Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 7: Zeile 7:
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
[[1421]] setzte mit dem Verschwinden und einer wundersamen Wiederfindung einer Leonhardsfigur am Fuße des Schwarzenberges bei [[Tamsweg]] eine Wallfahrtsbewegung ein. Sie führte 1421 zum Bau der Wallfahrtskirche, einem gotischen Bauwerk, das eine sehenswerte Innenausstattung und schöne Glasfenster hat. Am [[20. September]] [[1433]] wurde die Wallfahrtskirche vom [[Bischöfe von Chiemsee|Bischof Johann Ebser von Chiemsee]] geweiht.
+
[[1421]] setzte mit dem Verschwinden und einer wundersamen Wiederfindung einer Leonhardsfigur am Fuße des Schwarzenberges bei [[Tamsweg]] eine Wallfahrtsbewegung ein. Sie führte 1421 zum Bau der Wallfahrtskirche, einem gotischen Bauwerk, das eine sehenswerte Innenausstattung und schöne Glasfenster hat. Am [[20. September]] [[1433]] wurde die Wallfahrtskirche von [[Bischöfe von Chiemsee|Bischof Johann Ebser von Chiemsee]] geweiht.
  
 
Aus Angst vor den beginnenden Türkeneinfällen in der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s erhielt die Kirche eine Befestigungsmauer.  
 
Aus Angst vor den beginnenden Türkeneinfällen in der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s erhielt die Kirche eine Befestigungsmauer.  
Zeile 13: Zeile 13:
 
Seit [[1434]] ist die Bruderschaft an der Wallfahrtskirche nachgewiesen, die [[1989]] eine Wiederbelebung erfuhr.
 
Seit [[1434]] ist die Bruderschaft an der Wallfahrtskirche nachgewiesen, die [[1989]] eine Wiederbelebung erfuhr.
  
==Der Hl. Leonhard==
+
==Der hl. Leonhard==
 
Er lebte im [[6. Jahrhundert]] als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.
 
Er lebte im [[6. Jahrhundert]] als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.
  
 
====Schutzpatron====
 
====Schutzpatron====
Er ist der Schutzpatron von der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute; der Wöchnerinnen udn für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten;
+
Er ist der Schutzpatron der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten.
  
 
==Erreichbarkeit==
 
==Erreichbarkeit==
Von der Umfahrungsstraße zweigt in der Nähe des Bahnhofes eine kleine, schmale und steile Straße ab zur Wallfahrtskirche. Nicht geeignet für Busse. Zu Fuß geht man etwa 30 min.
+
Von der Umfahrungsstraße zweigt in der Nähe des Bahnhofes eine kleine, schmale und steile Straße ab zur Wallfahrtskirche. Nicht geeignet für Busse. Zu Fuß geht man etwa 30 Minuten.
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==
Zeile 26: Zeile 26:
  
 
==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==
Alle Bilder im Kircheninneren wurden aus Rücksicht auf die Kostbarkeiten ohne Blitz fotografiert, teilweise mit Langzeitbelichtung und daher eventuell etwas unscharf:
+
Alle Bilder im Kircheninneren wurden aus Rücksicht auf die Kostbarkeiten ohne Blitz fotografiert, teilweise mit Langzeitbelichtung und sind daher eventuell etwas unscharf:
 
<gallery widths="250" perrow="2" caption="Leonhard">
 
<gallery widths="250" perrow="2" caption="Leonhard">
 
Bild:Leonhard_03.jpg|Blick vom Hauptaltar in den hinteren Teil der Wallfahrtskirche
 
Bild:Leonhard_03.jpg|Blick vom Hauptaltar in den hinteren Teil der Wallfahrtskirche
 
Bild:Leonhard_02.jpg|Das Deckengewölbe im hinteren Teil
 
Bild:Leonhard_02.jpg|Das Deckengewölbe im hinteren Teil
Bild:Leonhard_01.jpg|Blick durch das Portal zum Messnerhaus
+
Bild:Leonhard_01.jpg|Blick durch das Portal zum Mesnerhaus
 
Bild:Leonhard_07.jpg|Das Portal von außen gesehen
 
Bild:Leonhard_07.jpg|Das Portal von außen gesehen
Bild:Leonhard_08.jpg|Eín interessantes Detail: eine Jesu-Kind-Darstellung?
+
Bild:Leonhard_08.jpg|Eín interessantes Detail: eine Jesuskinddarstellung?
 
Bild:Leonhard_09.jpg|Türknauf des Eingangstores
 
Bild:Leonhard_09.jpg|Türknauf des Eingangstores
Bild:Leonhard_10.jpg|Das Leben des Hl. Leonhard in Bildern
+
Bild:Leonhard_10.jpg|Das Leben des hl. Leonhard in Bildern
 
Bild:Leonhard_11.jpg|Eines der wertvollen Glasfenster
 
Bild:Leonhard_11.jpg|Eines der wertvollen Glasfenster
 
Bild:Leonhard_12.jpg|Das Kreuz über dem Hauptaltar, man beachte den Totenkopf und die Knochen zu Füßen von Jesus!
 
Bild:Leonhard_12.jpg|Das Kreuz über dem Hauptaltar, man beachte den Totenkopf und die Knochen zu Füßen von Jesus!

Version vom 15. Januar 2008, 11:42 Uhr

Die Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg im Lungau wurde ab 1430 von Baumeister Peter Harperger aus Salzburg gebaut. Sie ist einer der ganz wenigen rein gotischen Sakralbauten im Lande Salzburg.

Datei:Leonhard 06.jpg
Die Wallfahrtskirche
Karte
Datei:Leonhard 05.jpg
Der befestigte Eingang zum Kirchenbezirk
Datei:Leonhard 04.jpg
Der Hauptaltar

Geschichte

1421 setzte mit dem Verschwinden und einer wundersamen Wiederfindung einer Leonhardsfigur am Fuße des Schwarzenberges bei Tamsweg eine Wallfahrtsbewegung ein. Sie führte 1421 zum Bau der Wallfahrtskirche, einem gotischen Bauwerk, das eine sehenswerte Innenausstattung und schöne Glasfenster hat. Am 20. September 1433 wurde die Wallfahrtskirche von Bischof Johann Ebser von Chiemsee geweiht.

Aus Angst vor den beginnenden Türkeneinfällen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhielt die Kirche eine Befestigungsmauer.

Seit 1434 ist die Bruderschaft an der Wallfahrtskirche nachgewiesen, die 1989 eine Wiederbelebung erfuhr.

Der hl. Leonhard

Er lebte im 6. Jahrhundert als Einsiedler in Noblat bei Limoges (Zentralfrankreich), wo er der Königin als Geburtshelfer beistand. Er kümmerte sich von Jugend an um die Betreuung von Menschen, die in Kerkern saßen. Daher zeigen ihn alle Abbildungen mit einer Kette in der Hand.

Schutzpatron

Er ist der Schutzpatron der Bauern, Stallknechte, Ställe, des Viehs und der Pferde sowie für alle Bauernanliegen, der Schlosser, Schmiede, Fuhrleute, Lastenträger, Böttcher, Obsthändler und Bergleute, der Wöchnerinnen und für eine gute Geburt, der Gefangenen, gegen Kopfschmerzen und Geisteskrankheiten.

Erreichbarkeit

Von der Umfahrungsstraße zweigt in der Nähe des Bahnhofes eine kleine, schmale und steile Straße ab zur Wallfahrtskirche. Nicht geeignet für Busse. Zu Fuß geht man etwa 30 Minuten.

Quelle

  • Eine Information der Wallfahrtskirche

Bildergalerie

Alle Bilder im Kircheninneren wurden aus Rücksicht auf die Kostbarkeiten ohne Blitz fotografiert, teilweise mit Langzeitbelichtung und sind daher eventuell etwas unscharf: