Aigen (Gemeinde): Unterschied zwischen den Versionen
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[[DAtei:Salzburger Becken Süd Berchtesgadener Alpen Aigen Morzg Hellbrunn 1930er.jpg|thumb|Blick in südliche Richtung über die Gemeinde Aigen (links unterhalb der [[Salzach]]), [[Hellbrunn]] mit [[Hellbrunner Berg]] (Bildmitte, größerer Hügel), rechts davon der [[Morzger Hügel]] in der [[Gemeinde Morzg]]. Zu erkennen ist der Verlauf der [[Salzburg-Tiroler-Bahn]] und die [[Hellbrunner Brücke (alt)|alte Hellbrunner Brücke]]. Im Bildhintergrund die [[Berchtesgadener Alpen]]. Aufnahme in den [[1930er]]-Jahren.]] | [[DAtei:Salzburger Becken Süd Berchtesgadener Alpen Aigen Morzg Hellbrunn 1930er.jpg|thumb|Blick in südliche Richtung über die Gemeinde Aigen (links unterhalb der [[Salzach]]), [[Hellbrunn]] mit [[Hellbrunner Berg]] (Bildmitte, größerer Hügel), rechts davon der [[Morzger Hügel]] in der [[Gemeinde Morzg]]. Zu erkennen ist der Verlauf der [[Salzburg-Tiroler-Bahn]] und die [[Hellbrunner Brücke (alt)|alte Hellbrunner Brücke]]. Im Bildhintergrund die [[Berchtesgadener Alpen]]. Aufnahme in den [[1930er]]-Jahren.]] | ||
| − | Die '''Gemeinde Aigen''' war seit [[1850]] bis zur Eingemeindung in die [[Stadt Salzburg]] [[ | + | Die '''Gemeinde Aigen''' war seit [[1850]] bis zur Eingemeindung in die [[Stadt Salzburg]] [[1939]] eine selbständige Ortsgemeinde. |
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=== Aigen wird Teil der Stadt Salzburg === | === Aigen wird Teil der Stadt Salzburg === | ||
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| − | Mit der ''"Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 30. September 1938 über die Erweiterung des Gebietes der Stadt Salzburg und über Gebietsänderungen einiger ihrer Umgebungsgemeinden"''<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=86&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 17. Oktober 1938]</ref> wurde die verbliebene Gemeinde Aigen zum [[1. Jänner]] [[1939]] in die Landeshauptstadt Salzburg [[Eingemeindungen#Stadt Salzburg|eingemeindet]]. Die südlichen Teile fielen an die Gemeinde [[Elsbethen]]. | + | Mit der ''"Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 30. September 1938 über die Erweiterung des Gebietes der Stadt Salzburg und über Gebietsänderungen einiger ihrer Umgebungsgemeinden"''<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=86&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 17. Oktober 1938]</ref> wurde die verbliebene Gemeinde Aigen zum [[1. Jänner]] [[1939]] mit einem Teil ihres Gebiets in die Landeshauptstadt Salzburg [[Eingemeindungen#Stadt Salzburg|eingemeindet]]. Die südlichen Teile fielen an die Gemeinde [[Elsbethen]]. |
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* [https://books.google.at/books?id=80BZAAAAcAAJ&pg=PA43&dq=wildbad+aigen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjV8umBj8PZAhVEZ1AKHTTdCrAQ6AEIKDAA#v=onepage&q=wildbad%20aigen&f=false books.google.at], Ausflugsbeschreibung Gemeinde Aigen: "''Reise-Handbuch für Kranke oder Naturfreunde, welche das Thal und Wildbad Gastein'' ... ''von Emil, zweyte Auflage''", 1832 | * [https://books.google.at/books?id=80BZAAAAcAAJ&pg=PA43&dq=wildbad+aigen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjV8umBj8PZAhVEZ1AKHTTdCrAQ6AEIKDAA#v=onepage&q=wildbad%20aigen&f=false books.google.at], Ausflugsbeschreibung Gemeinde Aigen: "''Reise-Handbuch für Kranke oder Naturfreunde, welche das Thal und Wildbad Gastein'' ... ''von Emil, zweyte Auflage''", 1832 | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
| − | * Salzburgwiki-Artikel Aigen | + | * Salzburgwiki-Artikel "[[Aigen]]" |
==== Einzelnachweise ==== | ==== Einzelnachweise ==== | ||
Version vom 21. November 2020, 18:56 Uhr
Die Gemeinde Aigen war seit 1850 bis zur Eingemeindung in die Stadt Salzburg 1939 eine selbständige Ortsgemeinde.
Geschichte
Von 1850 bis zur Eingemeindung 1939 bestand die selbständige Gemeinde Aigen, die damals z. B. auch Parsch umfasste. Mit der Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn 1860 begann wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung, den auch Aigen merkte. 1876 erhielt die Gemeinde mit dem Bahnhof Aigen an der Giselabahn, heute Salzburg-Tiroler-Bahn, seine eigene Eisenbahnstation. Das wohlhabende Bürgertum entdeckte Aigen als bevorzugten Wohnort. Auch adelige Verwaltungsbeamte und Offiziere im Ruhestand begannen sich in Aigen ihre Sitze zu errichten: Lanser, Andessner, Schnehen, Esterhazy, Mayr-Melnhof und andere kamen (siehe dazu Villen in Aigen).
Aigen als Kurort
- Hauptartikel Wildbad Aigen
Aigen wird Teil der Stadt Salzburg
Mit 1. Juli 1935 wurde ein Teil der seit 1850 bestehenden selbständigen Gemeinde Aigen nach Salzburg eingemeindet.[1]
Mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 30. September 1938 über die Erweiterung des Gebietes der Stadt Salzburg und über Gebietsänderungen einiger ihrer Umgebungsgemeinden"[2] wurde die verbliebene Gemeinde Aigen zum 1. Jänner 1939 mit einem Teil ihres Gebiets in die Landeshauptstadt Salzburg eingemeindet. Die südlichen Teile fielen an die Gemeinde Elsbethen.
Wahlsprengel
1930 gab es drei Wahlsprengel mit folgenden Wahllokalen und Agitationslokalen[3]
- Parsch: Gasthaus "Zur Post", Gaisbergstraße - Gasthof Klinger, Gaisbergstraße
- Aigen-Abfalter. Bahnhofsrestauration Aigen - Seiringers Gasthof "Zur Ueberfuhr"
- Hinterwinkl: Gasthof Schwaitl
Villen der Gemeinde Maxglan
- Hauptartikel Villen in Aigen
Die Napoleonischen Kriege, die damit zusammenhängende Wirtschaftskrise und der Anschluss Salzburgs an Österreich ließen erst wieder um 1850 neue Bautätigkeiten zu. Es entstanden zahlreiche Villen.
Bürgermeister der Gemeinde Aigen
- Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde Aigen
Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Aigen
- Hauptartikel Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Aigen
Töchter und Söhne der ehemaligen Gemeinde Aigen
- Anny Gräfin Aichelburg-Rumerskirch, geborene Gräfin Uiberacker (* 1891; † 1978 in Villach, Kärnten), Mutter von Marie Antoinette Gräfin Blanckenstein
- Franz Hinterstoisser (* 1863; † 1933 in Wien), k.u.k. Offizier, Militärschriftsteller und Pionier der österreichischen Luftfahrt
- Maria Rettenbacher (* 1878; † 1941 ermordet in Hartheim), ein aus Salzburg deportiertes Opfer des Nationalsozialismus
- Simon Rettenpacher OSB (* 1634 auf Hof Gänsbrunn; † 1706 in Kremsmünster, OÖ.), Theologe
- Anna Schreder (* 1903; † 1941 ermordet in Hartheim) war ein aus Salzburg deportiertes Opfer des Nationalsozialismus
- Emil Spannocchi (* 1916 in Schloss Aigen; † 1992 in Wiener Neustadt, NÖ.), erster Armeekommandant des Österreichischen Bundesheeres
- Johann Zwinger (* 1923; † 2008), römisch-katholischer Priester der Erzdiözese Salzburg
Gebäude, die in der Zeit der selbständigen Gemeinde entstanden
Weblinks
- books.google.at, Ausflugsbeschreibung Gemeinde Aigen: "Reise-Handbuch für Kranke oder Naturfreunde, welche das Thal und Wildbad Gastein ... von Emil, zweyte Auflage", 1832
Quellen
- Salzburgwiki-Artikel "Aigen"
Einzelnachweise
- ↑ Artikel "Eingemeindungen"
- ↑ Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 17. Oktober 1938
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 8. November 1930, Seite 8