Benutzer:Archiv/Salzbergwerk Hallstatt: Unterschied zwischen den Versionen
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[[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten ''Kilb-Werk'' der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde. | [[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten ''Kilb-Werk'' der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde. | ||
Bereits um 900 v. Chr. begannen die Menschen, sich in den Salzberg | Bereits um 900 v. Chr. begannen die Menschen, sich in den Salzberg hinein zugraben. Bis dahin nutzte man nur Oberflächensalz oder salzhaltige Quellen. Im Laufe der Jahrtausende entstand dann ein Stollensystem von etwa 4000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die ''taube Schicht''<ref>nicht Salz führende Gesteinsschicht(en)</ref> etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen. | ||
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Version vom 24. November 2009, 18:14 Uhr


Das Salzbergwerk Hallstatt dürfte das älteste bekannte Salzbergwerk der Welt sein und befindet sich im oberösterreichischen Salzkammergut in einem Berg oberhalb von Hallstatt am Hallstätter See.
Geschichte
Funde ergeben Hinweise, dass bereits vor 7000 Jahren am Salzberg bei Hallstatt Salz abgebaut wurde.
1734 wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten Kilb-Werk der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde.
Bereits um 900 v. Chr. begannen die Menschen, sich in den Salzberg hinein zugraben. Bis dahin nutzte man nur Oberflächensalz oder salzhaltige Quellen. Im Laufe der Jahrtausende entstand dann ein Stollensystem von etwa 4000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die taube Schicht[1] etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen.
Soleleitung
1595 wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem Hallstätter Bergwerk nach Ischl gebracht und im Sudwerk verarbeitet. 1757 wurde vom Hallstätter Johann Spielbichler der Gosauzwang errichtet, der die bis dahin frei über das Tal führende Soleleitung über sieben steinerne Pfeiler führte. Bis 1607 war dann die Soleleitung von Ischl nach Ebensee am Traunsee verlängert und man begann dort mit dem Salzsieden.
Das Bergwerk
Um zum Eingang der Stollen zu gelangen, nimmt man den Schrägaufzug von Hallstatt zum Gasthaus Rudolfsturm und von dort sind es wenige Minuten zu Fuß zum Salzbergwerk, das man durch den Christinastollen auf einer Seehöhe von 928 Metern betritt. Der Christina-Stollen wurde 1719 aufgeschlagen und erhielt seinen Namen von der Mutter Kaiserin Maria Theresias, von Elisabeth Christina von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Siehe auch
Quellen
- Salinen Austria - Salzwelten Hallstatt
- Das Salzkammergut, Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969
- ↑ nicht Salz führende Gesteinsschicht(en)