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| | Es gibt 20 [[Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg|Trinkwasserbrunnen]] in der [[Stadt Salzburg]]. | | Es gibt 20 [[Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg|Trinkwasserbrunnen]] in der [[Stadt Salzburg]]. |
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| − | == Geschichte == | + | == Wasser-Geschichte im Fürsterzbistum == |
| | [[Datei:Trinkwasser von der Taugl oder dem Fuschlsee.jpg|thumb|Trinkwasser für Salzburg von der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] oder aus dem [[Fuschlsee]] (1957)]] | | [[Datei:Trinkwasser von der Taugl oder dem Fuschlsee.jpg|thumb|Trinkwasser für Salzburg von der [[Taugl (Sankt Koloman)|Taugl]] oder aus dem [[Fuschlsee]] (1957)]] |
| | Die Geschichte der Wasserversorgung in Salzburg beginnt mit [[Römer|römischen]] Zisternen, geht über [[mittelalter]]liche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zum modernen System der Trinkwasserversorgungsnetze. Nachstehend sind die wichtigsten Entwicklungsschritte nach Jahrhunderten gereiht. | | Die Geschichte der Wasserversorgung in Salzburg beginnt mit [[Römer|römischen]] Zisternen, geht über [[mittelalter]]liche Zieh- und Pumpbrunnen bis hin zum modernen System der Trinkwasserversorgungsnetze. Nachstehend sind die wichtigsten Entwicklungsschritte nach Jahrhunderten gereiht. |
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| | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> | | Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref> |
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| − | === Städtisches Wasserwerk === | + | == Wasserversorgung durch Städtisches Wasserwerk und die Salzburg AG == |
| | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' | | :''Hauptartikel: [[Städtisches Wasserwerk]]'' |
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| | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. | | Das Städtische Wasserwerk war zwischen [[1875]] und [[1922]] eine Fürsorgeanstalt der [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Ab [[1922]] wurde die Wasserversorgung der Stadt Salzburg ein wirtschaftliches Unternehmen der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], die [[1950]] in die [[Salzburger Stadtwerke]] eingebracht wurde, welche im Jahr [[2000]] in der [[Salzburg AG]] aufging. |
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| − | === Kapuzinerberg Kaverne === | + | ==Wasserspeicher== |
| − | [[1888]]/1889 wurde für eine höhere Versorgungssicherheit oberhalb der [[Glockengasse]] eine erste Kaverne mit 1 000 Kubikmetern Speicherreservoir in den Kapuzinerberg gesprengt und mit Zuleitungen vom Gersberg und Heuberg versorgt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18890208&seite=3&zoom=33&query=%22Reservoir%22%2B%22Kapuzinerberg%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1889]</ref>. | + | === Kapuzinerberg Kavernen === |
| | + | [[1888]]/1889 wurde für eine höhere Versorgungssicherheit oberhalb der [[Glockengasse]] eine erste Kaverne mit 1 000 Kubikmetern Speicherreservoir in den Kapuzinerberg gesprengt und mit Zuleitungen vom Gersberg und Heuberg versorgt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18890208&seite=3&zoom=33&query=%22Reservoir%22%2B%22Kapuzinerberg%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1889]</ref>. um 1900 folgte in nächster Nähe ein zweiter etwas größerer Speicher. |
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| − | === Wasserturm auf dem Mönchsberg === | + | === Die alten Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg === |
| | + | Es begann mit dem [[Die Geschichte der Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg|ersten Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg]] in den [[1870er]]-Jahren. [[1929]] wurden neue Behälter geschaffen und schließlich der heutige zwischen 1948 und 1950. |
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| | + | Eine der größten Herausforderungen an die Wasserversorgung der Stadt Salzburg stellte der Winter [[1928]]/[[1929]]. Anfang Dezember stellte sich plötzlich eine Frostperiode mit Temperaturen bis zu minus 32 °C ein. Für drei Monaten herrschte eine durchschnittliche Temperatur von minus 26 Grad Celsius und der Frost reichte bis 1,70 m ins Erdreich. |
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| | + | Neben dem Rückgang des Wasserdurchflusses passierten auch noch zahlreiche Rohrbrüche und Hydranten wurden durch den Frost abgesprengt. Die Rohrstränge von [[St. Josef]] in [[Nonntal]] bis zur [[Hellbrunner Kaserne]], in der [[Nonnberggasse]], der Nutzwasserleitung, die [[Gersbergleitung]] über die [[Karolinenbrücke]], des [[Nonnberg]]s bis zum Hochbehälter am Mönchsberg, am [[Kapuzinerberg]], und von der [[Ignaz-Harrer-Straße]] bis zur Stadtgrenze waren abgefroren. |
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| | + | Trotz dieser Schwierigkeiten hielt die Wasserversorgung bis zum Eintritt des Tauwetters ohne besondere Schäden durch.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19341029&query=%22Hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 29. Oktober 1934, Seite 8</ref> |
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| | + | ===Der Brauchwasserspeicher === |
| | + | Nächst der Bürgerwehr wurde [[1907]] zur Entlastung der Trinkwasserleitung eine eigene Brauchwasserleitung mit einem eigenen Hochbehälter auf dem Mönchsberg mit 1 000 Kubikmetern Inhalt errichtet. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19320416&query=%22kapuzinerberg%22+%22hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 16. April 1932]</ref> |
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| | + | === Der Wasserturm auf dem Mönchsberg === |
| | :''Hauptartikel: [[Amalie-Redlich-Turm]]'' | | :''Hauptartikel: [[Amalie-Redlich-Turm]]'' |
| | Der Wasserturm auf dem Mönchsberg wurde [[1891]]–[[1892]] vom Architekten [[Karl Demel]] im Auftrag des Bankiers [[Karl Leitner]], der das [[Schloss Mönchstein]] erworben hatte, erbaut. Er beherbergt einen kleinen Wasserbehälter, das aus der gleichzeitig neu errichteten Gerbergwasserleitung gespeist wurde. Die Quelle auf dem Gersberg liegt wesentlich höher als jene in Fürstenbrunn, deren Druck nicht ausgereicht hat, um das Wasser in die Häuser am Mönchsberg hinaufzudrücken. | | Der Wasserturm auf dem Mönchsberg wurde [[1891]]–[[1892]] vom Architekten [[Karl Demel]] im Auftrag des Bankiers [[Karl Leitner]], der das [[Schloss Mönchstein]] erworben hatte, erbaut. Er beherbergt einen kleinen Wasserbehälter, das aus der gleichzeitig neu errichteten Gerbergwasserleitung gespeist wurde. Die Quelle auf dem Gersberg liegt wesentlich höher als jene in Fürstenbrunn, deren Druck nicht ausgereicht hat, um das Wasser in die Häuser am Mönchsberg hinaufzudrücken. |
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| − | === Wasserknappheit === | + | === Hochbehälter Mönchsberg === |
| | + | Der heutige [[Hochbehälter Mönchsberg]] in der Nähe der Richterhöhe wurde 1948 bis 1950 errichtet und in den Jahren 1995 bis 1998 generalsaniert. Dieser Behälter fasst 25 000 Kubikmeter (= 25 000 000 Liter) Wasser. Die Wassertiefe beträgt 8,5 Meter. |
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| | + | === Wasserknappheit und Wasseruhren === |
| | Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s und Anfang des [[20. Jahrhundert]]s herrschte in der stetig wachsenden Stadt Salzburg große Wassernot. In vielen Häusern war es damals üblich, das Wasser rinnen zu lassen, denn im Winter konnten dadurch die Wasserleitungen nicht einfrieren und im Sommer wurden die Häuser damit abgekühlt. Auch gab es noch immer zahlreiche Haushalte, die keinen Wasserzins bezahlten. | | Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s und Anfang des [[20. Jahrhundert]]s herrschte in der stetig wachsenden Stadt Salzburg große Wassernot. In vielen Häusern war es damals üblich, das Wasser rinnen zu lassen, denn im Winter konnten dadurch die Wasserleitungen nicht einfrieren und im Sommer wurden die Häuser damit abgekühlt. Auch gab es noch immer zahlreiche Haushalte, die keinen Wasserzins bezahlten. |
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| − | === Wasseruhren und Brauchwasserleitung ===
| + | [[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. Die generelle Wasserknappheit wird erst [[1928]] durch die Errichtung des Grundwasserwerks in Glanegg beseitigt. |
| − | [[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. | |
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| − | [[1907]] wurde zur Entlastung der Trinkwasserleitung eine Brauchwasserleitung mit einem eigenen Hochbehälter auf dem Mönchsberg mit 1 000 Kubikmetern Inhalt errichtet. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19320416&query=%22kapuzinerberg%22+%22hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 16. April 1932]</ref> | + | =====Versorgung in Notzeiten: Tankwagen und Desinfizierung mit Chlor== |
| | + | Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] wurden in der Altstadt auch große Teile des Wasserversorgungsnetzes zerstört und es wurde auch der kleine Hochbehälter am Mönchsberg getroffen. Die Bereiche [[Griesgasse]] und [[Getreidegasse]] standen lange Zeit im Wasser und die Schadstellen konnten aus Materialmangel nicht ausgebessert werden. Bis Kriegsende war eine Versorgung durch Tankwagen notwendig. Eine weitere Kriegsfolge war, dass zur Aufrechterhaltung der Wasserhygiene und als Prävention gegen Infektionskrankheiten auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung das Wasser ab [[1945]] mit Chlor desinfiziert wurde. Ein unangenehmer Geruch und Geschmack waren die unvermeidliche Folge und die Beschwerden darüber häuften sich im Lauf der Jahre. Die besatzungsseits Chlor-Dosis war allerdings weit übertrieben, sie wurde sofort nach dem Abzug der Besatzung stark herabgesetzt.= |
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| − | Die generelle Wasserknappheit wird erst [[1928]] durch die Errichtung des Grundwasserwerks in Glanegg beseitigt.
| + | === Abschied von der Fürstenquelle === |
| | + | Nach 1990 wurde die direkte Zuleitung aus der Fürstenquelle aus hygienischen Gründen beendet. Das gesamte Wasser der Fürstenquelle wurde stattdessen im Bereich des Grundwasserwerks St. Leonhard im Boden versickert, dadurch natürlich im Untergrund gereinigt und nach etwa 60 Tagen im Brunnfeld wieder gewonnen. Durch diese Optimierungsmaßnahme entfällt die Desinfizierung des Quellwasser durch eine Ozonanlage, es können Kosten eingespart werden, die Ozonanlage war damals nicht mehr zeitgemäß, die Geruchsbelästigung durch das sehr schädliche Gas auf dem Mönchsberg zwar zum Teil erheblich. Die Desinfektion wird heute zeitgemäß vorgenommen. |
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| | === Grundwasserwerk Glanegg === | | === Grundwasserwerk Glanegg === |
| | Das [[Grundwasserwerk Glanegg]] befindet sich in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde Grödig im Ortsteil [[Glanegg]]. | | Das [[Grundwasserwerk Glanegg]] befindet sich in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde Grödig im Ortsteil [[Glanegg]]. |
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| − | === Die Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg === | + | == Wasserversorgung heute und Projekte zur Versorgung == |
| − | Es begann mit dem [[Die Geschichte der Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg|ersten Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg]] in den [[1870er]]-Jahren. [[1929]] wurden neue Behälter geschaffen und schließlich der heutige zwischen 1948 und 1950.
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| − | Eine der größten Herausforderungen an die Wasserversorgung der Stadt Salzburg stellte der Winter [[1928]]/[[1929]]. Anfang Dezember stellte sich plötzlich eine Frostperiode mit Temperaturen bis zu minus 32 °C ein. Für drei Monaten herrschte eine durchschnittliche Temperatur von minus 26 Grad Celsius und der Frost reichte bis 1,70 m ins Erdreich.
| + | === Grundwasserwerk St. Leonhard === |
| − | | + | [[1976]] wurde beim [[Grundwasserwerk St. Leonhard]] in Grödig ein Horizontal-Filterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genutzt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königsseeache]] gespeist wird. |
| − | Neben dem Rückgang des Wasserdurchflusses passierten auch noch zahlreiche Rohrbrüche und Hydranten wurden durch den Frost abgesprengt. Die Rohrstränge von [[St. Josef]] in [[Nonntal]] bis zur [[Hellbrunner Kaserne]], in der [[Nonnberggasse]], der Nutzwasserleitung, die [[Gersbergleitung]] über die [[Karolinenbrücke]], des [[Nonnberg]]s bis zum Hochbehälter am Mönchsberg, am [[Kapuzinerberg]], und von der [[Ignaz-Harrer-Straße]] bis zur Stadtgrenze waren abgefroren.
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| − | Trotz dieser Schwierigkeiten hielt die Wasserversorgung bis zum Eintritt des Tauwetters ohne besondere Schäden durch.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19341029&query=%22Hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 29. Oktober 1934, Seite 8</ref>
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| − | === Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Kapuzinerberg===
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| − | Um 1900 entstand dann ein [[Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Kapuzinerberg]].
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| − | === Wasserversorgung mittels Tankwagen und Desinfizierung mit Chlor===
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| − | Beim ersten [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] wurden in der Altstadt auch große Teile des Wasserversorgungsnetzes zerstört und es wurde auch der kleine Hochbehälter am Mönchsberg getroffen. Die Bereiche [[Griesgasse]] und [[Getreidegasse]] standen lange Zeit im Wasser und die Schadstellen konnten aus Materialmangel nicht ausgebessert werden. Bis Kriegsende war eine Versorgung durch Tankwagen notwendig. Eine weitere Kriegsfolge war, dass zur Aufrechterhaltung der Wasserhygiene und als Prävention gegen Infektionskrankheiten auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung das Wasser ab [[1945]] mit Chlor desinfiziert wurde. Ein unangenehmer Geruch und Geschmack waren die unvermeidliche Folge und die Beschwerden darüber häuften sich im Lauf der Jahre.
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| − | === Hochbehälter Mönchsberg ===
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| − | Der heutige [[Hochbehälter Mönchsberg]] in der Nähe der Richterhöhe wurde 1948 bis 1950 errichtet und in den Jahren 1995 bis 1998 generalsaniert. Dieser Behälter fasst 25 000 Kubikmeter (= 25 000 000 Liter) Wasser. Die Wassertiefe beträgt 8,5 Meter.
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| | === Projekte Fuschlsee und Taugl === | | === Projekte Fuschlsee und Taugl === |
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| | [[2003]] wurde die „Wasserschiene" von [[Hallein]] bis [[Kuchl]]–Jadorf mit einer Länge von 4 157 Metern weiter ausgebaut. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens (?<!-- stimmt dieser Begriff hier schon? --> von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über Verbindungsleitungen der Wasserschiene kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und auch alle Verbandsgemeinden verteilt werden. | | [[2003]] wurde die „Wasserschiene" von [[Hallein]] bis [[Kuchl]]–Jadorf mit einer Länge von 4 157 Metern weiter ausgebaut. Im Anschluss daran wurde der Brunnen Taugl abgeteuft und ging am [[1. April]] [[2004]], mit einem Konsens (?<!-- stimmt dieser Begriff hier schon? --> von 150 Liter pro Sekunde in Betrieb. Damit wurde eine gegenseitige Wasserlieferung möglich. Über Verbindungsleitungen der Wasserschiene kann Wasser aus dem [[Grundwasserwerk Gamp]] in die Versorgungsleitungen der Stadt Salzburg eingespeist und auch alle Verbandsgemeinden verteilt werden. |
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| − | Die Hochbehälter am Mönchs- und im [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. | + | Die Hochbehälter im Mönchs- und im [[Kapuzinerberg]] werden mit Mischwasser aus den Grundwasserwerken Glanegg und St. Leonhard sowie gegebenenfalls der Wasserschiene gespeist. |
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| | === Ozonanlage zur Desinfizierung === | | === Ozonanlage zur Desinfizierung === |
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| | === Wasserverband Salzburger Becken und Wasserschiene === | | === Wasserverband Salzburger Becken und Wasserschiene === |
| | [[1976]] wurde der "Wasserverband Salzburger Becken" (WSB) gegründet und [[1984]] als Notversorgung die sogenannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und Hallein, errichtet. | | [[1976]] wurde der "Wasserverband Salzburger Becken" (WSB) gegründet und [[1984]] als Notversorgung die sogenannte „Wasserschiene“, eine Verbindungsleitung zwischen Salzburg und Hallein, errichtet. |
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| − | === Grundwasserwerk St. Leonhard ===
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| − | [[1976]] wurde beim [[Grundwasserwerk St. Leonhard]] in Grödig ein Horizontal-Filterbrunnen in Betrieb genommen. Mit ihm wird ein unabhängiges Wasservorkommen genutzt, das vom Grundwasser-Begleitstrom der [[Königsseeache]] gespeist wird.
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| | === Wasserverband Salzburger Becken === | | === Wasserverband Salzburger Becken === |
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| | Etwa bis Anfang der [[1980er]]-Jahre war der Untersberg der Hauptwasserspender für die Stadt Salzburg. | | Etwa bis Anfang der [[1980er]]-Jahre war der Untersberg der Hauptwasserspender für die Stadt Salzburg. |
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| − | === Abschied von der Fürstenquelle ===
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| − | In den [[1990]]er-Jahren wurde die direkte Zuleitung aus der Fürstenquelle aus hygienischen Gründen beendet. Das gesamte Wasser der Fürstenquelle wurde stattdessen im Bereich des Grundwasserwerks St. Leonhard im Boden versickert, dadurch natürlich im Untergrund gereinigt und nach etwa 60 Tagen im Brunnfeld wieder gewonnen. Durch diese Optimierungsmaßnahme entfällt seither die Desinfizierung des Quellwasser durch eine Ozonanlage und können Produktionskosten eingespart werden.
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| | === Erweiterung des Versorgungsgebietes === | | === Erweiterung des Versorgungsgebietes === |