute===
Die Landesapotheke ist ein echter Betrieb und steht im Eigentum des Landes. Ihr Wirtschaftsplan ist Teil des ordentlichen Landeshaushalts. Der Unternehmensgegenstand des Landesapotheke von heute ist als sog. Anstaltsapotheke sowohl die Herstellung von speziellen Medikamenten für Krankenanstalten als auch der Großhandel, d.h. durch Kauf und Verkauf des gesamten Medikamentenbedarfes aller ao. Krankenstalten im Land Salzburg sicherzustellen. Eine Besonderheit ist die hauseigene Herstellung von Zytostatika; eine wesentliche Innovation, die unter der Leitung von Mag. pharm. Günther Fellhofer umgesetzt wurde.
Die Landesapotheke ist ein echter Betrieb und steht im Eigentum des Landes. Ihr Wirtschaftsplan ist Teil des ordentlichen Landeshaushalts. Der Unternehmensgegenstand des Landesapotheke von heute ist als sog. Anstaltsapotheke sowohl die Herstellung von speziellen Medikamenten für Krankenanstalten als auch der Großhandel, d.h. durch Kauf und Verkauf des gesamten Medikamentenbedarfes aller ao. Krankenanstalten im Land Salzburg sicherzustellen. Eine Besonderheit ist die hauseigene Herstellung von Zytostatika; eine wesentliche Innovation, die unter der Leitung von Mag. pharm. Günther Fellhofer umgesetzt wurde.
 
Die Landesapotheke hat ca. 60 Mitarbeiter, die nach dem Kollektivvertrag für Apotheker bzw. nach dem Kollektivvertrag für Apothekenangestellte entlohnt werden. Diese Mitarbeiter sind keine Landesbediensteten. Die Landesapotheke erwirtschaftete 2015 einen jährlichen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro und führt einen Reingewinn von € 900.000,-- an das Land Salzburg ab.<ref>[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015, Beilagen und Erlaeuterungen; Landesapotheke, S 36 ff. Wirtschaftsplan]</ref> <ref>[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015, Einnahmen, Landesapotheke, Seite 70 (Ansatz 2/89300)]</ref>
Die Landesapotheke hat ca. 60 Mitarbeiter, die nach dem Kollektivvertrag für Apotheker bzw. nach dem Kollektivvertrag für Apothekenangestellte entlohnt werden. Diese Mitarbeiter sind keine Landesbediensteten. Die Landesapotheke erwirtschaftete 2015 einen jährlichen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro und führt einen Reingewinn von € 900.000,-- an das Land Salzburg ab.<ref>[http://www.salzburg.gv.at/beilagen_erlaeuterungen_2015 Landesvoranschlag 2015, Beilagen und Erlaeuterungen; Landesapotheke, S 36 ff. Wirtschaftsplan]</ref> <ref>[http://www.salzburg.gv.at/lva_2015-3 Landesvoranschlag 2015, Einnahmen, Landesapotheke, Seite 70 (Ansatz 2/89300)]</ref>


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==Literatur==
==Literatur==
* Landesapotheke Salzburg (Hg.), ''250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg''. Salzburg 2004.
* Landesapotheke Salzburg (Hg.), ''250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg'', Salzburg 2004  


== Quellen ==
== Quellen ==

Version vom 21. September 2015, 19:40 Uhr

Die Landesapotheke am St. Johanns-Spital ist eine Apotheke in der Stadt Salzburg.

Allgemeines

Sanitätsrechtlich interessant ist, dass die Landesapotheke am St. Johanns-Spital eine der wenigen "Realapotheken" iSd § 1 Apothekengesetzes ist, d.h. sie bestand als Einrichtung der Gesundheitsversorgung schon, bevor die österreichischen Gesetze (1770 Generalsanitätsnormativum; 1907 Apothekengesetz) den Betrieb von Apotheken an besondere Anforderungen und Bedingungen, insbesondere unter den Vorbehalt einer staatlichen Konzession stellten.[1] Zudem hat sie seit ihrer Gründung zwei sanitätsrechtlich wichtige Aufgaben, einerseits die Sicherstellung der Medikamentenversorgung für eine Krankenanstalt als sog. Anstaltsapotheke und andererseits als öffentliche Apotheke die Medikamentenversorgung im Kleinverkauf für die Bevölkerung.

Geschichte

Gründung

  • 1754 wurde am St. Johanns-Spital eine Apotheke eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute.
  • Die Landesapotheke ist beim Müllegger Tor in einem historischen Gebäude untergebracht.

Landesapotheke heute

Die Landesapotheke ist ein echter Betrieb und steht im Eigentum des Landes. Ihr Wirtschaftsplan ist Teil des ordentlichen Landeshaushalts. Der Unternehmensgegenstand des Landesapotheke von heute ist als sog. Anstaltsapotheke sowohl die Herstellung von speziellen Medikamenten für Krankenanstalten als auch der Großhandel, d.h. durch Kauf und Verkauf des gesamten Medikamentenbedarfes aller ao. Krankenanstalten im Land Salzburg sicherzustellen. Eine Besonderheit ist die hauseigene Herstellung von Zytostatika; eine wesentliche Innovation, die unter der Leitung von Mag. pharm. Günther Fellhofer umgesetzt wurde.

Die Landesapotheke hat ca. 60 Mitarbeiter, die nach dem Kollektivvertrag für Apotheker bzw. nach dem Kollektivvertrag für Apothekenangestellte entlohnt werden. Diese Mitarbeiter sind keine Landesbediensteten. Die Landesapotheke erwirtschaftete 2015 einen jährlichen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro und führt einen Reingewinn von € 900.000,-- an das Land Salzburg ab.[2] [3]

Leiter

Die Leiter der Apotheke trugen teils bekannte Namen:

Der Leiter der Landesapotheke heute ist Mag. pharm. Günther Fellhofer

Adresse / Kontakt

Landesapotheke am St. Johanns Spital Salzburg

Müllner Hauptstraße 50
5020 Salzburg
Telefon: 06 62 - 43 21 11
Fax: 06 62 - 43 21 11-6
E-mail: landesapotheke@salk.at

Weblinks

Literatur

  • Landesapotheke Salzburg (Hg.), 250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg, Salzburg 2004

Quellen

vergleiche mit

  1. Als "Realapotheke" gelten noch die Anstaltsapotheken der Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Linz, Graz und Wien.
  2. Landesvoranschlag 2015, Beilagen und Erlaeuterungen; Landesapotheke, S 36 ff. Wirtschaftsplan
  3. Landesvoranschlag 2015, Einnahmen, Landesapotheke, Seite 70 (Ansatz 2/89300)