Kaiviertel: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Beim Haus Nr. 11, der [[Kumpfmühle]], war ein Stadttor, das zur Salzach führte. Hier wurde Vieh zur Tränke geführt und auch ein Zugang zu den Salzachschiffen war hier. | |
| − | + | Im Haus Nr. 4 starb der Maler [[Sebastian Stief]], nach dem die [[Sebastian-Stief-Gasse]] benannt wurde. | |
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Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer [[1944]]. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den [[1960]] die Salzburger Bildhauerin [[Hilde Heger]] geschaffen hat. | Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer [[1944]]. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den [[1960]] die Salzburger Bildhauerin [[Hilde Heger]] geschaffen hat. | ||
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Im "[[Chiemseehof]]", ehemals Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] ist heute der Sitz der [[Salzburger Landesregierung]]. | Im "[[Chiemseehof]]", ehemals Sitz der [[Bischöfe von Chiemsee]] ist heute der Sitz der [[Salzburger Landesregierung]]. | ||
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* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg | * Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg | ||
| + | * Josef Hübl ''Heimatkunde Stadt Salzburg'', [[Salzburger Druckerei]], 1974 | ||
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Version vom 29. Juni 2007, 17:59 Uhr
Das Kaiviertel umfasst das Gebiet in der südöstlichen Altstadt von Salzburg zwischen Salzach, Mozartplatz, Kaigasse und Kajetanerplatz
Entstehung
Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz über das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden.
Name
Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai.
Gassen
Herrengasse
In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.
Kaigasse
- Hauptartikel: Kaigasse
Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren standen.
Krotachgasse
Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:
- dem Gurker Hof (Bischof von Gurk)
- dem Berchtesgadener Hof, der dem Propst von Berchtesgaden gehörte
- dem Chiemseehof
Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.
Pfeifergasse
- Hauptartikel: Pfeifergasse
Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.
In der Pfeifergasse, am Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz, findet sich das Wohnhaus des Komponisten und Organisten Paul Hofhaimer. Hier befand sich auch eines der sieben städtischen Bäder (vergleiche Badergässchen) , das Rappelbad. Darin wohnte auch Paracelsus für einige Jahre.
Beim Haus Nr. 11, der Kumpfmühle, war ein Stadttor, das zur Salzach führte. Hier wurde Vieh zur Tränke geführt und auch ein Zugang zu den Salzachschiffen war hier.
Im Haus Nr. 4 starb der Maler Sebastian Stief, nach dem die Sebastian-Stief-Gasse benannt wurde.
Plätze
Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz
Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt, in der Pfeifergasse
Papagenoplatz
Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat.
Bauten
Chiemseehof
Im "Chiemseehof", ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.
Quellen
- Beitrag Altstadt von Salzburg
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974